Der Einbau erfordert Sorgfalt. PCM-Platten dürfen nicht gebohrt oder geschnitten werden, sonst tritt Material aus. Verwenden Sie vorgefertigte Module mit Schutzummantelung. Bei Selbstbauprojekten: PCM in dichter Folie versiegeln und in eine stabile Halterung einlegen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Schmelztemperatur und die Enthalpie (Speicherfähigkeit in Kilojoule pro Kilogramm). Ein typischer Wert liegt bei 150 bis 250 kJ/kg. Je höher, desto besser. Nach dem Einbau dauert es einige Tage, bis sich das System einschwingt. Messen Sie mit einem Thermometer die Raumtemperatur über 24 Stunden, um den Effekt zu prüfen.
Für die Dämmung des Kastens selbst eignen sich dünne, selbstklebende Dämmmatten mit geschlossener Oberfläche. Sie werden innen an die Kastenwand geklebt, nicht auf die Welle und nicht in den Bereich, in dem der Gurt läuft. Der Kasten sollte dabei nicht vollständig ausgefüllt werden — bleibt zu wenig Luft, streift der aufgewickelte Gurt an der Dämmung und wickelt unsauber auf. Bei sehr schmalen Kästen nur die Außenwand dämmen und die Blende zusätzlich mit einer Dichtung versehen.
Ein Kleiderschrank aus Hanfholz mit Geruchsneutralisierung und Polarlicht-LEDs klingt zunächst wie eine Spielerei. In der Praxis entscheidet jedoch die Aufstellung darüber, ob das Material seine Wirkung entfaltet oder nur teuer aussieht. Hanfholz ist stark hygroskopisch: Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Steht der Schrank an einer Außenwand ohne Luftspalt, staut sich die Feuchtigkeit in der Rückwand, und genau dort setzt später Schimmel an. Ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern zur Wand, am besten mit Distanzhaltern, ist keine Option, sondern Pflicht.
Ein häufiger Fehler ist die Montage auf eine bereits feuchte Wand. Wer im Herbst eine nasse Mauer verkleidet, schließt die Feuchtigkeit für Monate ein. Vor der Montage muss der Untergrund trocken sein; ein Feuchtemessgerät oder ein einfacher Test mit aufgebrachter Folie über einige Tage zeigt, ob die Wand noch arbeitet. Ebenso problematisch ist das Abdichten mit Silikon oder Montageschaum rundum: Damit wird der Spalt zur Dampfsperre, aber auf der falschen Seite, und das Wasser sucht sich einen anderen Weg – oft in die Wohnung.
Worauf es beim Einbau wirklich ankom
Klemmschutz und Dämmung in einem Arbeitsgang Der Klemmschutz sitzt als Kunststoff- oder Gummilippe an der Gurtöffnung des Kastens. Er verhindert, dass der Gurt am scharfen Blechrand scheuert, und dichtet gleichzeitig den Spalt ab, durch den sonst kalte Luft in den Raum zieht. Vor dem Einbau die Öffnung säubern, alte Klebereste entfernen und den Spalt mit einem passenden Dichtprofil auslegen. Wichtig: Der Gurt muss sich frei bewegen können, sonst schleift er und franst nach wenigen Monaten wieder aus.
Nach dem Verschrauben alle Schraubenköpfe leicht überspachteln, Fugen mit Bewehrungsstreifen armieren. Erst wenn die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet ist, schleifen und grundieren. Wer zu früh schleift, zieht die Fugen wieder auf. Die Unterkonstruktion vor der Beplankung auf Lot und Flucht prüfen, denn später lässt sich nichts mehr korrigieren, ohne die Platten zu zerstören.
Zuerst wird der alte Gurt entlastet: Rollladen ganz hochziehen, damit die Welle entlastet ist, dann den Gurt am Wickel abwickeln oder die Gurtwicklerabdeckung öffnen. Bei elektrischen Antrieben vorher die Sicherung ziehen und den Motorstecker trennen. Den alten Gurt nicht einfach durchschneiden, sondern die Befestigung an der Welle lösen, sonst bleibt ein Reststück in der Führung hängen und verkantet später den neuen Gurt.
Häufige Fehler: Der Klemmschutz wird nur aufgesteckt und nicht fixiert, rutscht nach oben und gibt den Spalt wieder frei. Oder es wird zu viel Dämmmaterial eingebracht, sodass der Rollladen beim Herunterlassen klemmt. Ebenfalls problematisch ist das Dämmen über die Gurtführung hinweg, weil der Gurt dann seitlich an der Matte reibt. Nach dem Einbau den Rollladen mehrmals komplett auf und ab fahren und dabei auf Geräusche und gleichmäßigen Lauf achten.
Zum Schluss die Blende wieder montieren, alle Spalte mit Dichtband überarbeiten und den Gurt in den Wickler einhängen. Ein kurzer Zugtest zeigt, ob der Klemmschutz hält und der Gurt gerade läuft. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich den zweiten Ausbau und hat neben dem neuen Gurt auch den Kasten dauerhaft leiser und dichter gemacht.
Wichtig ist die Kombination mit richtigem Lüften. PCM-Möbel können nur dann Wärme aufnehmen, wenn die Nachtluft kühler ist als das Material. Im Sommer nachts lüften, tagsüber Fenster schließen. Im Winter heizen PCM-Möbel träge: Sie geben Wärme langsam ab, wenn die Heizung ausfällt. Das senkt die Heizkosten, weil die Raumtemperatur weniger stark schwankt. Ein weiterer Vorteil: Die Luftfeuchtigkeit bleibt stabiler, da PCM auch Feuchtigkeit puffern kann, wenn es entsprechend ausgelegt ist.
So werden PCM-Möbel richtig dimensioniert und eingebaut Die Speicherkapazität hängt von der Masse des PCM und der Temperaturdifferenz ab. Als Faustregel gilt: Pro Quadratmeter Raumfläche sollten mindestens 0,5 bis 1 Kilogramm PCM verbaut werden. Ein 20 Quadratmeter großer Raum benötigt also 10 bis 20 Kilogramm PCM. Verteilen Sie die Elemente auf mehrere Möbelstücke, etwa eine Sitzbank, ein Sideboard und ein Regal. Achten Sie auf freie Luftzirkulation: Keine Polsterung direkt über dem PCM, keine dichten Abdeckungen. Die Möbel sollten nicht in direkter Sonneneinstrahlung stehen, sonst schmilzt das Material zu früh und der Effekt verpufft.