Ein weiterer typischer Fehler ist die Wahl von dunklen, massiven Möbeln. In kleinen Bädern mit Fenster wirken helle, offene Regale oder Drahtkörbe optisch leichter. Vermeiden Sie geschlossene Hochschränke, die den Raum erdrücken. Stattdessen: Hängeschränke mit geringer Tiefe, die oberhalb der Augenhöhe enden, damit Licht ungehindert einfällt. Für Utensilien wie Zahnbürsten oder Seife bieten sich Wandhalterungen an – sie sparen Ablagefläche und lassen den Boden frei.
Zuerst wird die Kante sauber vorbereitet. Lose Fasern und Staub werden mit einem trockenen Pinsel entfernt. Unebenheiten an der Kante lassen sich mit feinem Schleifpapier glätten, ohne die Struktur großflächig zu zerstören. Ist eine Decken- oder Bodenkante betroffen, klebt man ein Kreppband bündig an die angrenzende Fläche. Das Band wird nur leicht angedrückt, damit es keine Farbe unterwandert, aber beim Abziehen keine Tapete mitreißt. Ein häufiger Fehler ist zu festes Andrücken: Dann zieht man später Fasern heraus und die Kante franst aus.
Die Lüftung ist neben dem Stauraum der zweite kritische Punkt. Ein Fenster allein garantiert keine gute Luftqualität, wenn es falsch genutzt wird. Stoßlüften ist effektiver als Dauerkippen: Zweimal täglich für fünf bis zehn Minuten weit öffnen, besonders nach dem Duschen. So entweicht Feuchtigkeit schnell, ohne dass die Wände auskühlen. Bei Fenstern in Bodennähe oder hinter Heizkörpern ist eine zusätzliche Abluftanlage sinnvoll – vor allem, wenn das Bad innenliegend ist oder nur ein kleines Fenster hat. Prüfen Sie, ob ein Ventilator mit Feuchtigkeitssensor nachgerüstet werden kann. Ein häufiger Fehler ist das Zumauern oder Verhängen des Fensters mit dichten Vorhängen – das verhindert den Luftaustausch und fördert Schimmel.
Selbstklebende Dichtprofile aus Gummi oder Silikon sind die günstigste Variante, halten aber nur auf sauberem, fettfreiem Untergrund. Reinigen Sie den Rahmen mit Alkohol, kleben Sie nicht auf lackierte Kanten mit loser Farbe. Türbürsten für den Boden schließen Spalten, schleifen aber auf Teppich und können den Boden verkratzen. Absenkdichtungen senken sich beim Schließen automatisch ab und dichten zuverlässig, verlangen jedoch eine Nut in der Tür oder im Rahmen. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte in die Tür nicht fräsen.
Wer Wanne und Dusche kombinieren will, plant am besten in dieser Reihenfolge: Flächen prüfen, Entwässerung sichern, Nischen und Leitungen festlegen, dann fliesen und erst zuletzt Möbel stellen. Ein Bad von fünf Quadratmetern lässt sich so alltagstauglich machen, wenn jeder Zentimeter eine Aufgabe hat und keine Fläche doppelt belegt wird.
Bevor irgendetwas gekauft oder gebaut wird, wird gemessen. Notiert werden Breite, Höhe und Tiefe jeder Wand, dazu Fensterbänke, Heizkörper und Steckdosen. Typischer Fehler: Möbelstücke werden nach Katalogmaß bestellt, aber der Lichtschalter oder die Fußleiste steht im Weg. Ein Zollstock und ein Stück Pappe als Schablone verhindern, dass ein Schrank später die Tür blockiert oder die Heizung verdeckt. In Altbauten kommen unebene Wände und hohe Decken dazu; dort hilft ein Abstand von zwei Zentimetern zur Wand, damit nichts schleift.
Häufige Fehler betreffen die Beleuchtung und die Belüftung. Ein kleines Bad ohne Fenster braucht einen Ventilator mit Feuchtesensor, sonst schimmelt die Fuge in der Duschecke. Spiegelschränke mit eingebautem Licht helfen, aber das Kabel muss vor dem Fliesen verlegt werden. Auch die Armaturen sollten zur Nutzung passen: Ein Thermostat verhindert Temperaturschwankungen, wenn gleichzeitig Wasser an anderer Stelle entnommen wird. Verzichten Sie auf scharfe Reinigungsmittel mit Säure auf Naturstein, das schädigt die Oberfläche dauerhaft.
Zuerst die Bestandsaufnahme. Messen Sie die Grundfläche, die Höhe unter der Decke und die Position von Abfluss, Wasseranschlüssen und Fenster. Entscheidend ist der Bereich vor der Wanne: Bleiben mindestens 60 Zentimeter Durchgang, kann eine bodengleiche Dusche daneben oder anstelle eines Schrankes entstehen. Achten Sie auf die Fallrichtung des Bodens. Ein Gefälle von ein bis zwei Prozent zum Abfluss ist Pflicht, sonst steht das Wasser. Typischer Fehler: Die Wanne wird entfernt, aber der Boden nicht neu aufgebaut, sodass später Feuchtigkeit unter die Fliesen zieht.
Dusche über der Wanne oder daneben Eine Duschabtrennung auf der Wanne spart Platz, hat aber Nachteile. Beim Ein- und Aussteigen ist die Kante ein Risiko, besonders für ältere Menschen. Wer häufig duscht, sollte eine ebenerdige Lösung prüfen. Ist der Raum zu schmal, hilft eine faltbare Duschwand aus Glas, die beim Baden nach innen geklappt wird. Wichtig: Die Wand muss bis zur Wannenkante dicht abschließen, sonst spritzt Wasser seitlich heraus. Bei einer separaten Duschecke mit 80 mal 80 Zentimetern wird es im kleinen Bad schnell eng. Prüfen Sie, ob die Tür nach außen oder innen öffnet und ob Sie danach noch an Waschbecken und Toilette kommen.