Spiegelschränke gibt es in unterschiedlichen Tiefen. Für kleine Bäder sind flache Modelle mit etwa zwölf bis fünfzehn Zentimetern sinnvoll, weil sie den Raum nicht optisch erdrücken und dennoch Platz für flache Behälter bieten. Wer mehr Tiefe wählt, muss prüfen, ob der Schrank beim Öffnen mit Armaturen, Türrahmen oder der Toilette kollidiert. Ein häufiger Fehler ist der Einbau direkt über einem Waschbecken mit hohem Wasserhahn: Die Tür stößt dann an oder lässt sich nur halb öffnen. Miss deshalb vor dem Kauf den Abstand zwischen Beckenoberkante und geplanter Unterkante des Schranks und rechne die Türbewegung mit ein.
Der Weg zählt genauso wie der Ra
Bewährt haben sich drei Typen. Erstens: die schmale Bank mit Klappdeckel, oft nur 70 bis 80 cm tief und 140 bis 160 cm breit. Sie eignet sich für Gästezimmer und Flure, weil sie nur eine Sitzreihe hat. Zweitens: die Querbank mit seitlicher Schublade. Hier wird der Stauraum nach vorn gezogen, was weniger Höhe über der Sofa verlangt, aber mehr Bewegungsfläche davor. Drittens: die modulare Sofa mit einzelnem Bettkasten unter dem Sitz. Wichtig ist, dass jedes Modul einzeln zugänglich bleibt. Wer eine durchgehende Bank mit einem einzigen großen Fach wählt, muss die gesamte Fläche freiräumen, um an das hintere Ende zu kommen. Das ist der zweite typische Fehler.
Die wirksamste Methode in kleinen Räumen ist das Arbeiten mit der Wandfläche statt mit dem Boden. Eine Garderobenstange auf Höhe der Türöffnung, darunter zwei Reihen Schuhregale, darüber ein durchgehendes Fach für saisonale Kleidung: So bleibt der Boden frei und der Raum wirkt größer. Wichtig ist, die Stange nicht direkt hinter der Tür zu platzieren, sonst kollidiert sie mit dem Türblatt. Ein Abstand von mindestens zehn Zentimetern zur Wand und eine stabile Befestigung in der Wand, nicht nur in der Gipskartonplatte, verhindern späteres Durchhängen.
Leitungen, Gefälle und die Reihenfolge der Gewerke Vor jeder Wand steht die Frage, wohin das Wasser läuft. Der Boden in der Duschfläche braucht ein Gefälle von etwa einem bis zwei Prozent zum Ablauf, bei bodengleichen Duschen wird das über ein vorgefertigtes Gefälle-Element gelöst, nicht über den Estrich. Wer den Ablauf in die Raummitte setzt, gewinnt beim Gefälle, verliert aber an Optik und Reinigungsaufwand. Ein Linienablauf an der Wand spart Höhe und lässt sich besser abziehen, verlangt jedoch einen Hohlraum in der Vorwand – dieser muss bei der Installationstechnik mitgedacht werden.
Alternativ lassen sich Zwischenböden auf halber Höhe anbringen, etwa über einer Kommode. Sie bieten Ablagefläche für selten Genutztes wie Koffer oder Winterkleidung. Die Traglast muss zur Wand passen: In Leichtbauwänden halten einfache Dübel keine schweren Lasten. Hier sind spezielle Hohlraumdübel oder eine Montage an der Decke nötig.
Die Vorwandinstallation ist der Moment, in dem Waschtisch, WC und Duscharmatur zueinander festgelegt werden. Danach sind Änderungen teuer. Prüfen sollte man hier drei Dinge: die Höhe der Armatur über dem Duschboden, den Abstand zwischen WC und Waschbecken und die Position der Steckdose neben dem Waschbecken. Eine Steckdose innerhalb der Duschzone ist nicht zulässig; der Schutzbereich reicht je nach Herstellerangabe bis etwa 60 Zentimeter um die Duschfläche. Wer hier schludert, riskiert bei der Abnahme Diskussionen mit dem Elektriker.
Die Beleuchtung wird in kleinen Schlafzimmern oft vergessen. Eine Garderobe ohne Licht wird zur dunklen Ecke, in der Kleidung verschwindet. Ein schmaler LED-Streifen unter dem obersten Regal oder eine kleine Wandlampe mit warmem Licht reicht aus. Darauf achten, dass die Leuchte nicht direkt in die Augen blendet, wenn man im Bett liegt. Bewegungsmelder sind praktisch, aber sie reagieren manchmal auf jede Bewegung im Raum und stören den Schlaf – hier ist ein normaler Schalter die ruhigere Wahl.
Schränke bis zur Decke planen Ein Schrank, der nur bis zwei Meter geht, lässt den Raum darüber verstauben. Wer die Höhe ausnutzt, plant den Korpus bis unter die Decke – oder setzt einen Aufsatzschrank darauf. Das lohnt sich vor allem für Dinge, die man selten braucht: Bettwäsche, Decken, saisonale Kleidung. Der oberste Bereich sollte mit einer stabilen Klappe oder Schiebetür versehen sein, damit man nicht auf eine Leiter steigen muss, um an eine Tür zu kommen. Ein typischer Fehler ist, den obersten Bereich mit schweren Kartons zu füllen und dann nicht mehr zu wissen, was darin liegt. Beschriftung oder durchsichtige Boxen helfen.
Erst messen, dann kaufen Vor jedem Kauf steht das Ausmessen des tatsächlichen Platzes. Gemessen wird nicht die Wand, sondern der Bereich, der nach Abzug von Heizung, Steckdosen, Lichtschaltern und Türbewegung wirklich nutzbar bleibt. Typische Fehler: Die Höhe der Kleiderbügel wird unterschätzt, sodass lange Mäntel den Boden berühren, oder die Schuhregale werden zu tief gewählt, wodurch die Tür nicht mehr vollständig öffnet. Ein weiterer Fehler ist die Planung ohne Rücksicht auf die Matratze – wer morgens aus dem Bett steigt, braucht mindestens sechzig Zentimeter freie Fläche, sonst wird jeder Gang zum Schrank zum Hindernislauf.