Eine Auflage schützt die Matratze nur dann vor Feuchtigkeit, wenn sie Feuchtigkeit nach außen abgeben kann. Viele Auflagen sind jedoch wasserdicht beschichtet und lassen weder Schweiß noch Kondenswasser entweichen. Das Ergebnis: Die Feuchtigkeit sammelt sich zwischen Auflage und Matratzenkern, und genau dort entsteht Schimmel. Wer eine Auflage kauft, sollte deshalb zuerst prüfen, ob sie atmungsaktiv ist oder nur wasserdicht. Beides gleichzeitig ist selten, und wer es verspricht, meint meist nur die Unterseite.
Ein Wendebezug mit gemusterter Oberseite und einfarbiger Unterseite ist dann sinnvoll, wenn beide Seiten unabhängig voneinander funktionieren. Die gemusterte Seite trägt den Raum, die einfarbige Seite beruhigt ihn. Wer nur nach dem Muster kauft und die Rückseite ignoriert, ärgert sich später über Blitzer, die durchscheinen, oder über einen Ton, der im Tageslicht kalt wirkt. Vor dem Kauf lohnt es sich, beide Seiten nebeneinander zu legen und aus drei Metern Entfernung zu betrachten – aus dieser Distanz zeigt sich, ob das Muster und die Uni-Fläche zusammenpassen.
Wer unsicher ist, sollte den Bezug vor dem Aufziehen einmal über die Hand ziehen. Die Seite, die sich kühler und glatter anfühlt, ist bei den meisten Modellen die Außenseite. Bei Bezügen mit Reißverschluss zeigt der Zipper oft nach unten, wenn die richtige Seite oben liegt. Ein weiteres Indiz: Die Ecken sind bei der Außenseite meist sauberer vernäht und liegen flacher an. Nach dem Aufziehen kontrollieren, ob der Bezug an den Ecken stramm sitzt und keine Wellen wirft.
Zuerst quillt die Faser auf. Baumwolle nimmt dabei bis zu einem Viertel ihres Gewichts an Wasser auf und wird dicker. Dadurch schließen sich die Webzwischenräume, der Stoff fühlt sich während des Waschens kompakter an. Gleichzeitig löst das Tensid im Waschmittel Hautfett, Schweiß und Talgreste aus dem Gewebe. Diese Emulsion wird mit dem Wasser ausgespült. Zurück bleibt eine rauere Oberfläche, weil die feinen Härchen der Garne aufgerichtet werden. Genau das ist der Grund, warum frisch gewaschene Bettwäsche oft kratziger wirkt als vorher.
Mikrofaser besteht aus sehr feinen synthetischen Filamenten. Diese nehmen kaum Wasser auf, dafür aber Fett und Öl besonders gut. Die Oberfläche fühlt sich nach dem Waschen oft elektrostatisch aufgeladen an, weil Reibung die Ladungen nicht ableiten kann. Wer hier Weichspüler verwendet, verklebt die feinen Zwischenräume dauerhaft – die Faser verliert ihre Saugfähigkeit und nimmt Schweiß schlechter auf. Bei Mikrofaser ist weniger Waschmittel mehr: Ein Drittel der üblichen Menge reicht, dafür sollte die Trommel nur halb voll sein, damit die Fasern nicht aneinander reiben.
Wenn nach zehn Minuten Liegezeit keine Falten entstehen und der Stoff nicht wandert, war die Wahl richtig. Rutscht der Bezug ständig zur Seite, einfach umdrehen und erneut testen. Bei Unsicherheit hilft ein kleiner Merkzettel im Wäscheschrank, auf dem notiert wird, welche Seite bei welchem Bezug nach oben gehört. So lässt sich der Ärger beim nächsten Wechsel vermeiden.
Ein Wendedeckenbezug hat zwei unterschiedlich behandelte Seiten. Die eine Seite ist meist glatter oder fester gewebt, die andere weicher oder angeraut. Welche Seite nach oben gehört, hängt vom Material und vom Hersteller ab. Es gibt keine einheitliche Norm, deshalb ist Ausprobieren oft der schnellste Weg. Wer die falsche Seite aufzieht, merkt das spätestens nach der ersten Nacht: Der Bezug rutscht, wirft Falten oder fühlt sich unangenehm an.
Beim Material lohnt ein zweiter Blick. Elastische Stoffe mit hohem Stretchanteil leiern nach wenigen Wäschen aus und werden in der Länge instabil. Reine Baumwolle und Wolle behalten ihre Form besser, knittern aber. Für Hosen sind Mischgewebe mit festem Webanteil die zuverlässigere Wahl. Und: Immer nach dem ersten Waschen nachmessen, bevor der Saum endgültig festgelegt wird.
Praktisch heißt das: Hemden und Jacken nach Ärmellänge und Rückenlänge auswählen, Hosen nach Innenbeinlänge und Bundhöhe. Bei Hosen ist die Innenbeinlänge das einzige Maß, das wirklich zählt. Ein Bund, der zwei Zentimeter zu weit ist, lässt sich ändern. Ein Bein, das zehn Zentimeter zu kurz ist, nicht. Deshalb gilt: Im Zweifel die längere Variante nehmen und den Rest anpassen lassen.
Ein weiterer typischer Fehler ist der Verzicht auf Änderungen. Viele kaufen nur, was sofort passt, und finden deshalb nie etwas. Besser ist es, die Grundpassform zu prüfen und den Rest beim Schneider korrigieren zu lassen. Ärmel kürzen, Bund enger machen, Saum anpassen — das ist bei langer Konfektionsware normal und oft unvermeidbar. Wer das von Anfang an einplant, hat deutlich mehr Auswahl.
Die Fadenzahl und der Nahtverlauf verraten die Oberseite Ein zuverlässiger Test ist der Blick auf die Nähte. Wendebezüge sind so genäht, dass eine Seite die sauberen, flach liegenden Kanten zeigt. Dreht man den Bezug auf links, liegen die Nahtzugaben außen und sind sichtbar. Die Seite mit den verdeckten Nähten ist fast immer die richtige Oberseite. Zusätzlich lohnt sich der Fadentest: Zieht man einen einzelnen Faden vorsichtig heraus, lässt sich bei dichter gewebter Seite schwerer trennen als bei der lockeren Unterseite.