Der eigentliche Paarungsakt und die Eiablage Das Männchen setzt Spermatophoren ab, kleine gallertige Kapseln mit Samenpaketen, die auf den Boden oder Dekorationsgegenstände gelegt werden. Das Weibchen nimmt diese auf und befruchtet die Eier im Körper. Innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen heftet es dann bis zu mehrere hundert Eier einzeln an Pflanzen, Steine oder die Aquarienwand. Die Eier sind zunächst kugelig und klar, später erkennt man die Embryonalentwicklung als dunklen Kern. Laich von Schnecken oder Fischen lässt sich leicht unterscheiden: Axolotl-Eier sind größer und haben eine feste, durchsichtige Hülle.
Die Wassertemperatur während des Transports sollte zwischen 15 und 20 Grad liegen. Im Sommer empfiehlt es sich, die Box mit Kühlakkus zu umgeben, ohne dass diese direkt das Wasser berühren. Im Winter ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht unter 10 Grad abkühlen. Direkte Sonneneinstrahlung und ein aufgeheiztes Auto sind tabu. Wer längere Strecken fährt, sollte alle ein bis zwei Stunden eine kurze Pause einlegen und den Zustand der Tiere prüfen. Am besten werden Axolotl einzeln oder in kleinen Gruppen transportiert, damit sie sich nicht gegenseitig bedrängen.
Die Wassertemperatur ist der kritischste Punkt. Axolotl vertragen dauerhaft nur 16 bis 20 Grad Celsius. Bei über 24 Grad werden sie anfällig für Pilze, Bakterien und Stress. Viele Halter unterschätzen die Abwärme von Filtern und Beleuchtung. Wer kein Aquarium mit Kühlung oder einem kühlen Kellerraum hat, sollte im Sommer mit Eisflaschen oder einem Durchlaufkühler arbeiten. Heizstäbe gehören nicht ins Axolotl-Becken.
Axolotl sind keine Fische, sondern Amphibien aus der Familie der Querzahnmolche. Sie atmen über Kiemen, Haut und Lunge. Wer sie wie Zierfische hält, macht den ersten großen Fehler. Sie brauchen kühles, sauerstoffreiches Wasser und einen Bodengrund, den sie nicht versehentlich fressen. Die häufigsten Haltungsfehler entstehen aus Unwissen über ihre Biologie.
Die Ernährung ist ein weiterer Stolperstein. Regenwürmer, Frostfutter wie Mückenlarven und schlanke Fischstreifen sind geeignet. Futterpellets für Fische enthalten oft pflanzliche Füllstoffe und sind ungeeignet. Überfütterung führt zu Verfettung und Leberproblemen. Jungtiere brauchen täglich Futter, ausgewachsene Tiere zwei bis drei Mahlzeiten pro Woche. Reste müssen sofort entfernt werden, sonst kippt das Wasser.
Die Wasserwerte werden oft vernachlässigt. Axolotl brauchen hartes, kalkhaltiges Wasser mit einem pH-Wert zwischen 7 und 8. Weiches, saures Wasser schädigt die Kiemen und die Haut. Der Nitratwert sollte unter 20 Milligramm pro Liter bleiben, Ammoniak und Nitrit dürfen gar nicht nachweisbar sein. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent ist Pflicht. Wer nur auffüllt statt zu wechseln, reichert Schadstoffe an.
Axolotl zu züchten ist kein Projekt, das man nebenbei startet. Die Tiere brauchen kühles, sauberes Wasser, viel Platz und eine konsequente Trennung der Geschlechter außerhalb der geplanten Paarung. Wer diese Grundbedingungen nicht dauerhaft bieten kann, sollte auf Nachwuchs verzichten. Ein trächtiges Weibchen legt zwischen einigen Hundert und über tausend Eier, aus denen nach zwei bis drei Wochen Larven schlüpfen. Ohne Abnehmer für die Jungtiere wird daraus schnell ein Problem, nicht ein Erfolg.
Wann ein Tierarztbesuch notwendig ist und wann nicht Ein Tierarztbesuch ist zwingend bei sichtbaren Verletzungen, offenen Wunden, weißen watteartigen Belägen an Kiemen oder Haut, geschwollenen Beinen, krummem Rücken, dauerhaft geöffnetem Maul oder blutigen Stellen. Ebenso bei anhaltender Futterverweigerung über mehr als fünf Tage bei adulten Tieren, bei Kiemenverlust ohne Regeneration innerhalb von zwei Wochen oder wenn der Axolotl ständig an die Wasseroberfläche schwimmt und Luft schluckt. Handelt es sich dagegen um einen einzelnen kurzen Hautfetzen nach einer Häutung, um trübes Wasser oder um ein Tier, das nach einem Wasserwechsel für einen Tag weniger aktiv ist, reicht oft eine Korrektur der Haltung.
Der Bodengrund und die Filterung Kies und scharfkantiger Sand sind gefährlich. Axolotl saugen Futter ein und schlucken Steinchen mit. Diese verstopfen den Darm und führen zum Tod. Feiner, abgerundeter Sand unter einem Millimeter Körnung ist die einzige sichere Wahl. Noch besser ist ein Becken ohne Bodengrund, dann muss aber regelmäßig abgesaugt werden. Auch starke Strömung ist ein Problem: Axolotl sind schlechte Schwimmer. Ein Filter, der die Tiere durchs Becken drückt, verursacht Dauerstress. Ein Hamburger Mattenfilter oder ein luftbetriebener Schwammfilter ist ideal.
Vor jedem Tierarztbesuch sollten die Wasserwerte notiert werden: Temperatur, pH-Wert, Ammoniak, Nitrit und Nitrat. Diese Zahlen sind für die Diagnose wichtiger als eine lange Beschreibung des Verhaltens. Wer ohne diese Werte kommt, zwingt den Tierarzt zu raten. Ein Foto des Beckens und ein kurzes Video des Axolotls helfen zusätzlich. Der Transport erfolgt in einem dunklen, gut schließenden Behälter mit Wasser aus dem Becken, nicht mit frischem Leitungswasser. Kühlung während des Transports ist wichtig, aber niemals mit Eis direkt am Behälter.