Ein Vorhang hingegen ist die flexibelste und günstigste Lösung, aber auch diejenige mit den meisten ästhetischen und funktionalen Nachteilen. Achten Sie beim Kauf auf eine Stange, die wirklich stabil an der Wand befestigt wird – viele Modelle werden nur geklemmt und fallen nach einigen Monaten herunter. Die Stange sollte so montiert sein, dass der Vorhang mindestens 30 Zentimeter über dem Duschrand hängt, damit er nicht als „Wassersammler” fungiert. Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines zu leichten Vorhangs, der bei jeder Bewegung an den Körper klebt. Verwenden Sie eine beschwerte Unterkante oder einen zweiten, inneren Vorhang aus Kunststoff, der das Wasser besser abhält. Vergessen Sie nicht, die Stange regelmäßig zu reinigen, da sich in den Halterungen schnell Schimmel bildet.
Zum Abschluss: Kontrollieren Sie nach dem Eingriff die Heizung über einen Tag hinweg. Stellen Sie sicher, dass keine weiteren Geräusche auftreten und alle Räume gleichmäßig warm werden. Wiederholen Sie das Entlüften bei Bedarf nach einigen Tagen, da sich Restluft erst später löst. Mit dieser Routine bleibt die Anlage effizient, und Sie sparen Heizkosten, ohne auf Komfort zu verzichten. Wenn Sie merken, dass die Heizung trotzdem Probleme macht, kann eine hydraulische Abgleich durch einen Fachbetrieb sinnvoll sein – das ist jedoch nur nötig, wenn die Grundjustierung nicht ausreicht.
Unabhängig von der gewählten Variante sollten Sie immer eine Wasserdichtigkeitsprüfung durchführen, bevor Sie die Dusche in Betrieb nehmen. Stellen Sie einen Eimer mit Wasser in die Dusche und beobachten Sie, ob an den Übergängen zur Wand Feuchtigkeit austritt. Ein weiterer Punkt ist die Reinigung: Glaswände benötigen regelmäßig einen Glasreiniger, der Kalk löst, während Vorhänge in der Waschmaschine gewaschen werden können. Klebeprofile hingegen dürfen niemals mit scheuernden Reinigungsmitteln behandelt werden, da dies die Klebefläche beschädigt. Planen Sie also auch die Folgekosten und den Pflegeaufwand ein, bevor Sie sich entscheiden.
Am Ende zählt nicht die Marke, sondern die korrekte Montage und die regelmäßige Pflege. Entkalken Sie Perlatoren und Duschköpfe alle zwei Monate mit handelsüblichem Essig oder Zitronensäure. Dazu den Einsatz in die Lösung legen und einwirken lassen. Verkalkte Düsen verringern die Luftbeimischung und erhöhen den Druckverlust. Mit einem sauberen Perlator sparen Sie auch Jahre später noch Wasser – vorausgesetzt, Sie haben den Durchfluss nicht manipuliert. Manche Modelle besitzen eine kleine Lösekappe, um die Düsenplatte zu reinigen. Nutzen Sie diese Funktion, denn sie verlängert die Lebensdauer deutlich.
Die Vorbereitung entscheidet über den späteren Erfolg. Alte Tapetenreste müssen restlos entfernt werden, ebenso lose Putz- oder Farbpartikel. Der Untergrund sollte trocken, fettfrei und möglichst glatt sein. Unebenheiten gleichen Sie mit Spachtelmasse aus und schleifen die Fläche nach dem Trocknen glatt. Ein wichtiger Schritt ist das Grundieren der Wand, denn sie saugt danach weniger Feuchtigkeit aus dem Kleister. Das verhindert, dass die Bahnen zu schnell antrocknen und sich später Blasen bilden. Planen Sie genügend Zeit für diese Arbeiten ein, denn eine gut vorbereitete Wand ist die halbe Arbeit.
Wer einen Spiegelschrank im Bad nachrüsten möchte, steht oft vor drei Fragen: Woher kommt der Strom, welche Dübel halten in der Wand, und wie viel Stauraum brauche ich wirklich? Wer diese Punkte nicht klärt, riskiert Bohrschäden, wackelige Montagen und ein Kabelchaos. Dabei lässt sich das Ganze mit einer durchdachten Planung in einem Nachmittag sauber umsetzen – vorausgesetzt, man geht in der richtigen Reihenfolge vor.
Worin unterscheiden sich Grohe und Hansgrohe bei der Durchflussmenge? Grohe verwendet bei vielen Perlatoren eine sogenannte EcoJoy-Technologie, die den Durchfluss auf sechs Liter pro Minute begrenzt. Hansgrohe setzt bei seinen Sparduschköpfen auf die AirPower-Technologie, die bis zu dreißig Prozent Wasser einspart. Praktisch bedeutet das: Bei gleichem Duschgefühl fließt weniger Wasser durch den Schlauch. Beide Hersteller bieten Modelle mit Strahlartenumstellung, etwa für Massage oder Regen. Achten Sie beim Kauf auf die Angabe des Durchflusses pro Minute – nicht auf die Strahlart. Je niedriger der Wert, desto größer die Ersparnis, aber auch desto geringer der Komfort.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Wahl zwischen Vorhang, Klebeprofil und Glaswand hängt nicht nur vom Budget ab, sondern auch von der Substanz Ihres Badezimmers und Ihrem handwerklichen Geschick. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Wände für eine Glaswand geeignet sind, entscheiden Sie sich lieber für eine Kombination aus Vorhang und fester Seitenwand. So erhalten Sie die Optik einer Glaswand, ohne das Risiko einer fehlerhaften Montage einzugehen. Messen Sie genau, planen Sie die Befestigung sorgfältig und nehmen Sie sich Zeit für die Reinigung vor der Montage – dann funktioniert Ihre Duschabtrennung über Jahre hinweg.