Die gemischte Aufstellung hat einen unterschätzten Vorteil: Sie verhindert Schubladendenken beim Hören. Wer immer nur im Jazz-Block stöbert, entdeckt selten die Elektronik-Platte daneben. Gemischt aufgestellte Sammlungen führen zu zufälligen Begegnungen und damit zu anderer Musik als geplant. Der Preis dafür ist ein langsamerer Zugriff, wenn gezielt eine bestimmte Platte gesucht wird. Wer diesen Nachteil akzeptiert, gewinnt klangliche Abwechslung.
Die einfachste Variante ist ein transportables Setup auf einem Rollwagen oder einem stabilen Beistelltisch. Der Beamer bleibt dabei ständig angeschlossen an Strom, Zuspieler und gegebenenfalls Tonausgabe. Ein einziger Griff genügt, um das gesamte Ensemble in den Schrank oder in eine Nische zu schieben. Wichtig ist, dass der Wagen über eine Kabelklemme oder eine Kabelbox verfügt, damit die Leitungen beim Bewegen nicht herausgerissen werden. Typischer Fehler: offene Kabel, die sich beim Rangieren verheddern oder an scharfen Kanten durchscheuern.
Die Längswand ist die längere der beiden Seitenwände. Sie bietet oft mehr Platz für ein breites Regal oder eine niedrige Kommode unter dem Gerät. Der Vorteil: der Betrachtungswinkel bleibt stabil, wenn das Sofa parallel zur Wand steht. Der Nachteil: bei seitlichem Lichteinfall von einem Fenster an der gegenüberliegenden Wand entstehen Reflexionen, die sich nur mit Vorhängen oder Jalousien mildern lassen. Ein typischer Fehler ist, den Fernseher an der Längswand zu hoch zu montieren. Die Oberkante des Bildschirms sollte auf Augenhöhe liegen, wenn man sitzt. Wer im Liegen schaut, braucht eine höhere Position, aber dann leidet die Nackenmuskulatur beim normalen Sitzen.
Zuerst den Standort des Fernsehers festlegen. Entscheidend ist nicht die Wand, an der er hängt, sondern die Sitzposition, von der aus die längste zusammenhängende Sitzfläche genutzt wird. Bei einem klassischen Ecksofa gibt es zwei Schenkel: einen längeren und einen kürzeren. Der Fernseher sollte so ausgerichtet werden, dass seine Bildmitte auf den längeren Schenkel zeigt. Wer auf dem kurzen Schenkel sitzt, blickt sonst im spitzen Winkel auf das Display und sieht bei LCD-Geräten schnell einen deutlichen Helligkeitsabfall.
Die Stirnseite ist die Wand, die dem Eingang oder der Hauptsitzfläche direkt gegenüberliegt. Sie eignet sich, wenn der Raum schmal und lang ist, weil der Betrachtungsabstand dann über die Raumtiefe entsteht. Ein häufiger Fehler: der Fernseher wird mittig auf die Stirnseite gesetzt, obwohl links oder rechts eine Tür oder ein Durchgang liegt. Dann wirkt der Raum asymmetrisch, und das Kabelmanagement wird zum Problem. Besser ist es, die Position an der Sitzgelegenheit auszurichten, nicht an der Wandmitte. Bei einer Stirnseite mit Fenster daneben sollte der Fernseher nicht direkt an die Kante gesetzt werden, weil der Kontrast zwischen hellem Fenster und dunklem Bild die Augen ermüdet.
Beim Verstecken der Kabel werden typische Fehler gemacht. Kabel werden zu straff gezogen, besonders um Ecken. Das belastet die Stecker und kann die Litzen brechen. Besser ist immer eine leichte Reserve von einigen Zentimetern. Ein weiterer Fehler: Kabel werden mit Heißkleber oder starkem Klebeband direkt auf Lack oder Furnier geklebt. Beim Ablösen entstehen Schäden. Klettbänder und Clips mit Klebepolster sind die bessere Wahl. Wer Kabel hinter einer Fußleiste verlegt, sollte prüfen, ob die Leiste abnehmbar ist und ob die Kabel nicht gequetscht werden.
Eine dritte Möglichkeit ist eine Deckenschiene mit Laufwagen. Der Beamer hängt an einem Schlitten, der auf einer kurzen Schiene seitlich unter ein Regal oder hinter einen Vorhang geschoben wird. Diese Lösung eignet sich für Räume mit abgehängter Decke, in der die Schiene unsichtbar verschwindet. Der Einbau erfordert jedoch tragfähige Befestigungspunkte. Wer die Schiene nur in Gipskarton schraubt, riskiert, dass das Gewicht des Beamers samt Halterung früher oder später aus der Decke bricht.
Typische Fehler: Viele stellen den Fernseher in die Zimmerecke, direkt über die Sofaecke. Dann sitzt niemand frontal, und der Ton kommt von einer Seite. Ebenso problematisch ist ein Fernseher, der höher als die Augenhöhe im Sitzen montiert wird. Wer auf dem Sofa zur Seite schaut und zusätzlich nach oben blicken muss, verkrampft schnell. Besser ist eine Montage, bei der die Oberkante des Bildschirms etwa auf Augenhöhe liegt.
Unabhängig von der Mechanik gilt: Vor dem Verstauen sollte der Beamer vollständig abkühlen. Die Lampe oder LED-Einheit läuft im Betrieb heiß, und ein sofortiges Einschließen in einen geschlossenen Schrank staut die Wärme. Das verkürzt die Lebensdauer der Lichtquelle erheblich. Ebenso wichtig ist eine staubarme Aufbewahrung. Ein Beamer, der offen auf dem Regal steht, zieht Staub in die Lüftungsöffnungen. Eine einfache Abdeckhaube aus Baumwolle oder ein weicher Beutel verhindert das, ohne die Luftzirkulation beim nächsten Start zu behindern.