Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Reinigung. Baumwolle sollte nach dem Tragen nicht sofort in den Schrank, sondern zunächst an die frische Luft gehängt werden. Schweiß und Körperfett ziehen Feuchtigkeit und Bakterien an. Bei hartnäckigem Muffgeruch hilft eine Wäsche mit Essig statt Weichspüler. Essig neutralisiert Gerüche und tötet einen Teil der Bakterien ab. Weichspüler hingegen hinterlässt einen Film auf den Fasern, der die Luftzirkulation zusätzlich behindert und den Geruch sogar verstärken kann.
Der pH-Wert spielt eine unterschätzte Rolle. Naturfüllungen mögen neutrale bis leicht saure Umgebungen. Alkalische Waschmittel, oft als „Vollwaschmittel” deklariert, quellen die Fasern auf und rauen die Oberfläche auf. Die Folge: Die Füllung verfilzt, verliert an Bauschkraft und wäscht sich schneller aus. Ein pH-Wert um 7 ist ideal. Testen Sie im Zweifel mit pH-Streifen, bevor Sie ein neues Mittel verwenden. Auch Enzyme wie Protease sind problematisch: Sie verdauen Eiweißfasern buchstäblich. Ein enzymfreies Feinwaschmittel ist für Daunen, Wolle und Seide die sicherste Wahl.
Auch das Material spielt eine Rolle. Feste Nackenstützkissen bestehen häufig aus Kaltschaum oder viskoelastischem Schaum. Kaltschaum ist formstabil und stützt kräftig, kann aber warm werden. Viskoelastischer Schaum passt sich der Körperwärme an, braucht aber länger, bis er in die Ausgangsform zurückkehrt. Wer nachts viel schwitzt, sollte auf einen atmungsaktiven Bezug achten und das Kissen regelmäßig lüften. Waschbar ist meist nur der Bezug, nicht der Kern. Der Kern darf nicht in die Waschmaschine, sonst verliert er seine Form.
Auflagen auf Matratzen, Bettdecken oder Polstermöbeln saugen Feuchtigkeit auf, bevor sie in die tiefere Füllung gelangt. Das ist ihre Aufgabe. Doch genau darin liegt das Problem: Ist die Auflage erst einmal gesättigt, gibt sie die Feuchtigkeit langsam wieder ab – an die Matratze, an das Bettgestell, an den Stoff darunter. Wer verhindern will, dass sich Feuchtigkeit dauerhaft festsetzt, muss dafür sorgen, dass die Auflage ihre Aufgabe erfüllen kann, ohne selbst zum Feuchtigkeitsspeicher zu werden.
Wäsche auf der Leine zu trocknen ist energiesparend und schonend, aber es dauert deutlich länger als im Trockner. Wer das akzeptiert und ein paar Regeln beachtet, bekommt knitterfreie, frische Wäsche ohne Stromverbrauch. Die folgenden Punkte erklären, warum das Aufhängen mehr Zeit kostet und wie sich der Ablauf beschleunigen lässt.
Die Pflege entscheidet darüber, ob die Auflage dauerhaft funktioniert. Waschbar sind die meisten Auflagen, doch nicht jede verträgt hohe Temperaturen. Zu heiß gewaschen verfilzt die Faser, die Kapillarwirkung lässt nach, und die Auflage nimmt Feuchtigkeit nur noch oberflächlich auf. Zu oft gewaschen verliert sie ihre Form und liegt nicht mehr glatt. Ein bis zwei Waschgänge pro Monat reichen in der Regel, dazwischen genügt gründliches Auslüften. Nach dem Waschen vollständig trocknen lassen, nicht nur an der Oberfläche – auch die Nähte und Bündchen müssen trocken sein, sonst kehrt die Feuchtigkeit sofort zurück.
Wer verhindern will, dass Feuchtigkeit tiefer zieht, sollte außerdem die Matratze selbst regelmäßig prüfen. Eine Matratze, die bereits Feuchtigkeit gespeichert hat, gibt diese an jede neue Auflage ab. Ein Blick unter die Auflage, ein Handauflegen auf die Matratzenoberfläche nach dem Aufstehen zeigt, ob dort noch Restfeuchte sitzt. Ist die Matratze feucht, hilft nur: Auflage weg, Matratze hochkant stellen und mehrere Stunden lüften, am besten bei geöffnetem Fenster und nicht in praller Sonne. Erst wenn die Matratze trocken ist, kommt die Auflage zurück.
Der häufigste Fehler ist, eine feuchte Auflage einfach wieder aufs Bett zu legen. Wer morgens keine Zeit hat, die Auflage zu lüften, sollte sie zumindest über eine Stuhllehne hängen, nicht zusammenknüllen und nicht auf die Matratze zurücklegen. Ein zweiter typischer Fehler: die Auflage mit einer dichten Unterlage kombinieren. Eine wasserdichte Folie unter der Auflage verhindert, dass Feuchtigkeit nach unten entweicht – genau das Gegenteil dessen, was die Auflage leisten soll. Besser ist eine wasserdampfdurchlässige Zwischenschicht, die Flüssigkeit zurückhält, aber Dampf durchlässt.
Wie Feuchtigkeit in die Auflage gelangt und warum sie dort bleibt Feuchtigkeit kommt auf drei Wegen in eine Auflage: durch Schweiß in der Nacht, durch Wasserdampf aus der Raumluft und durch kleine Mengen Flüssigkeit, die beim Trinken, bei der Pflege oder durch Undichtigkeiten auf die Oberfläche gelangen. Eine Auflage nimmt diese Feuchtigkeit auf, weil ihr Gewebe oder ihre Füllung kapillar wirkt. Solange die Auflage atmet und die Raumluft trocken genug ist, verdunstet ein Teil wieder. Bleibt die Feuchtigkeit jedoch länger als ein paar Stunden in der Auflage, beginnt sie zu wandern – nach unten, in die Matratze oder in die Polsterauflage. Dort trocknet sie deutlich schlechter, weil Luft kaum zirkuliert.