Passen die neuen Griffe nicht zum vorhandenen Lochbild, müssen neue Bohrungen gesetzt werden. Das ist der heikelste Schritt. Alte Löcher lassen sich mit Holzkitt oder Reparaturwachs in Frontfarbe verschließen, wirklich unsichtbar werden sie aber selten. Besser ist es, ein Griffmodell zu wählen, das die alten Bohrpunkte überdeckt oder exakt nutzt. Beim Bohren unbedingt mit einem feinen Holzbohrer arbeiten, die Stelle mit Kreppband abkleben und langsam bohren, damit die Oberfläche nicht ausreißt. Bei lackierten oder folierten Fronten kann ein zu schneller Bohrer den Lack platzen lassen.
Folienfronten brauchen eine andere Behandlung. Hier reicht ein feuchtes Mikrofasertuch mit milder Seifenlauge, danach trocken nachwischen. Lösungsmittelhaltige Reiniger, Aceton oder scharfe Alkohole greifen die Klebeschicht an und führen dazu, dass sich die Folie an den Kanten ablöst. Wenn sich die Folie bereits wellt, hilft nur der Austausch der betroffenen Tür. Gleiches gilt für aufgequollene Spanplatten: Feuchtigkeit, die einmal ins Innere gezogen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
Klebepads und Haken mit Klebeband funktionieren nur auf tragfähigem Untergrund. Fliesen, Glas, Metall und lackierte Flächen nehmen sie gut auf, Raufaser, Kalkputz und gestrichene Wände mit Struktur eher schlecht. Vor dem Anbringen die Fläche mit Alkohol reinigen und vollständig trocknen lassen. Nach dem Aufkleben mindestens zwölf, besser vierundzwanzig Stunden warten, bevor etwas eingehängt wird. Wer sofort belädt, riskiert, dass der Kleber noch weich ist und die Halterung mitsamt Inhalt abrutscht.
Wärmebrücken im Dachgeschoss entstehen dort, wo Bauteile mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit zusammentreffen: Sparren aus Vollholz neben Dämmmatten, Mauerwerk neben Dachlatten, Kehlbalken neben Zwischensparrendämmung. An diesen Stellen fließt Wärme schneller nach außen als durch die umgebende Dämmebene. Die Folge sind kalte Innenflächen, Tauwasserausfall und mit der Zeit dunkle Flecken an der Decke oder den Schrägen. Wer das früh erkennt, kann nachbessern, ohne gleich das ganze Dach zu öffnen.
Nach dem Teilen werden die Schnittstellen mit einem sauberen Tuch abgetupft, nicht mit Wasser ausgespült. Die neuen Töpfe haben nur wenig größeren Durchmesser als der Wurzelballen; zu viel Erde um die Wurzeln speichert Feuchtigkeit und fördert Fäulnis. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Blumenerde, Perlite und Rinde, die Wasser schnell ableitet. In den ersten zwei Wochen bleibt die Erde leicht feucht, nicht nass. Gedüngt wird erst nach sechs bis acht Wochen, wenn neues Blattwachstum sichtbar ist.
Für Mietküchen sind Klemmregale zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank oder zwischen zwei Wänden oft die stabilste Lösung. Sie stützen sich über Spindeln ab und tragen deutlich mehr als Klebehaken. Wichtig ist, dass die Auflageflächen eben und nicht zu glatt sind, sonst verrutscht das Gestell. Zwischen Fliesen und Arbeitsplatte empfiehlt sich eine dünne Gummiauflage, damit nichts zerkratzt. Ein weiterer Klassiker: Hakenleisten, die über die Schranktür gehängt werden. Sie eignen sich für Tassen, Schneebesen und Topflappen, solange die Tür nicht zu dünn ist und das Scharnier das Zusatzgewicht trägt.
Ein dritter typischer Fehler betrifft die Hinterlüftung. Wird die Dämmung bis an die Unterspannbahn gedrückt, kann Feuchtigkeit nicht abgeführt werden. Lasse zwischen Dämmung und Unterdeckbahn einen Luftspalt, sofern die Bahn diffusionsoffen ist. Bei diffusionsdichten Bahnen oder Blechen ist eine Hinterlüftungsebene zwingend, sonst sammelt sich Kondensat direkt an der kalten Außenhaut.
Wo Feuchtigkeit und Luftbewegung die Dämmung unterlaufen Eine zweite, oft unterschätzte Schwachstelle ist die Luftdichtheitsebene. Wenn die Dampfbremse an den Rändern nicht verklebt ist oder über die Jahre porös wurde, strömt warme Raumluft in die Dämmung. Dort kühlt sie ab, Feuchtigkeit schlägt sich nieder, und die Dämmwirkung sinkt. Prüfe daher alle Stöße, Anschlüsse an Mauerwerk und Durchdringungen. Klebebänder müssen auf staubfreiem Untergrund sitzen; auf rauem Holz oder Mauerwerk hält kaum ein Band dauerhaft. Hier hilft eine Vorbehandlung mit einem geeigneten Haftgrund oder eine mechanische Fixierung mit Latten und Dichtmasse.
Bei Sanierungen im bewohnten Zustand ist der Zeitpunkt wichtig: Arbeite nur bei trockener Witterung und möglichst außerhalb langer Regenperioden. Feuchte Dämmung, die eingebaut wird, trocknet im geschlossenen Dachstuhl kaum aus. Kontrolliere nach dem Einbau mit einem Feuchtemessgerät an mehreren Punkten. Wer unsicher ist, ob die Konstruktion tauwasserfrei bleibt, kann eine rechnerische Bewertung nach den anerkannten Regeln der Technik erstellen lassen – das kostet weniger als eine spätere Sanierung des gesamten Dachstuhls.
Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Dazu gehört, die Dämmung an mehreren Stellen vorsichtig zu öffnen – an der Traufe, am First, rund um Dachfenster und an Durchdringungen von Kaminen oder Lüftungsrohren. Häufig zeigt sich, dass die Dämmung zwar dick genug ist, aber mit Spalten von mehreren Zentimetern zum Holz sitzt. Genau diese Spalten sind die wirksamsten Wärmebrücken. Stopf sie nicht mit zusammengedrückter Wolle, denn komprimiertes Material dämmt schlechter als lose verlegte Ware. Besser ist es, den Hohlraum mit passend zugeschnittenen Streifen im Gefachmaß zu füllen, sodass die Dämmung satt anliegt, ohne gequetscht zu werden.