Zum Schluss wird alles auf einer Maßskizze im Maßstab 1:10 zusammengeführt, inklusive Wandabständen, Türöffnungsradien und Kabelwegen. Erst wenn diese Zeichnung stimmt, wird der Zuschnitt geplant. Wer so vorgeht, baut einmal und nicht zweimal.
Die Innenmaße folgen aus dem, was hinein soll. Verstärker, Receiver und Spielkonsolen brauchen Lüftungsraum nach oben und hinten. Ein Fach, das exakt auf ein Gerät zugeschnitten ist, wird zur Falle, sobald ein neues Gerät kommt. Rechnet mit zwei bis drei Zentimetern Luft pro Seite. Böden und Seitenwangen sollten mindestens 18 Millimeter stark sein, bei langen, ungestützten Böden eher 25 Millimeter, sonst biegen sie sich unter dem Gewicht durch.
Die Technik verschwindet, nicht die Funktion Für ein sauberes Bild entscheidet die Lage der Anschlüsse. Steckt der Fernseher flach an der Wand, bleiben HDMI- und USB-Ports oft unerreichbar. Abhilfe schaffen Winkeladapter oder eine Halterung mit Abstandshaltern, die einige Zentimeter Luft lässt. Kabel sollten nicht geknickt werden, vor allem nicht direkt am Stecker, sonst brechen feine Litzen. Alle Zuleitungen bündelt man hinter dem Gerät in einem flachen Kanal oder führt sie durch eine Wanddurchführung in einen abgelegenen Bereich, etwa in einen Schrank oder hinter eine Sockelleiste.
Zuerst wird die Wand selbst geprüft. Tragfähiges Mauerwerk oder Beton trägt schwere Halterungen problemlos, Gipskarton braucht je nach Gewicht des Geräts eine Verstärkung oder spezielle Dübel, die sich hinter der Platte verkeilen. Ein Leitungssucher gehört vor jedem Bohrloch zur Pflicht, denn Stromleitungen verlaufen selten dort, wo man sie vermutet. Waagerecht ausrichten, Höhe festlegen, Bohrlöcher markieren, dann erst bohren – wer zuerst bohrt und dann misst, bohrt zweimal.
Vor dem Bohren die Wand prüfen: Leitungssucher verwenden, Strom- und Wasserleitungen verlaufen oft waagerecht oder senkrecht. Ein zu tiefes Loch lässt sich mit Reparaturspachtel verschließen, ein durchbohrtes Kabel wird teuer. Wasserwaage nicht vergessen – ein schief hängender Spiegel fällt stärker auf als eine schiefe Kommode. Zum Schluss: Spiegel nicht direkt an die Heizung hängen, die Wärmestrahlung kann die Verspiegelung langfristig trüben.
Spiegel richtig platzieren, nicht dekorativ verteilen Ein Spiegel wirkt nur dann raumvergrößernd, wenn er etwas Sinnvolles reflektiert. Hänge ihn so auf, dass er ein Fenster, eine helle Wand oder den Blick in einen angrenzenden Raum zeigt. Ein großer, rahmenloser Spiegel an der schmalen Wand eines Flurs kann die Breite optisch verdoppeln. Wichtig: Der Spiegel darf nicht gegenüber von Unordnung oder dunklen Möbeln hängen. Sonst spiegelt er genau das, was den Raum eng macht. Vermeide viele kleine Spiegel. Sie zerschneiden die Fläche und wirken unruhig. Ein oder zwei große Formate reichen.
Typische Fehler wiederholen sich. Der häufigste: Die Rückwand wird geschlossen geplant, obwohl Kabel und Luft durchmüssen. Der zweite: Sockel oder Füße werden vergessen, wodurch das Möbel optisch am Boden klebt und sich schlecht reinigen lässt. Der dritte: Die Wandbeschaffenheit wird ignoriert. Auf Rigips oder Hohlraumdecken hält eine schwere Wohnwand nur mit passenden Dübeln, und dahinter liegende Leitungen müssen vor dem Bohren bekannt sein.
Beim Streichen gilt: zuerst die Kanten mit einem Pinsel, dann die Fläche mit der Rolle. Die Rolle wird in einem W-förmigen Muster geführt und anschließend ohne Druck vertikal nachgezogen, damit keine Bahnen sichtbar bleiben. Zwei dünne Schichten sind besser als eine dicke. Zwischen den Schichten mindestens vier Stunden warten, bei kühler Luft länger. Typische Fehler sind zu schnelles Arbeiten, zu wenig Farbe auf der Rolle und das Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung, wodurch die Farbe zu schnell antrocknet und Kanten entstehen.
Die Stromversorgung gehört an eine dauerhaft erreichbare Steckdose, nicht hinter eine starre Verkleidung. Wer die Dose hinter dem Fernseher versteckt, muss bei jedem Defekt die gesamte Konstruktion demontieren. Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter spart das Ziehen des Steckers und vermeidet Standby-Verbrauch. Bei Wanddurchführungen darauf achten, dass die Öffnung groß genug für alle Stecker ist – nachträglich erweitern bedeutet neuen Dreck und neue Farbe.
Zuerst die Farbwahl: Wände, Decke und große Möbelstücke sollten in einem hellen, warmen Ton gehalten sein. Weiß, Sand, helles Grau oder ein blasses Beige funktionieren, weil sie das Tageslicht breit streuen. Vermeide es, nur eine einzelne Wand hell zu streichen und die anderen dunkel zu lassen. Das erzeugt eine harte Kante, die den Raum kleiner wirken lässt. Streiche stattdessen Decke und Wände im gleichen oder einem sehr ähnlichen Ton. So verschwinden die Grenzen zwischen den Flächen, und der Raum wirkt höher und weiter.
Helle Farben brauchen saubere Kanten. Ein häufiger Fehler ist, helle Wände mit dunklen Fußleisten, dunklen Türrahmen oder schweren Vorhängen zu kombinieren. Diese Linien rahmen den Raum ein und machen ihn optisch kleiner. Wähle Fußleisten, Türblätter und Fensterrahmen in einem Ton, der nur wenig dunkler ist als die Wand. Vorhänge sollten bis zum Boden reichen und in einem hellen, leicht transparenten Stoff gewählt werden. So fällt Licht bis in die letzte Ecke.