Zuletzt prüfen Sie die Türfunktion: Öffnen und schließen Sie die Tür mehrfach. Bleibt sie hängen oder schleift sie, ist die Wand zu dicht an der Zarge montiert. In diesem Fall hilft nur ein Abschleifen der Plattenkante – besser wäre es gewesen, die Fuge von Anfang an großzügiger zu planen. Bei korrekter Ausführung bleibt die Zarge unangetastet und die Ständerwand wirkt wie aus einem Guss. Der Aufwand zahlt sich aus: keine Risse, keine Zugluft und ein sauberes Erscheinungsbild.
Die häufigsten Fehler: Viele Mieter wischen Schimmel nur mit Wasser ab – das verteilt die Sporen und verschlimmert das Problem. Andere überdecken den Fleck sofort mit Farbe, wodurch der Schimmel unter der Schicht weiterwächst. Auch das Trocknen mit einem Heizlüfter direkt an der Wand ist kontraproduktiv, weil die Oberfläche schneller trocknet als das Mauerwerk dahinter – die Feuchtigkeit wandert dann nach innen. Vergessen Sie außerdem nie: Schimmel ist ein Mangel, den der Vermieter zu beheben hat. Wenn er die Ursache nicht beseitigt (z. B. eine undichte Fassade), kehrt der Schimmel nach jeder Reinigung zurück.
Der vierte Schritt ist der Abschluss mit einer Verkleidung. Eine Holzplatte oder eine Gipskartonplatte, die Sie auf die Dämmung schrauben, schützt die Dämmung vor mechanischer Beschädigung und sieht ordentlich aus. Wichtig ist, dass die Platte nicht direkt auf dem Mauerwerk aufliegt, sondern auf der Dämmung – sonst entsteht wieder eine Wärmebrücke. Lassen Sie einen kleinen Abstand zum Boden, damit die Platte nicht aufquillt, wenn Feuchtigkeit aufsteigt. Streichen Sie die Platte anschließend mit einer diffusionsoffenen Farbe, damit die Wand atmen kann.
Der häufigste Fehler: Profile einfach an den Putz schrauben Viele befestigen die UD-Profile direkt an der bestehenden Wand, ohne den Putz zu prüfen. Im Altbau ist der Putz aber oft hohl oder brüchig. Ein Dübel hält dann nur scheinbar – bei der ersten Belastung zieht sich die Schraube heraus. Prüfen Sie jeden Befestigungspunkt durch Klopfen oder besser: Bohren Sie eine Testbohrung und sehen Sie sich das Bohrmehl an. Ist es rötlich und krümelig, haben Sie es mit Lehmputz zu tun, der kaum Tragkraft bietet. In solchen Bereichen müssen Sie die Profile mit Distanzstücken überbrücken und die Last über lange Dübel in das dahinterliegende Mauerwerk abtragen – oder Sie setzen auf eine zweite Lage OSB-Platten, die die Last verteilt.
Die Beplankung schneiden Sie am besten mit einem Cuttermesser ein und brechen sie dann sauber durch. Für den Anschluss an die Zarge zeichnen Sie den Verlauf mit einem Zirkel oder einer Schablone an. Schneiden Sie die Platte nicht direkt an der Zarge entlang, sondern lassen Sie einen Überstand von etwa zwei Millimetern. Nach dem Verschrauben wird dieser Überstand mit einer Feile oder einem Schleifpapier beseitigt. So erhalten Sie eine präzise Kante, die später kaum Spachtelmasse benötigt.
Wenn der Schimmel nach Ihrer Reinigung innerhalb weniger Wochen wiederkommt oder die Fläche größer als ein Quadratmeter ist, sollten Sie nicht weiter experimentieren. Informieren Sie den Vermieter erneut und verlangen Sie eine professionelle Sanierung. Als Mieter haben Sie außerdem das Recht, die Miete zu mindern, wenn der Schimmel die Wohnung unzumutbar macht – lassen Sie sich diesbezüglich beraten, bevor Sie eigenmächtig handeln. Mit der 6-Schritte-Methode und konsequenter Vorbeugung haben Sie aber gute Chancen, das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Schritt 4: Trocknen Sie die Wand gründlich – mindestens 48 Stunden lang. Ein Ventilator oder ein Luftentfeuchter beschleunigen das; danach sollte die Stelle völlig trocken sein, bevor Sie weiterarbeiten. Schritt 5: Behandeln Sie den Fleck mit einem handelsüblichen Schimmelentferner auf Chlorbasis. Tragen Sie ihn mit einem Pinsel auf, lassen Sie ihn einwirken (Lesen Sie die Packungsbeilage) und spülen Sie mit klarem Wasser nach. Wichtig: Nicht mit Haushaltsbleiche mischen – das erzeugt giftige Dämpfe. Schritt 6: Streichen Sie die Fläche nach dem Trocknen mit einer Sperrgrundierung, die Schimmelresistente Pigmente enthält. Danach können Sie normal überstreichen.
Die Heiznische im Altbau ist oft ein energetischer Schwachpunkt, der übersehen wird. Hinter den alten Heizkörpern fehlt häufig eine durchgängige Dämmung zur Außenwand, oder die vorhandene Dämmung ist stark komprimiert. Das Ergebnis: Die Wand hinter dem Heizkörper kühlt stark aus, die Wärme wird direkt nach außen abgeführt, und es entsteht eine spürbare Wärmebrücke. Zudem steigt das Risiko für Schimmel, weil die kalte Wandfläche die Luftfeuchtigkeit kondensieren lässt. Bevor Sie mit dem Isolieren beginnen, sollten Sie den Zustand der Nische genau prüfen: Ist die Wand trocken? Gibt es alte Farbschichten oder Putzablösungen? Nur eine saubere, tragfähige Oberfläche garantiert, dass die neue Dämmung später dauerhaft hält. Entfernen Sie lose Teile, saugen Sie Staub ab und lassen Sie die Fläche vollständig austrocknen.