Für die TV-Wand gilt: mindestens vier Steckdosen und zwei Netzwerkdosen einplanen, dazu eine Leerrohr-Verbindung zum Technikplatz. Ein Leerrohr mit mindestens 30 Millimetern Durchmesser nimmt später HDMI, Antenne und Lautsprecherkabel auf, ohne dass die Wand geöffnet werden muss. Wer nur eine Doppelsteckdose hinter dem Fernseher vorsieht, verlegt kurzfristig Mehrfachstecker – und die werden warm, hängen sichtbar herunter und sammeln Staub. Ein häufiger Fehler ist die Dose genau in der Mitte der späteren TV-Halterung: Der Wandhalter verdeckt sie, der Stecker passt nicht mehr.
Thermovorhänge wirken nur, wenn sie die Öffnung vollständig abdecken und möglichst dicht am Boden sowie an den Seiten abschließen. Ein Vorhang, der in der Mitte offen bleibt oder seitlich zehn Zentimeter Luft lässt, bremst die Zugluft kaum. Entscheidend ist weniger die Stoffdicke als die Passform: Breite und Höhe müssen zur Tür oder zum Fenster passen, sonst entweicht die Kälte an den Rändern vorbei.
Die Sitzhöhe liegt bei den meisten Wohnzimmersofas zwischen 40 und 45 Zentimetern gemessen von der Oberkante des Sitzpolsters bis zum Boden. Wer bequem aufstehen will, besonders ältere Menschen oder nach einer Knieoperation, sollte eher 45 bis 48 Zentimeter wählen. Zu niedrige Sofas unter 38 Zentimetern zwingen zum Hochstemmen aus dem Kreuz, was auf Dauer Rückenschmerzen macht. Faustregel: Beim Sitzen sollten die Füße flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im rechten Winkel gebeugt sein. Wer dabei nach hinten kippt, sitzt zu tief.
Der Bezug ist der zweite große Kosten- und Pflegefaktor. Webstoffe aus Polyester-Mischgewebe halten Tierhaare und Krümel besser aus als glatte Mikrofaser, die schnell speckig wirkt. Strukturierte Gewebe mit dichter Webart verzeihen Flecken eher als helle, einfarbige Glattstoffe. Wer Kinder oder Katzen hat, sollte auf abnehmbare und bei 30 Grad waschbare Bezüge achten. Echtes Leder ist langlebig, wirkt aber im Winter kühl und braucht regelmäßige Pflege mit Lederfett. Kunstleder ist günstiger, neigt aber nach einigen Jahren zum Abblättern an den Armlehnen.
Zum Schluss lohnt ein Blick auf den Bestand: Welche Geräte stehen dauerhaft, welche kommen nur zeitweise? Alles, was fest steht, bekommt eine eigene Dose. Alles, was beweglich bleibt, wird über eine bewusst platzierte Dose oder einen kurzen Kanal versorgt. Wer so plant, braucht später weder Kabelbinder noch Bodentunnel – und das Wohnzimmer bleibt frei von sichtbaren Leitungen.
Für den direkten Zugriff eignet sich eine kleine, feste Zone in Greifweite des Sitzplatzes. Ein schmaler Rollcontainer oder ein offenes Regalfach direkt neben dem Schreibtisch reicht völlig. Dort stehen maximal drei bis fünf Ordner, die täglich oder wöchentlich gebraucht werden: laufende Rechnungen, offene Vorgänge, Steuerbelege des aktuellen Jahres. Alles andere gehört nicht in diese Zone. Der häufigste Fehler ist, dort zwanzig Ordner zu stapeln – dann wird die Zone zum Ablagefriedhof und der Zugriff wieder langsam.
Sitztiefe und Rückenlehne richtig einschätzen Die Sitztiefe, also von der Vorderkante bis zur Rückenlehne, entscheidet darüber, ob man aufrecht sitzt oder in die Polster rutscht. 55 bis 60 Zentimeter eignen sich zum Fernsehen und für Gespräche. Wer viel liest oder am Laptop arbeitet, braucht 50 bis 55 Zentimeter, damit der Rücken abgestützt bleibt. Bei Tiefen über 65 Zentimetern ohne verstellbare Rückenlehne sinkt man ein und stützt den Nacken ständig mit den Armen ab. Prüfen lässt sich das, indem man sich mit dem Rücken anlehnt: Zwischen Kniekehle und Sofakante sollte eine Handbreit oder mehr Platz bleiben.
Wasserflecken an der Zimmerdecke sind selten harmlos. Wer nur überstreicht, verschiebt das Problem um Wochen. Zuerst muss die Ursache gefunden werden, denn ohne sie trocknet keine Stelle dauerhaft. Typische Auslöser sind undichte Dachziegel, verstopfte Dachrinnen, defekte Wasserleitungen im Geschoss darüber, Kondenswasser an kalten Außenwänden oder ein überlaufender Heizkörper. Prüfen lässt sich das mit einem Feuchtigkeitsmessgerät: Werte über fünf Prozent in der Wand deuten auf aktives Wasser hin, nicht auf einen alten Schaden.
Häufige Fehler: Es wird nur die sichtbare Stelle behandelt, obwohl die Feuchtigkeit einen halben Meter weiter sitzt. Es wird bei geöffnetem Fenster gestrichen, wodurch Staub in die nasse Farbe gelangt. Es wird zu dick aufgetragen, was zu Rissen führt. Und es wird zu früh gestrichen, obwohl die Wand noch feucht ist. Ein Feuchtemessgerät vor dem Anstrich verhindert den meisten Ärger. Wer unsicher ist, ob Schimmel oder nur ein Wasserrand vorliegt, sollte eine Probe auf einem Tuch abnehmen und trocknen lassen: Bleibt ein grauer Belag, ist es ein Pilz.
Ein Sofa wird meist nach Farbe und Optik gekauft. Nach zwei Jahren zeigt sich, ob die Sitzhöhe zum Aufstehen passt, ob die Tiefe zum Lesen taugt und ob der Bezug den Alltag übersteht. Wer vor dem Kauf drei Minuten nachmisst statt drei Stunden im Laden zu sitzen, spart später viel Ärger.