Eine Duschwand wirkt im kleinen Bad schnell erdrückend. Sie ragt in den Raum, lässt sich oft nicht vollständig öffnen und schränkt die Bewegungsfreiheit genau dort ein, wo sie ohnehin knapp ist. Ein Duschvorhang nimmt dagegen kaum Platz weg, kostet deutlich weniger und lässt sich bei Bedarf einfach zur Seite schieben. Wer auf ein paar Punkte achtet, vermeidet die typischen Fehler und hat jahrelang Ruhe.
Zunächst muss die Stange richtig sitzen. Bei gefliesten Wänden ist Bohren meist die stabilste Lösung, sofern die Fliesen nicht zu dünn sind. Alternativ halten Klemmstangen zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden, allerdings nur, wenn der Abstand konstant und die Fläche rutschfest ist. Ein häufiger Fehler: Die Stange wird zu hoch montiert. Der Vorhang sollte unten etwa zwei bis drei Zentimeter über dem Boden enden, sonst schwebt er und das Wasser spritzt darunter hindurch. Reicht die Duschwanne bis zum Boden, kann der Vorhang auch leicht hineinhängen, aber nicht aufliegen, weil er sonst schimmelt.
Eine Altbau-Laibung ist selten gerade. Wer dünne Holzplatten direkt auf den alten Putz schraubt, wundert sich nach dem ersten Winter über Risse, wellige Kanten und Spalten, die vorher nicht da waren. Der Grund liegt meist nicht am Material, sondern am Untergrund und an der Befestigung. Dünne Platten – gemeint sind Stärken von etwa drei bis sechs Millimetern – verzeihen keine Unebenheiten. Sie folgen jeder Wölbung, jeder Putznase, jedem losen Stück Untergrund. Deshalb steht am Anfang nicht das Sägen, sondern das Prüfen.
Stark saugende Altbauwände können frisch gestrichene Farbe innerhalb von Minuten so weit entziehen, dass der Anstrich fleckig wird und später abkreidet. Eine Grundierung gleicht diese Saugfähigkeit normalerweise aus. Wer darauf verzichten will, muss die Wand vorher sättigen und die Farbe anders ansetzen. Das gelingt nur, wenn die Saugfähigkeit vor dem ersten Pinselstrich geprüft und die Fläche vorbereitet wird.
Typische Fehler: mit einer Lage Wasser die ganze Wand vorab behandeln und dann Stunden warten, sodass die Poren wieder austrocknen. Oder den Anstrich in kurzen Strichen hin- und herrollen, wobei die Farbe antrocknet und sich nicht mehr verbindet. Auch zu viel Wasser in der Farbe ist ein Fehler; sie deckt dann nicht und läuft an der Wand herunter. Auf alten, kreidenden oder stark sandenden Untergründen hilft das Sättigen nicht – dort muss die lose Schicht abgebürstet und die Wand vorher gefestigt werden, sonst hält keine Farbe.
Zur Vorbeugung gehört vor allem Lüften und Trocknen. Nach dem Duschen Fenster weit öffnen oder eine Abluftanlage laufen lassen, bis alle Flächen trocken sind. Handtücher nicht in der Dusche lassen, sondern aufhängen. Silikonfugen sollten nicht mit scharfen Reinigern oder Scheuermitteln behandelt werden, da diese die Oberfläche aufrauen. Ein dünner Schutzfilm aus speziellen Silikonpflegemitteln kann helfen, ist aber kein Ersatz für Trockenheit. Wer regelmäßig kontrolliert und früh reagiert, verhindert, dass aus kleinen Punkten ein flächiger Befall wird.
Ist der Schimmel tiefer eingedrungen, bleibt nur das Entfernen der alten Silikonfuge. Dazu wird das Silikon mit einem Fugenmesser oder einem scharfen Cutter vollständig herausgeschnitten, auch an den Rändern. Reste lassen sich mit einem Silikonentferner anlösen. Danach die Fuge mit einem Fungizid behandeln, vollständig trocknen lassen, mindestens 24 Stunden. Erst dann neues Silikon einziehen. Ein häufiger Fehler ist, auf feuchten Untergrund zu spritzen. Das Silikon haftet dann nicht dauerhaft, und der Schimmel kehrt innerhalb weniger Wochen zurück.
Nach dem Streichen die Fläche langsam trocknen lassen, nicht mit Heizlüfter oder offenem Fenster beschleunigen. Zugluft trocknet die Oberfläche schneller als den Untergrund, was zu Rissen und Wolken führt. Wer diese vier Punkte – prüfen, sättigen, dicker ansetzen, in kleinen Abschnitten arbeiten – einhält, bekommt auch ohne Grundierung einen deckenden, gleichmäßigen Anstrich auf stark saugenden Altbauwänden.
Zunächst muss die Art des Befalls geklärt werden. Sitzt der Belag direkt auf der Silikonoberfläche, reicht oft eine mechanische Behandlung. Ist das Silikon jedoch verfärbt, spröde oder riecht muffig, hilft nur der Austausch. Ein typischer Fehler ist, Schimmel mit Essig zu bekämpfen. Essigsäure tötet viele Sporen nicht ab und greift das Silikon an, wodurch es poröser wird und der Befall schneller zurückkehrt. Besser geeignet sind chlorhaltige Reiniger, die jedoch nur auf Silikon, nicht auf angrenzenden Natursteinen oder Fugenmörtel angewendet werden dürfen.
Schimmel hinter dem Schrank bleibt oft monatelang unbemerkt. Das Möbelstück steht direkt an der Außenwand, die Luft zirkuliert dort kaum, und Feuchtigkeit staut sich unbemerkt. Wer den Schrank nur vorzieht und die schwarzen Flecken wegwischt, bekämpft das Symptom, nicht die Ursache. Entscheidend ist, zuerst die Feuchtigkeitsquelle zu finden, sonst kehrt der Befall innerhalb weniger Wochen zurück.