Zuerst wird der Rahmenfalz gründlich gereinigt. Alte Dichtungsreste, Staub und Fettrückstände entfernen, sonst haftet weder Klebeband noch Dichtstoff. Die Nut mit einer schmalen Bürste ausfegen und anschließend mit einem fusselfreien Tuch abwischen. Ist der Untergrund feucht, unbedingt trocknen lassen – auf nassem Kunststoff oder Holz hält keine Klebeverbindung. Beschläge und Entwässerungsöffnungen nicht zukleben, sie müssen frei bleiben, damit Kondenswasser ablaufen kann.
Regenwasser dringt am häufigsten nicht durch die Glasscheibe, sondern über den Rahmenfalz ein – jene schmale Nut zwischen Fensterflügel und Blendrahmen, in der sich Dichtungen und Beschläge befinden. Eine Bürstendichtung kann diesen Bereich wirksam abschirmen, doch sie muss richtig dimensioniert und eingebaut werden. Wird sie nur oberflächlich eingeklebt, saugt sie Wasser wie ein Docht und leitet es direkt ins Mauerwerk. Entscheidend sind daher Vorbereitung, Passgenauigkeit und die richtige Einbaulage.
Die Falztiefe entscheidet über die Klemmwirkung. Unter 15 Millimetern hält kaum ein Standardträger zuverlässig, weil die Auflagefläche fehlt. Prüfen Sie außerdem, ob der Falz lackiert, gefräst oder mit Dichtung versehen ist. Eine Gummidichtung im Falz verhindert das Einrasten und sollte vor der Montage entfernt oder überbrückt werden. Bei Kunststofffenstern mit Hohlkammerprofil ist Vorsicht geboten: Zu festes Anziehen der Klemmträger kann den Rahmen verformen. Hier lieber auf Spannsysteme mit breiter Auflage setzen.
Plissee ohne Bohren wird meist über Klemmträger in den Fensterfalz gespannt. Das funktioniert nur, wenn der Falz gerade, sauber und tief genug ist. Gemessen wird nicht die Glasfläche, sondern die lichte Weite zwischen den beiden Falzen, also der Abstand von der linken inneren Kante zur rechten inneren Kante. Ein Maßband reicht, besser ist eine Schieblehre für die Falztiefe. Notieren Sie Breite und Höhe an drei Stellen: oben, in der Mitte, unten. Der kleinste Wert zählt, sonst klemmt das Plissee oder fällt heraus.
Die Bürstendichtung richtig zuschneiden und einsetzen Die Bürstendichtung wird auf die lichte Weite des Falzes zugeschnitten, nicht auf den sichtbaren Spalt. Ein zu langes Stück wellt sich und drückt die Borsten platt, ein zu kurzes lässt an den Ecken Lücken. Als Faustregel gilt: Die Borsten müssen den Gegenrahmen leicht berühren, ohne stark gebogen zu werden. Beim Einbau in die hintere Falzkammer setzen, nicht in die vordere Entwässerungsebene. So bleibt der Wasserabfluss gewährleistet und die Dichtung arbeitet als zusätzliche Sperre, nicht als Staudamm.
Heizen Sie das Schlafzimmer ausreichend, auch wenn es nur zum Schlafen genutzt wird. Eine Raumtemperatur von etwa 16 bis 18 Grad ist ausreichend, aber die Wand sollte nicht deutlich kälter sein. Wird das Zimmer gar nicht geheizt, kühlt die Außenwand weiter aus, und die Feuchtigkeit aus der Atemluft und dem Wäschetrocknen kann sich leichter niederschlagen. Wer die Heizung im Schlafzimmer ganz abstellt, riskiert genau die kalten Wandflächen, an denen Schimmel entsteht.
Für die Verkabelung bedeutet das: Der Außenleiter wird auf die Versorgungsklemme des Relais gelegt, der geschaltete Lampendraht auf den Steuereingang, der Ventilator auf den Ausgang. Neutralleiter und Schutzleiter werden durchgeschleift. Wer die Aderfarben nicht sicher zuordnen kann, misst nach dem Freischalten jede Ader gegen den Schutzleiter und untereinander. Ein häufiger Fehler ist, den blauen Neutralleiter als geschalteten Leiter zu verwenden, weil er im Schalter falsch aufgelegt wurde. Das führt im besten Fall zu einem Kurzschluss, im schlechteren zu einem Stromschlag beim nächsten Lampenwechsel.
Typische Fehler: zu kleiner Querschnitt im Abluftrohr, fehlende Rückschlagklappe, Sensor falsch kalibriert, Ventilator direkt neben der Tür montiert. Wer diese Punkte vor dem Bohren klärt, spart sich den zweiten Anlauf.
Nach dem Einbau den Falz mit einem Wasserschlauch testen, aber ohne Druck direkt auf die Dichtung zu spritzen. Zeigt sich nach mehreren Minuten Feuchtigkeit im Innenbereich, sitzt die Dichtung zu locker oder der Falzgrund ist nicht entwässert. Dann nachjustieren, nicht einfach nachkleben. Eine korrekt sitzende Bürstendichtung verhindert nicht jede Feuchtigkeit, sie hält aber den Großteil des Regenwassers ab und schützt so Beschläge und Dämmung vor langfristigen Schäden.
Ein häufiger Fehler ist die Montage auf der Wetterseite ohne hintere Entlastung. Dann drückt der Wind Regen direkt in die Borsten, die das Wasser zwar aufnehmen, aber nicht ableiten können. Besser ist eine Kombination: außen eine wasserabweisende Lippe, dahinter die Bürstendichtung als zweite Barriere. Auch das Einbauen in eine bereits nasse Nut führt dazu, dass Feuchtigkeit eingeschlossen wird und später Schimmel entsteht. Wer die Dichtung nur einseitig anbringt, übersieht die Bewegung des Flügels – bei Sonneneinstrahlung dehnt sich der Rahmen aus und reibt die Borsten auf.