Viertens: Begrenze die Anzahl der Sitzplätze. Zwei Sessel plus Sofa ergeben oft fünf Plätze, auf denen nie fünf Personen gleichzeitig sitzen. Reduziere auf das, was tatsächlich regelmäßig genutzt wird. Ein einzelner, guter Sessel an der richtigen Stelle wirkt besser als drei mittelmäßige. Achte darauf, dass zwischen den Sitzgelegenheiten mindestens eine Armlänge Abstand bleibt, damit man sich bewegen kann, ohne anzustoßen.
Ein weiterer Fehler ist die Montagehöhe. Der Mittelpunkt des Bullseye gehört auf 1,73 Meter über dem Boden, gemessen senkrecht von der Standlinie. Wer nach Augenmaß aufhängt, liegt schnell mehrere Zentimeter daneben, was Wurfhaltung und Trefferbild verändert. Miss vom Boden zur Mitte der Scheibe, nicht zum oberen Rand der Halterung. Bei weichen Dartscheiben aus Sisal kommt die Scheibe durch das Eigengewicht etwas tiefer, also vor dem endgültigen Anziehen der Schrauben nachjustieren.
Der Abstand zur Wand hängt von der Nutzung ab. Ein Sofa, das nur an der Wand steht und nicht als Durchgang dient, kann mit 10 bis 15 Zentimetern Abstand aufgestellt werden, damit Vorhänge nicht klemmen und die Wand nicht verschmutzt. Soll hinter dem Sofa jemand vorbeigehen, sind 60 Zentimeter das Minimum, bequemer sind 75 bis 80 Zentimeter. Ein Sessel in der Raumecke braucht seitlich mindestens 20 Zentimeter Luft, sonst lässt er sich nicht drehen und die Armlehne stößt an.
Weniger Fläche belegen, mehr Höhe nutzen Drittens: Verlege Stauraum nach oben. Regale bis zur Decke wirken ruhiger als viele niedrige Möbel, weil sie die Wand als Ganzes strukturieren. Wichtig ist, sie nicht vollzustellen. Lass mindestens ein Drittel der Fächer leer oder stelle nur wenige, größere Objekte hinein. Kleinteile in offenen Fächern erzeugen Unruhe und lassen den Raum eng wirken. Nutze geschlossene Boxen für alles, was du selten brauchst.
Die Menge der Muster sollte mit der Raumgröße sinken, nicht steigen. In einem kleinen Zimmer reichen in der Regel zwei Muster plus eine strukturierte Fläche. Alles darüber hinaus muss einen klaren Grund haben: ein Erbstück, ein Kunstwerk oder ein Teppich, der den Raum optisch öffnet. Wer diesen Grund nicht nennen kann, lässt das Stück weg. Ebenso wichtig ist die Verteilung: Muster nicht gleichmäßig über den Raum streuen, sondern an ein oder zwei Stellen bündeln. So entsteht ein ruhiger Hintergrund, vor dem die Muster tatsächlich wirken können.
Zweitens: Halte den Boden frei. Möbel mit sichtbaren Beinen lassen mehr Fläche durchscheinen als geschlossene Kästen, die bis zum Boden reichen. Wenn ein Schrank bleiben muss, wähle ein Modell auf Füßen oder montiere es an der Wand. Unter dem Sofa sollte man hindurchsehen können. Diese eine Veränderung hebt den Raum optisch an und erleichtert das Putzen.
Häufige Fehler beim Zonieren sind zu viele kleine Möbel, uneinheitliche Materialien und das Ignorieren des Lichts. Viele kleine Regale und Hocker erzeugen Unruhe; besser sind wenige, hohe Möbel, die vertikal arbeiten. Unterschiedliche Holzarten und Farben in jeder Zone lassen die Wohnung zusammengewürfelt wirken; beschränke dich auf zwei Materialien und zwei Farbtöne. Und prüfe, ob Tageslicht in alle Zonen fällt – dunkle Ecken werden sonst zu Ablageflächen.
Ein vollgestelltes Wohnzimmer wirkt kleiner, als es ist. Das Problem ist selten die Fläche, sondern die Menge an Dingen, die darauf stehen. Wer reduziert, muss nicht alles wegwerfen. Es reicht, bewusst auszuwählen, was bleibt. Die folgenden fünf Entscheidungen lassen sich an einem Wochenende umsetzen und verändern den Raum spürbar.
Der letzte häufige Fehler ist der fehlende Abstand zur Rückwand. Steht die Scheibe direkt an einer Wand ohne Luftspalt, prallen Darts ab und die Spitzen brechen schneller. Ein Abstandshalter von einigen Zentimetern oder eine dünne Filzunterlage schützt Wand und Scheibe. Außerdem sollte unter der Scheibe ein Schutzbrett oder eine Matte liegen, damit verfehlte Würfe den Boden nicht beschädigen. Prüfe nach dem Anbringen mit einem kurzen Testwurf, ob die Scheibe ruhig bleibt. Wenn sie noch zittert, sitzt die Verankerung nicht tief genug.
Die Wasserwaage löst nur die halbe Aufgabe Viele richten die Scheibe waagerecht aus, prüfen aber nicht die senkrechte Achse. Das Bullseye muss exakt über der Aufhängung liegen, sonst wandert der Mittelpunkt nach dem ersten Spiel zur Seite. Zusätzlich reicht eine Wasserwaage allein nicht: Die Scheibe kann waagerecht sein und trotzdem nach vorn kippen, wenn die Wand uneben ist. Prüfe die Rückseite mit einem langen Lineal auf Unebenheiten und gleiche sie mit Unterlegscheiben aus.
Couchtisch: Abstand bestimmt die Nutzbarkeit Zwischen Sofafront und Couchtisch liegt der wichtigste Abstand der ganzen Sitzgruppe. Zu wenig Platz bedeutet, dass niemand ohne Verrenkung aufsteht; zu viel Platz zwingt zum Aufstehen, um die Tasse abzustellen. Als Richtwert gelten 40 bis 45 Zentimeter zwischen Sofakante und Tischkante. Bei einer Tischhöhe von etwa 40 Zentimetern und einer Sitzhöhe von rund 45 Zentimetern passt dieser Abstand zu den meisten Körpergrößen. Wer häufig Besuch hat, plant lieber 50 Zentimeter ein, damit auch zwischen zwei gegenüberliegenden Sofas genug Raum bleibt.