Vor dem Bau muss klar sein, was hinter der Wand liegt. Bei einer Massivwand aus Ziegel oder Beton reichen Universaldübel in passender Größe. Bei Trockenbau oder Holzständerwerk sind Hohlraumdübel oder das Treffen der Ständer zwingend. Eine einfache Klopfprobe hilft, die Ständer zu finden; ein Leitungssucher zeigt, wo Stromkabel verlaufen. Wer blind bohrt, beschädigt im schlimmsten Fall eine Dampfsperre oder ein Kabel.
Ein Karton ist kein Fundament. Seine Stabilität hängt von Material, Füllgrad und Feuchtigkeit ab. Ein voller Karton mit Büchern wiegt schnell mehr als ein halb leerer mit Kleidung. Wer schwere Kartons unten und leichte oben stapelt, verteilt die Last falsch. Richtig ist das Gegenteil: schwere Einheiten nach unten, leichte nach oben. Zwischen zwei Lagen gehört eine stabile Zwischenplatte aus Holz oder fester Pappe, damit der Druck nicht auf den Kanten der darunterliegenden Kartons lastet. Ohne diese Trennung brechen die Seitenwände ein, und der Turm sackt in sich zusammen.
Ein Dachboden ist in der Regel für leichte Nutzung ausgelegt: Lagerung von Kartons, Kleidung, Weihnachtsschmuck. Die Deckenkonstruktion besteht oft aus Sparren und einer dünnen Schalung oder einem Estrich auf einer Holzbalkendecke. Diese Bauteile haben eine begrenzte Tragfähigkeit, die in der Statik meist mit einer Nutzlast von 1,0 bis 1,5 kN pro Quadratmeter angegeben wird. Das entspricht etwa 100 bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Wer diesen Wert überschreitet, riskiert Durchbiegung, Risse oder im schlimmsten Fall den Einsturz.
Vor dem endgültigen Anschrauben sollte das Regal immer probeweise ausgerichtet werden. Eine Wasserwaage an der Vorderkante zeigt, ob das Möbel im Lot steht. Nach dem Verschrauben folgt der wichtigste Test: Das Regal mit der Hand nach vorn ziehen. Bewegt es sich, sitzt die Befestigung nicht fest genug. Erst wenn es keinerlei Spiel hat, können die Böden eingelegt und belastet werden.
Laien unterschätzen vor allem das Gewicht von Aktenordnern, Büchern, Getränkekisten oder Werkzeug. Ein einziger Regalmeter voller Akten kann schnell 50 Kilogramm wiegen. Wird dieses Gewicht auf kleiner Fläche abgestellt, entsteht eine Punktlast, die die Decke örtlich stark belastet. Auch schwere Möbel oder ein Wasserbett auf dem Dachboden sind problematisch. Typische Fehler sind das Aufstellen von schweren Regalen ohne Lastverteilung, das Abstellen von Farbeimern direkt auf der Decke und das Ignorieren von Durchbiegungen, die sich schleichend entwickeln.
Ein häufiger Fehler ist, den Dachboden mit Folie abzudichten, ohne die Feuchtigkeit vorher zu stoppen. Dann sammelt sich das Wasser hinter der Folie, und die Balken faulen unbemerkt. Ebenso falsch ist es, den Raum mit Heizlüftern trocken zu halten. Das erhöht die Temperatur, aber nicht die Feuchtigkeitsabfuhr, und treibt die Kosten hoch. Wer den Dachboden nur als Lager nutzt, sollte auf Dinge verzichten, die Feuchtigkeit ziehen. Kleidung, Bücher, Elektronik und Lebensmittel gehören in geschlossene Behälter mit dichten Deckeln.
Wer das Regal an einer Schräge mit Dämmung baut, darf die Dampfsperre nicht verletzen. Jede Durchdringung muss luftdicht abgeklebt werden, sonst dringt Feuchtigkeit in die Dämmung und es kommt zu Schimmel. Hierfür eignen sich spezielle Klebebänder, die dauerhaft haften. Normales Paketband ist ungeeignet, weil es austrocknet und abfällt.
Für die Lagerung eignen sich trockene, gut belüftete Räume. Keller mit feuchten Wänden sind ungeeignet, ebenso Garagen, in denen sich Kondenswasser bildet. Die Auflagen nicht flach auf den Boden legen, sondern auf Regale, Paletten oder in atmungsaktive Aufbewahrungsboxen. Plastiktüten oder Vakuumbeutel sind ungeeignet, weil sie Restfeuchtigkeit einschließen und Schimmel begünstigen. Wer mehrere Auflagen stapelt, sollte sie nicht pressen, sondern locker übereinanderlegen, damit Luft zirkulieren kann.
So verteilt man das Gewicht richt
Ein Dachboden ohne Dämmung wirkt zunächst wie ein trockener, unkomplizierter Raum. In der Praxis entsteht Feuchtigkeit dort oft genau deshalb, weil die Dämmung fehlt und die warme Luft aus dem Wohnbereich ungehindert nach oben steigt. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte. Trifft sie auf die kalte Unterseite der Dachhaut, kühlt sie ab, und der überschüssige Dampf schlägt sich als Kondenswasser nieder. Dieses Wasser tropft auf Balken, Latten und gelagertes Gut. Schimmel und Fäulnis sind die Folge, nicht die Ausnahme.
Was ohne Dämmung tatsächlich hilft Zuerst muss klar sein, woher die Feuchtigkeit kommt. Ein Hygrometer zeigt die relative Luftfeuchte, ein Thermometer die Temperatur. Liegt die Oberflächentemperatur der Dachhaut unter dem Taupunkt der Raumluft, kondensiert Wasser. Messungen an mehreren Stellen über einige Tage bringen mehr als eine einmalige Kontrolle. Danach lüftet man den Dachboden gezielt: kurz, aber kräftig, am besten morgens, wenn die Außenluft kühl und trocken ist. Dauerhaft gekippte Fenster bringen im Winter kaum etwas und kühlen die Bauteile zusätzlich aus.