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Warum Axolotl krank werden und was du dagegen tun kannst?

Beim Futter gibt es klare Regeln. Golden Albino Axolotl fressen Regenwürmer, kleine Schnecken, Insektenlarven und spezielles Axolotl-Trockenfutter. Futtertiere aus dem Garten können Pestizide tragen und gehören nicht ins Becken. Jungtiere brauchen mehrmals täglich kleine Portionen, ausgewachsene Tiere zwei bis drei Fütterungen pro Woche. Reste sofort absaugen, sonst kippt die Wasserqualität. Ein typischer Anfängerfehler ist Überfütterung: Die Tiere betteln, sehen aber auch bei geringerer Menge gesund aus. Fettleibigkeit erkennt man an einem zu breiten Körperumfang hinter dem Kopf.

Für die Zucht gilt, dass leucistische Tiere ihre Farbform nicht immer zuverlässig weitergeben. Wer gezielt züchten möchte, muss die Elterntiere über mehrere Generationen kennen. Ein einzelnes leucistisches Tier in einer Gruppe ist kein Garant dafür, dass der Nachwuchs ebenfalls hell bleibt. Wer einfach nur ein auffälliges Tier halten möchte, trifft mit einem leucistischen Axolotl eine gute Wahl, solange die Grundbedingungen stimmen: kühles Wasser, Verstecke und eine ruhige Umgebung.

Die Wassertemperatur ist der kritischste Punkt. Axolotl vertragen dauerhaft nur 16 bis 20 Grad Celsius. Bei über 24 Grad werden sie anfällig für Pilze, Bakterien und Stress. Viele Halter unterschätzen die Abwärme von Filtern und Beleuchtung. Wer kein Aquarium mit Kühlung oder einem kühlen Kellerraum hat, sollte im Sommer mit Eisflaschen oder einem Durchlaufkühler arbeiten. Heizstäbe gehören nicht ins Axolotl-Becken.

Ein Axolotl zeigt Krankheiten oft erst, wenn sie weit fortgeschritten sind. Wer dann sofort das Tier aus dem Hauptbecken nimmt und in einen kleinen Behälter setzt, handelt richtig — aber nur, wenn die Quarantäne korrekt eingerichtet ist. Ein notdürftig eingerichtetes Quarantänebecken kann mehr Schaden anrichten als die Krankheit selbst. Deshalb sollte vor dem Umsetzen alles bereitstehen: ein geeignetes Gefäß, sauberes Wasser, ein Filter und Versteckmöglichkeiten.

Wer den Landteil regelmäßig kontrolliert, erkennt Probleme früh. Braune, matschige Wurzeln oder ein fauliger Geruch zeigen, dass das Substrat zu nass und zu dicht ist. Dann hilft es, die Drainage zu verbessern, die betroffenen Pflanzen zu entfernen und den Landteil einige Tage trockener zu halten. Pflanzenteile, die ins Wasser hängen und absterben, sollten sofort entfernt werden, weil sie die Wasserqualität belasten. Mit der richtigen Artenwahl, einer funktionierenden Drainage und etwas Geduld lässt sich ein feuchter Landteil dauerhaft begrünen, ohne dass die Tiere darunter leiden.

Als Einrichtung gehören in jede Quarantäne ein Versteck aus unbedenklichem Material und ein flacher Boden. Kies oder Sand sind ungeeignet, weil beim Fressen Teile aufgenommen werden können. Ein nackter Boden ist am hygienischsten und erlaubt die tägliche Kontrolle von Kot und Hautresten. Pflanzen sind nicht nötig, können aber als Sichtschutz dienen, wenn sie vorher gewässert und frei von Pestiziden sind. Wichtig ist, dass keine scharfen Kanten oder Dekorationen mit Metall im Becken liegen.

Bevor überhaupt eine Pflanze eingesetzt wird, sollte man prüfen, wie der Landteil aufgebaut ist. Ein reiner Humus- oder Blumenerde-Hügel saugt sich voll und bleibt tagelang klamm. Besser ist eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies, darüber eine Lage ungedüngter Kokosfaser oder Sphagnum. Wer den Landteil direkt ins Wasser hängen lässt, braucht ohnehin Pflanzen, die submerse Wurzeln tolerieren. Typischer Fehler: Man setzt normale Zimmerpflanzen in staunasse Erde und wundert sich nach zwei Wochen über gelbe Blätter und Fäulnisgeruch.

Die Wasserwerte werden oft vernachlässigt. Axolotl brauchen hartes, kalkhaltiges Wasser mit einem pH-Wert zwischen 7 und 8. Weiches, saures Wasser schädigt die Kiemen und die Haut. Der Nitratwert sollte unter 20 Milligramm pro Liter bleiben, Ammoniak und Nitrit dürfen gar nicht nachweisbar sein. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent ist Pflicht. Wer nur auffüllt statt zu wechseln, reichert Schadstoffe an.

Die größten Fehler in der Quarantäne sind zu kleine Behälter, zu warmes Wasser und fehlende Wasserwechsel. Ein Axolotl in einem Ein-Liter-Gefäß produziert innerhalb weniger Stunden eine Ammoniakkonzentration, die die Kiemen schädigt. Ebenso problematisch ist es, den Kranken mit anderen Tieren zu vergesellschaften — auch nicht mit einem zweiten Axolotl, da Erreger übertragen werden. Medikamente dürfen nur nach tierärztlicher Anweisung ins Wasser gegeben werden, denn viele Mittel gegen Fischkrankheiten sind für Axolotl giftig.

Ein weiterer Punkt ist die Beleuchtung. Feuchte Landteile neigen zu Algen- und Schimmelbildung, wenn zu wenig Licht vorhanden ist. Eine moderate Beleuchtung mit sechs bis acht Stunden am Tag hilft, das Wachstum der Pflanzen zu fördern und die Oberfläche trockener zu halten. Wer zu stark beleuchtet, bekommt dagegen Algen auf dem feuchten Substrat. Auch die Temperatur spielt eine Rolle: Axolotl brauchen kühles Wasser, meist unter 20 Grad. Pflanzen, die tropische Wärme benötigen, verkümmern hier. Kälteverträgliche Arten wie Sphagnum, Javamoos oder Wassernabel sind deshalb die sicherere Wahl.

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