Der häufigste Fehler ist das Gießen nach Kalender statt nach Substrat. Calathea will gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Stecken Sie den Finger zwei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich der Bereich trocken an, gießen Sie mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser, bis es unten leicht austritt. Fühlt er sich noch feucht an, warten Sie zwei Tage. Kalkhaltiges Leitungswasser führt zu braunen Blattspitzen, weil die Pflanze überschüssige Salze an den Blatträndern ausscheidet. Regenwasser, gefiltertes Wasser oder abgestandenes Wasser sind die bessere Wahl. Gießen Sie nie in einen Untersetzer, der voll Wasser stehen bleibt – die Wurzeln ersticken sonst innerhalb von Tagen.
Trauermücken sind kleine, dunkle Fliegen, die plötzlich in Scharen aus der Erde von Zimmerpflanzen aufsteigen. Sie stechen nicht, aber ihre Larven fressen an feinen Wurzeln und können Jungpflanzen oder geschwächte Gewächse ernsthaft schädigen. Wer das Problem früh erkennt, kann es meist ohne chemische Keule lösen. Entscheidend ist, die Ursache zu beseitigen: dauerhaft feuchte Erde und organisches Material, das den Larven als Nahrung dient.
Nach dem Lockern sollte der Boden bedeckt bleiben. Eine Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rasenschnitt verhindert, dass Regen die feinen Poren wieder zuschlämmt. Wurzelechte Pflanzen wie Ringelblumen oder Luzerne lockern zusätzlich mit ihren Wurzeln. Vermeide es, verdichtete Bereiche zu betreten, solange sie feucht sind. Typische Fehler sind zu tiefes Graben, das Mischen der Schichten, das Lockern im nassen Zustand und das sofortige Festtreten durch Betreten oder Befahren. Wer diese Punkte beachtet, stellt nach einigen Wochen fest, dass Wasser wieder versickert und Pflanzen kräftiger wachsen.
Der neue Topf und das richtige Substr
Für hängende Gefäße eignet sich die Grünlilie, für den Boden die Monstera, sofern sie nicht zu dunkel steht. Letztere bildet im Halbschatten kleinere Blätter und weniger Blattfenster. Das ist kein Zeichen von Krankheit, sondern eine Anpassung. Wer große, geschlitzte Blätter will, muss den Standort aufhellen oder eine zusätzliche Lichtquelle für einige Stunden am Tag einsetzen.
Beginne mit einer Grabegabel statt mit dem Spaten. Steche die Gabel senkrecht in den Boden und wackele sie vorsichtig vor und zurück, ohne die Erde zu wenden. Arbeite in Bahnen und versetze die Gabel alle 10 bis 15 Zentimeter. So entstehen Risse und Poren, ohne die Schichten zu vermischen. Bei stark verdichtetem Untergrund hilft eine zweite Runde im Abstand von einigen Tagen, nachdem Regen oder Gießwasser eingezogen ist.
Schädlinge treten meist dann auf, wenn die Pflanze bereits geschwächt ist. Spinnmilben hinterlassen feine Gespinste an den Blattunterseiten, Thripse silbrige Streifen. Isolieren Sie die Pflanze, erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und behandeln Sie die Blattunterseiten gründlich mit einem feuchten Tuch. Chemische Mittel sind selten nötig, wenn die Kulturbedingungen stimmen. Calathea ist keine schwierige Pflanze – sie ist eine Pflanze, die klare Bedingungen braucht. Wer diese erfüllt, wird mit ruhigem Wuchs und auffälliger Blattzeichnung belohnt.
Prüfe die Verdichtung, bevor du irgendetwas umgräbst. Grabe ein Loch von etwa einem Spatenblatt Tiefe und betrachte die Wand. Waagerechte, glänzende Schichten deuten darauf hin, dass sich Feinteile abgesetzt haben und Poren verschlossen sind. Drücke dann mit dem Daumen in verschiedene Tiefen. Lässt sich der Boden kaum eindrücken, liegt eine Verdichtung vor, die Wurzeln und Wasser blockiert.
Die Grünlilie und der Drachenbaum gehören ebenfalls zu den Klassikern. Beide tolerieren diffuses Licht, reagieren aber empfindlich auf Kalk. Gieße sie mit abgestandenem oder gefiltertem Wasser. Beim Drachenbaum ist der typische Fehler, ihn direkt neben die Heizung zu stellen. Die trockene Luft führt zu braunen Blattspitzen, obwohl das Licht völlig ausreicht. Die Schusterpalme, auch Aspidistra, ist die unempfindlichste Wahl für dunkle Ecken. Sie wächst langsam, deshalb nicht düngen, um das Wachstum anzukurbeln.
Bei stark verfilzten Kolonien hilft ein mehrstufiges Vorgehen. Zuerst den Stamm mit einem feuchten Tuch abwischen, um Staub und Honigtau zu lösen. Danach die Läuse mit einer Bürste abstreifen. Anschließend die Stelle mit einem in Seifenlauge getauchten Tuch nachwischen, denn Seifenlauge löst die Wachsschicht der Läuse an und erleichtert das Ablösen. Nach dem Trocknen die Rinde mit einer Mischung aus Wasser und etwas Öl einreiben, damit die Oberfläche glatt bleibt und sich neue Läuse schlechter festsetzen können. Diese Behandlung wiederholt man alle sieben bis zehn Tage, bis keine neuen Kolonien mehr auftauchen.
Blattrollen hat mehrere Ursachen: Trockenheit, Zugluft, direkte Sonne oder ein plötzlicher Standortwechsel. Prüfen Sie zuerst die Erde, dann die Luftfeuchtigkeit, dann das Licht. Braune Blattspitzen deuten fast immer auf kalkhaltiges Wasser oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit hin. Schneiden Sie betroffene Blätter nicht komplett ab, solange der grüne Teil noch Photosynthese leistet. Entfernen Sie nur den braunen Rand mit einer sauberen Schere, ohne das gesunde Gewebe zu verletzen.