Rechtlich bleibt die Wohnungstür ein heikler Punkt. Änderungen an Schließanlagen, die andere Mieter betreffen, sind ohne Zustimmung unzulässig. Der Einbau eines smarten Schlosses, das nur die eigene Wohnung betrifft und rückstandslos entfernt werden kann, ist meist unproblematisch, solange die Tür danach wieder dem ursprünglichen Zustand entspricht. Bei denkmalgeschützten Türen oder Brandschutztüren ist besondere Vorsicht geboten, weil jede Veränderung die Zulassung berühren kann. Wer unsicher ist, klärt die Frage vor dem Kauf schriftlich mit dem Vermieter. Ein späterer Streit über beschädigte Türblätter oder ungültige Schließanlagen kostet mehr als jede Nachrüstung.
Das Aufmaß entscheidet über Passgenauigkeit und spätere Risse im Putz. Gemessen wird nicht nur die lichte Breite zwischen den Laibungen, sondern auch die Tiefe von der Fensterrahmenvorderkante bis zur Wand. Entscheidend ist das sogenannte Überstandmaß: Die Bank sollte den Rahmen leicht überdecken, aber nicht so weit vorstehen, dass sie zur Stolperfalle wird. Typischer Fehler: Nur einmal in der Mitte messen. Laibungen verlaufen selten parallel, deshalb an drei Stellen messen und den kleinsten Wert verwenden.
Das Budget teilt sich sinnvoll auf: etwa die Hälfte für Bild und Ton, der Rest für Kleinteile. Unterschätzt werden Kabel in ausreichender Länge, ein Mehrfachstecker mit Überspannungsschutz, Wandhalterungen mit Wasserwaage und – bei einem Beamer – eine verdunkelnde Jalousie. Wer beim Sitzabstand spart und den Fernseher zu groß wählt, kauft nach einem Jahr neu. Wer beim Ton spart, hört jeden Abend zu leise mit. Beides kostet mehr als die einmalige, sorgfältige Planung vor dem ersten Kabel.
Vor dem Aufmaß wird die alte Bank vollständig entfernt, samt Mörtelresten und alter Dichtmasse. Danach prüft man die Fensterbanklage: Sie muss nach außen mindestens zwei Grad Gefälle haben, damit Wasser abläuft. Das Aufmaß erfolgt an drei Stellen – links, mittig, rechts – weil Fensterlaibungen selten exakt parallel sind. Gemessen wird die lichte Breite zwischen den Laibungen plus die beidseitige Einbindung ins Mauerwerk, dazu die Ausladung nach vorn. Ein zu knappes Maß führt später zu Fugen, die nicht mehr dicht zu bekommen sind.
Beim Ton sparen die meisten am falschen Ende. Die eingebauten Lautsprecher eines flachen Fernsehers klingen dünn, weil das Gehäuse keinen Resonanzraum bietet. Eine Soundbar unter dem Gerät verbessert das schon deutlich, ersetzt aber kein echtes Surround. Für ein Wohnzimmer ohne Umbau ist ein System aus zwei Regallautsprechern plus Subwoofer und einem AV-Receiver die flexibelste Lösung: Kabel lassen sich hinter der Fußleiste oder unter einem Teppich verstecken, ohne Wände aufzustemmen. Ein Subwoofer direkt an der Wand dröhnt; rücken Sie ihn mindestens eine Handbreit ab und probieren Sie zwei bis drei Positionen aus.
Beim Fernseher gilt als Faustregel: Die Diagonale in Zentimetern multipliziert mit dem anderthalbfachen bis zweieinhalbfachen Wert ergibt den passenden Sitzabstand. Bei einem sehr großen Gerät sitzt man also weiter weg, sonst muss das Auge ständig von Rand zu Rand wandern und ermüdet. Im Wohnzimmer mit Tageslicht ist der Fernseher fast immer die vernünftigere Wahl: Er ist bei eingeschaltetem Licht hell genug, verursacht keine Lüftergeräusche und braucht keine Verdunkelung. Ein Beamer liefert nur dann ein besseres Bild, wenn der Raum abgedunkelt werden kann und der Projektor nicht direkt neben dem Sitzplatz steht.
Bevor gebohrt wird, steht das Aufmaß. Gemessen wird nicht zwischen den Wandflächen, sondern dort, wo die Gardine später hängen soll. Entscheidend ist die lichte Breite der Fensternische plus der Überstand links und rechts, meist 15 bis 20 Zentimeter pro Seite, damit der Stoff das Fenster vollständig abdeckt und seitlich Licht einfällt. Bei Stangen mit Endknäufen kommen deren Länge und die Trägerbreite hinzu, bei Schienen zählt die tatsächliche Schienenlänge inklusive eventueller Verbinder. Wer hier rundet, ärgert sich später über einen Spalt oder eine Stange, die mittig durchs Fenster läuft. Höhe und Abstand zur Decke ebenfalls notieren, denn davon hängt ab, ob Wand- oder Deckenmontage überhaupt möglich ist.
Ein Schrankbett verwandelt eine Einzimmerwohnung in zwei nutzbare Zonen: Wohnen am Tag, Schlafen in der Nacht. Der entscheidende Punkt ist nicht das Möbelstück selbst, sondern die Wand, an der es hängt. Vor dem Kauf muss klar sein, ob die Wand tragfähig ist. Leichtbauwände aus Gipskarton tragen ein Querbett mit Matratze und Mechanik in der Regel nicht ohne zusätzliche Unterkonstruktion. Bei Massivwänden aus Beton oder Ziegel genügen meist handelsübliche Schwerlastdübel. Ein Statiker oder erfahrener Monteur prüft das vor Ort, nicht per Ferndiagnose.
Ein Heimkino im Wohnzimmer scheitert selten am Gerät, sondern an den Maßen. Wer zuerst Fernseher oder Beamer kauft und danach überlegt, wo er sitzt, zahlt zweimal. Zuerst kommt der Sitzplatz, dann die Leinwandgröße, dann der Rest. Messen Sie den Abstand von der Wand bis zur Augenposition auf der Couch, nicht bis zur Rückenlehne. Dieser Wert entscheidet über die Bilddiagonale und über alles Weitere.