Mehr Federn pro Fläche bedeuten in der Regel eine feinere Abstützung. Der Körper wird an mehr Punkten getragen, Druckstellen entstehen seltener, und die Matratze passt sich besser an Schulter und Becken an. Das gilt vor allem für leichte Personen und für Seitenschläfer. Allerdings ist die Dichte nicht das einzige Kriterium. Der Härtegrad der Federn, die Anzahl der Windungen, die Qualität des Stahls und die Polsterauflagen darüber entscheiden genauso mit. Eine hohe Federzahl bei weichem Draht und dünner Auflage bringt wenig.
Nach der Reparatur den Rahmen einige Nächte testen. Bleibt es still, war die Ursache beseitigt. Knarrt es weiter, sitzt das Problem oft nicht in der Ecke, sondern in der Auflage oder im Lattenrost. Dann lohnt es sich, auch diese Bereiche zu prüfen, bevor man erneut an den Eckverbindungen arbeitet.
Knarzen im Bettrahmen entsteht fast immer durch Bewegung an den Verbindungsstellen. Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit, Metall lässt nach, und mit der Zeit lockern sich Schrauben und Verbindungsbeschläge. Das Geräusch tritt meist dort auf, wo zwei Bauteile aufeinandertreffen und sich minimal gegeneinander verschieben. Bevor du also irgendetwas austauschst oder neu kaufst, lohnt sich der Blick auf die Schrauben – oft ist das die eigentliche Ursache.
Worauf man beim Federkern und den Taschen achten mu
So gehst du beim Nachziehen der Schrauben richtig vor Prüfe jede Schraube einzeln mit dem passenden Werkzeug. Ein zu großer Schraubendreher rutscht ab und beschädigt den Kopf, ein zu kleiner dreht die Schraube rund. Bei Inbusschrauben nimmst du den exakt passenden Schlüssel, bei Kreuzschlitz einen gut sitzenden Bit. Ziehe zunächst alle Schrauben handfest an, ohne Gewalt. Erst wenn alle sitzen, gehst du noch einmal herum und ziehst sie gleichmäßig nach. Wichtig: nicht eine Schraube komplett anknallen, während die anderen locker bleiben – das verzieht den Rahmen und erzeugt neue Spannungen.
Nehmen Sie sich eine Ecke nach der anderen vor. Prüfen Sie zuerst alle Schrauben und Muttern mit dem passenden Werkzeug. Ein häufiger Fehler ist, nur nachzuziehen, ohne die Verbindung zu entlasten. Entfernen Sie zuerst die Matratze und den Lattenrost, damit kein Gewicht auf dem Rahmen lastet. Ziehen Sie dann die Schrauben über Kreuz an: erst eine Schraube leicht, dann die gegenüberliegende, danach die beiden übrigen. So vermeiden Sie, dass sich der Rahmen verzieht.
Zuerst wird die tatsächliche Liegefläche gemessen, nicht die Außenmaße des Bettgestells. Entscheidend ist der Innenraum zwischen den Seitenteilen, in dem die Matratze aufliegt. Gemessen wird an der breitesten und der längsten Stelle, jeweils an mehreren Punkten, denn Holz arbeitet und Rahmen sind selten exakt rechtwinklig. Schon ein Zentimeter Abweichung kann später dafür sorgen, dass die Matratze klemmt oder hin- und herwandert. Notiert werden Breite und Länge in Zentimetern, ohne Zugabe.
Kontrolliere die Schrauben anschließend etwa alle sechs Monate, besonders bei Massivholzbetten und in Räumen mit stark schwankender Luftfeuchtigkeit. Ein trockener Raum im Winter lässt Holz schrumpfen, wodurch sich Verbindungen lockern. Feuchte Sommerluft lässt es quellen und verspannt den Rahmen. Wer regelmäßig nachzieht und die Auflagen im Blick behält, hält das Bett dauerhaft ruhig – ganz ohne Ersatzteile oder neuen Rahmen.
Typische Fehler sind zu starkes Anziehen, wodurch das Holz reißt oder Gewinde ausreißen, und das Überspringen versteckter Verbindungen. Manche Rahmen haben zusätzliche Winkel, Exzenterbeschläge oder Querstreben, die eigene Schrauben besitzen. Auch diese kontrollierst du. Prüfe außerdem, ob zwischen den Auflageflächen Filzgleiter, Unterlegscheiben oder dünne Gummiplättchen sitzen. Fehlen sie, reiben Holz auf Holz oder Metall auf Metall – das knarzt trotz fester Schrauben weiter.
Zuerst leerst du das Bett vollständig. Matratze, Lattenrost und Bettzeug herunter, damit du an alle Rahmenteile herankommst und das Gestell nicht durch Gewicht verspannt ist. Dreh das Bett vorsichtig auf die Seite, wenn es die Bauweise zulässt, oder arbeite im Stand. Lege eine Decke unter, damit der Rahmen keine Kratzer bekommt. So siehst du auch verborgene Verbindungen an der Unterseite, die im aufgebauten Zustand kaum erreichbar sind.
Nach dem Nachziehen stellst du das Bett wieder auf und belastest es vorsichtig an verschiedenen Stellen: am Kopfende, am Fußende, an den Seiten. Knarzt es noch, lokalisierst du die Stelle genauer, indem du einzelne Bereiche leicht anhebst oder mit der Hand zusammendrückst. Oft ist dann nicht die Schraube das Problem, sondern eine lose Verbindungsstelle, ein trockener Dübel oder eine Auflage, die verrutscht. In solchen Fällen hilft es, die Kontaktflächen dünn mit Wachs oder Seife zu behandeln – das reduziert die Reibung, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen.