Wenn im Bad kein Fenster ist: Handtücher trotzdem trocken bekommen

Die wirksamste Maßnahme ist ein kleiner Ventilator. Ein handelsüblicher Tischventilator, der auf die Handtuchreihe gerichtet wird, verkürzt die Trocknungszeit erheblich. Wichtig ist, ihn nicht direkt nach dem Duschen einzuschalten, sondern erst, wenn der gröbste Dampf abgezogen ist. Läuft der Ventilator während des Duschens, verteilt er die feuchte Luft nur im ganzen Raum. Besser ist es, nach dem Duschen kurz stoßzulüften, also die Badezimmertür für einige Minuten weit zu öffnen und die Luft im Rest der Wohnung zirkulieren zu lassen.

Ein kleines Bad wirkt nur so lange beengt, wie die Flächen ungeplant bleiben. Bevor Fliesen, Armaturen oder Möbel ausgesucht werden, lohnt es sich, den Raum exakt auszumessen und die drei Bereiche festzulegen: Dusche, Waschplatz und Stauraum. Notieren Sie dabei auch Türblatt, Fensterflügel und Heizkörper, denn sie bestimmen, wo Schränke überhaupt stehen dürfen. Wer zuerst Möbel kauft und danach den Grundriss prüft, verliert regelmäßig mehrere Zentimeter an genau den Stellen, an denen sie am meisten fehlen.

Ein häufiger Fehler ist, Handtücher nach dem Duschen zusammengefaltet über die Stange zu hängen. Dadurch entsteht ein feuchter Kern, der nur langsam trocknet und schnell zu Geruch führt. Ebenso problematisch ist es, nasse Handtücher in einem geschlossenen Schrank zu lagern, auch wenn dieser im Bad steht. Die Feuchtigkeit bleibt im Holz oder in der Wand und führt langfristig zu Schimmel. Wer kein Fenster hat, sollte außerdem darauf achten, dass die Badezimmertür nicht dauerhaft geschlossen bleibt. Steht die Tür offen, verteilt sich die Feuchtigkeit in der Wohnung und das Bad trocknet schneller aus.

Ein fensterloses Bad hat einen entscheidenden Nachteil: Die Feuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden bleibt im Raum. Handtücher, die dort hängen, nehmen diese Feuchtigkeit auf und riechen nach ein bis zwei Tagen muffig. Wer keinen Wäscheständer aufstellen kann oder will, muss die Trocknung anders organisieren. Entscheidend sind Luftbewegung, Abstand zwischen den Textilien und die richtige Platzwahl.

Die richtige Höhe und Tiefe entscheiden über die Nutzbarkeit. Eine Arbeitshöhe von etwa 75 bis 85 Zentimetern erlaubt bequemes Abstellen von Gläsern und Deko. Bei der Tiefe reichen 35 bis 45 Zentimeter für Bücher, Spiele und Technik; alles darüber wirkt klobig und verengt den Durchgang. Wer viel Stauraum braucht, plant lieber in die Höhe als in die Tiefe: Ein Sideboard mit 90 bis 110 Zentimetern Höhe bietet Platz, ohne den Raum zu erschlagen. Typischer Fehler: Die Tiefe wird unterschätzt, und später passen Ordner oder Konsolen nicht hinein.

Für den täglichen Gebrauch reicht meist ein Handtuch pro Person, das nach der Nutzung ausgebreitet aufgehängt wird. Wechselt man das Handtuch alle zwei bis drei Tage, verhindert das die Ansammlung von Bakterien und Geruch. Ein zweites Handtuch, das nur zum Abtrocknen nach dem Händewaschen dient, trocknet schneller, wenn es dünn ist. Dicke, flauschige Handtücher halten Feuchtigkeit länger und sind in einem fensterlosen Bad ungünstig. Wer dennoch nicht auf sie verzichten will, sollte sie nach jedem Gebrauch für einige Stunden an einen trockeneren Ort in der Wohnung hängen und erst danach zurück ins Bad bringen.

Als Hobbyraum gelten andere Anforderungen. Wer malt, bastelt oder musiziert, braucht Flächen, die schmutzig werden dürfen. Ein Gästebett mit Stoffbezug ist hier falsch. Besser sind Modelle mit abwischbarem Bezug oder ein Bett, das komplett hinter einer Schiebetür verschwindet. Bei Werkzeug, Farben oder Instrumenten sollte der Raum abschließbar sein, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Wer den Raum nur für sich nutzt, kann das Bett auch ganz weglassen und stattdessen eine hochwertige Luftmatratze für Notfälle bereithalten. Das spart dauerhaft Platz.

Abstand und Aufhängung entscheiden mehr als die Raumgröße Handtücher trocknen nur, wenn Luft an alle Seiten kommt. Ein Handtuch, das flach über eine Stange gelegt wird, trocknet an der Auflagefläche kaum. Besser ist es, das Handtuch in Zickzack-Form über zwei parallele Stangen zu hängen oder es an einer Leine mit Wäscheklammern so zu befestigen, dass beide Seiten frei hängen. Sind mehrere Handtücher vorhanden, sollten sie nicht übereinander hängen. Ein Abstand von mindestens einer Handbreit zwischen den einzelnen Tüchern verhindert, dass die Feuchtigkeit von einem zum anderen wandert.

Pflanzen brauchen auf kleinen Flächen andere Bedingungen als im Garten. Wind trocknet Substrat und Blätter schneller aus, deshalb sind robuste Arten mit geringem Wasserbedarf sinnvoll. Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Schnittlauch gedeihen in Töpfen mit mindestens zehn Litern Volumen und funktionieren gleichzeitig als Sichtschutz. Hängen Sie Töpfe nicht an die Außenseite der Brüstung, wenn darunter ein Gehweg oder Nachbarbalkon liegt, denn herabfallende Teile und Tropfwasser führen zu Konflikten. Ein Untersetzer pro Topf verhindert Flecken auf dem Boden und beim Nachbarn.