Vor der Montage lohnt es sich, die Lichtwege am Abend mit einer Taschenlampe zu prüfen. Dazu wird das Rollo geschlossen und von außen mit einer Lampe entlang der Kanten geleuchtet. So sieht man sofort, wo Licht durchkommt. Besonders kritisch sind die Ecken oben und unten sowie der Übergang zur Seitenblende. Ein kleiner Überlapp von Rollo und Blende von mindestens einem Zentimeter verhindert, dass Licht seitlich vorbeifällt. Die Blenden sollten nach Möglichkeit bis zur Wand reichen, nicht nur bis zum Rahmen.
Beim Aufbau zählt die Reihenfolge: Zuerst Pfosten setzen und lotrecht ausrichten, dann die Fläche bespannen, zuletzt die untere Kante mit Kies oder Splitt hinterfüllen, damit Wasser nicht staut. Pfosten nie nur in weichen Boden stecken, sondern immer auf einer tragfähigen Schicht abfangen. Schrauben mit Unterlegscheiben verwenden, damit der Wind sie nicht in das Holz zieht. Und die Mietvertragsfrage vorher klären: Alles, was dauerhaft mit der Substanz verbunden wird, gilt als bauliche Veränderung.
Wo die typischen Fehler liegen Der häufigste Fehler ist eine zu knappe Breite. Wer das Rollo exakt auf die Fensterbreite zuschneidet, verliert an beiden Seiten einige Millimeter, durch die Licht eindringt. Ein zweiter Fehler ist die Montage der Blenden auf dem Fensterrahmen statt an der Wand oder in der Fensterlaibung. Sitzen die Blenden zu weit innen, bleibt zwischen Blende und Rollo ein Spalt. Ein dritter Fehler ist die falsche Wahl des Rollostoffs: Ein dünner, heller Stoff lässt auch bei geschlossenem Rollo noch Restlicht durch. Für echte Dunkelheit braucht es einen blickdichten, möglichst mehrlagigen Stoff mit dichter Webart.
Zuerst wird die Breite des Fensters exakt gemessen. Gemessen wird nicht die Glasfläche, sondern der Bereich, der später vollständig abgedeckt werden soll. Das Rollo muss breiter sein als die Fensteröffnung, damit es an den Seiten überstehen kann. Für die Seitenblenden gibt es zwei gängige Wege: entweder feste Blenden, die seitlich am Rahmen verschraubt oder verklebt werden, oder Führungsschienen, in denen das Rollo läuft. Feste Blenden sind einfacher zu montieren, Führungsschienen dichten besser ab, weil das Rollo seitlich in der Schiene geführt wird und nicht wegkippen kann.
Licht ist kein Detail, sondern die Grundlage Licht bestimmt, ob ein Raum als einladend oder als funktional empfunden wird. Deckenleuchten allein erzeugen flaches, schattenloses Licht, das jede Atmosphäre zerstört. Besser sind mehrere Lichtquellen auf unterschiedlichen Höhen: eine Stehlampe neben dem Sitzplatz, eine kleine Leuchte auf einem Sideboard, eine gerichtete Lampe über dem Esstisch. Wichtig ist die Lichtfarbe. Kaltes Licht mit hohem Blauanteil am Abend stört die Entspannung, warmes Licht unter 3000 Kelvin wirkt beruhigend. Wer abends liest, braucht zusätzlich eine gerichtete Lichtquelle, sonst ermüdet der Blick. Ein typischer Fehler ist, Lampen ausschließlich nach Form auszuwählen und die Lichtwirkung zu ignorieren.
Bei der Montage ist darauf zu achten, dass das Rollo senkrecht läuft und nicht schief aufrollt. Eine schiefe Rolle erzeugt an einer Seite einen Spalt, der mit der Zeit größer wird. Die Blenden werden erst nach dem Rollo montiert, damit die Position exakt passt. Wer unsicher ist, klebt die Blenden zunächst mit doppelseitigem Klebeband fest, prüft die Abdunkelung und schraubt sie erst dann endgültig fest. Bei Mietwohnungen sind klemmbare Blenden eine Alternative, die ohne Bohren auskommt.
Ein Schlafzimmer lässt sich mit einem Rollo und passenden Seitenblenden deutlich abdunkeln. Der entscheidende Punkt ist nicht das Rollo allein, sondern der lückenlose Abschluss an den Seiten. Schon ein schmaler Spalt von wenigen Millimetern reicht aus, damit morgens Licht auf das Bett fällt und den Schlaf stört. Wer nur ein Rollo vor das Fenster hängt, ohne die Seiten zu verschließen, wird schnell feststellen, dass die Verdunkelung unvollständig bleibt.
Vorhang, Paravent oder halbhohe Wand: die Frage der Akustik Ein deckenhoher Vorhang aus schwerem Stoff ist die günstigste akustische Trennung, weil er Schall schluckt und flexibel bleibt. Schiene an der Decke montieren, Stoff in Falten mit doppelter Breite des Durchgangs einhängen, unten mit Saumgewicht oder Kette beschweren. Der Vorhang muss den Boden fast berühren, sonst schallt es darunter weiter. Ein Paravent aus drei bis fünf Elementen eignet sich besser für flexible Zonen, etwa ein Homeoffice, das abends verschwinden soll. Nachteil: Er steht auf Füßen und ist kippanfällig, wenn Kinder oder Haustiere dagegen stoßen. Halbhohe Wände aus Holz oder Gipskarton wirken ruhig, verlangen aber meist Bohren und sind damit keine Lösung für Mietwohnungen.
Für echte Dunkelheit reicht ein einzelner Stoff selten. Zwei Lagen — ein leichter, blickdichter Vorhang innen und ein abdunkelnder Stoff außen — schließen die Lücken an den Seiten besser. Wer ohne Bohren auskommen will, kann einen verdunkelnden Stoff mit Klettband am Fensterrahmen befestigen und zusätzlich mit kleinen Magneten oder Klammern an den Seiten fixieren. Die Klettstreifen müssen vollflächig aufliegen; ein einzelner Streifen in der Mitte reißt bei Zug ab.