Die Reinigung des Geräts ist ebenfalls entscheidend. Behälter und Deckel sollten regelmäßig mit warmem Wasser und mildem Spülmittel gereinigt werden. Aggressive Reiniger oder Scheuermittel beschädigen die Kunststoffteile und können die Dichtungen angreifen. Ein weiterer häufiger Fehler: den Filter im Kühlschrank aufbewahren, obwohl er für den Betrieb bei Raumtemperatur ausgelegt ist. Kaltes Wasser fließt langsamer durch die Kartusche, was die Filterleistung verändert. Besser ist es, das Gerät an einem kühlen, aber nicht zu kalten Ort zu platzieren und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Typische Fehler sind: zu hoch dosierte Säure, zu kurze Einwirkzeit, fehlendes Nachspülen und das Verwenden von Backpulver als Ersatz. Backpulver neutralisiert zwar Gerüche, löst aber keinen Kalk. Ebenso falsch ist es, den Wasserkocher nach dem Entkalken sofort wieder in Betrieb zu nehmen, ohne ihn vorher gründlich zu spülen. Bei Geräten mit Kalkfilter sollte dieser separat entkalkt oder ersetzt werden, sonst landet der gelöste Kalk beim nächsten Kochen wieder im Wasser.
Wer den Perlator falsch behandelt, macht den Schaden größer: Zu heißes Wasser verformt Kunststoffteile, scharfe Reiniger greifen die Verchromung an, und zu festes Anziehen führt zu Rissen im Gewinde. Auch das Abschrauben mit Gewalt ohne Gegengegenhalten kann die gesamte Armatur verdrehen. Wer sich unsicher ist, sollte den Perlator nur von Hand lösen und bei Widerstand lieber einen Fachbetrieb hinzuziehen. In den meisten Fällen genügt jedoch etwas Geduld, Zitronensäure und eine weiche Bürste, damit der Wasserstrahl wieder gerade und sauber fließt.
Einwirkzeit und Nachspülen entscheiden über das Ergebnis Die Einwirkzeit richtet sich nach der Stärke der Verkalkung. Bei leichten Ablagerungen genügen zehn bis fünfzehn Minuten. Sind bereits dicke Krusten sichtbar, kann die Lösung bis zu einer Stunde einwirken. In dieser Zeit sollte der Wasserkocher nicht erhitzt werden – die Säure arbeitet auch kalt. Wer die Lösung aufkocht, beschleunigt den Prozess zwar, aber der scharfe Essigdampf reizt die Atemwege und greift die Elektronik an. Nach der Einwirkzeit die Lösung ausgießen und den Kalk mit einer weichen Bürste lösen. Niemals mit Metallschwämmen oder scharfen Klingen arbeiten, das zerkratzt die Oberfläche und macht sie anfälliger für neuen Kalk.
Für die Nachpflege eignet sich ein Abzieher mit weicher Gummilippe. Ziehe das Wasser nach dem Duschen in senkrechten Bahnen von oben nach unten ab und wringe den Abzieher anschließend aus. Wer zusätzlich einmal pro Woche eine dünne Schicht Klarspüler oder eine Mischung aus Wasser und einem Tropfen Spülmittel aufträgt, erschwert dem Kalk das Anhaften. Diese Schicht ist kein Ersatz für die Reinigung, sondern eine Ergänzung, die die Intervalle zwischen den Grundreinigungen verlängert.
Viele greifen zu falschen Mitteln. Scheuermilch oder Sandpapier wirken nur oberflächlich, zerstören aber die Schutzschicht der Keramik. Danach haftet jeder neue Urintropfen besser. Ein weiterer Fehler: nur die sichtbaren Stellen behandeln und den Bereich unter dem Spülrand vergessen. Dort sitzt der Urinstein oft am dicksten, weil er ständig mit frischem Urin in Kontakt kommt. Auch zu kurze Einwirkzeiten sind ein Problem. Wer die Säure nur fünf Minuten einwirken lässt, erreicht nur die oberste Schicht. Besser über Nacht arbeiten, wenn der Raum gut gelüftet werden kann.
Kalk im Wasserkocher setzt sich nicht nur als weiße Kruste am Boden ab, sondern verlängert auch die Kochzeit und lässt das Wasser metallisch schmecken. Wer regelmäßig entkalkt, spart Strom und vermeidet, dass sich der Belag in die Heizspirale einbrennt. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Dosierung, eine ausreichende Einwirkzeit und gründliches Nachspülen. Wer eines davon vernachlässigt, bekommt entweder einen angegriffenen Wasserkocher oder Rückstände im Teewasser.
Der wichtigste Helfer ist ein Abzieher mit glatter, sauberer Lippe. Nach dem Duschen ziehst du die Wand von oben nach unten in Bahnen ab, die sich leicht überlappen. Wichtig ist der Druck: zu wenig, und das Wasser bleibt in Streifen stehen; zu viel, und die Lippe springt und hinterlässt Ränder. Die Lippe selbst muss frei von Sand und Kratzern sein, sonst wird sie zur Feile. Häng den Abzieher nicht an der Duschwand auf, sondern so, dass die Lippe trocknen kann – dauerhaft feuchte Lippen werden hart und schmieren.
Das Nachspülen ist der Schritt, der am häufigsten zu kurz kommt. Einmal ausspülen reicht nicht. Der Wasserkocher muss mindestens drei- bis viermal mit klarem Wasser ausgespült werden, am besten mit warmem Wasser. Anschließend frisches Wasser einfüllen, aufkochen und dieses Wasser wegschütten. Erst danach ist der Wasserkocher wieder für Tee oder Kaffee geeignet. Wer diesen Schritt überspringt, wundert sich über sauren Geschmack und kann sogar Magenbeschwerden bekommen, wenn Essig- oder Zitronensäurereste in das Getränk gelangen.