Wenn du den Bereich oberhalb der Maschine nutzen möchtest, montiere ein schmales Hängeboard an der Wand. Dieses sollte nicht auf der Maschine aufliegen, da die Erschütterungen im Schleudergang sonst alles herunterwerfen. Befestige das Board stattdessen mit Dübeln, die für die Wandbeschaffenheit geeignet sind, und halte einen Abstand von etwa drei Zentimetern zur Maschinenoberkante. In flachen Boxen oder Körben lassen sich hier Reinigungstücher, Ersatzteile oder Vorratsflaschen ordentlich unterbringen. Vermeide offene Behälter, da sich in Badezimmern schnell Feuchtigkeit sammelt und der Inhalt sonst feucht werden kann.
Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist, den Stauraum zu überladen und dabei die Luftzirkulation um die Maschine zu blockieren. Die Geräte brauchen etwas Luft, um Feuchtigkeit abzuleiten und die Elektronik zu kühlen. Lasse deshalb an den Seiten und nach hinten mindestens drei Zentimeter frei. Auch beim Einbau von Schubladen oder Auszügen gilt: Nichts darf die Schläuche quetschen oder verschieben. Kontrolliere nach dem Einbau, ob die Maschine weiterhin stabil steht und sich nicht stärker bewegt als vorher. Mit diesen Überlegungen wird aus der toten Ecke ein funktionaler Bereich, der den Alltag erleichtert und bei der nächsten Renovierung Bestand hat.
Ein typischer Fehler ist, jede freie Ecke mit einem Möbelstück zuzustellen. In kleinen Räumen wirkt Luft oft größer als volle Ecken. Lassen Sie bewusst eine Fläche frei, etwa an der Tür oder am Fenster – das schafft visuelle Ruhe und erleichtert die Bewegung. Auch die Beleuchtung spielt eine Rolle: Multifunktionsmöbel mit integriertem Licht (zum Beispiel Betten mit Leselampen oder Regale mit LED-Streifen) sparen zusätzlich Platz, weil Sie keine separates Leuchtmittel aufstellen müssen. Achten Sie darauf, dass die Leuchtmittel austauschbar sind – nicht jedes Modell ist wartungsfreundlich.
Die einfachste Lösung ist ein schmales Ausziehregal auf Rollen, das du zwischen Wand und Maschine schiebst. Für die Umsetzung misst du zuerst die Tiefe und Breite der Lücke exakt aus. Achte darauf, dass die Rollen leichtgängig sind und das Regal auch dann noch bewegt werden kann, wenn Waschmittel und Putzmittel darauf stehen. Als Material eignet sich behandeltes Holz oder Kunststoff, da beides feuchtigkeitsunempfindlich ist. Schraube an der Vorderseite einen Griff an, damit du das Regal auch mit vollem Inhalt problemlos herausziehen kannst.
Falls die Lücke breiter als zwanzig Zentimeter ist, lohnt sich ein Klappregal an der Wand. Dazu montierst du zwei stabile Klappbretter übereinander, die du bei Bedarf herunterklappst. Im heruntergeklappten Zustand dienen sie als Ablage für Waschmittelboxen oder Wäschekörbe. Wichtig ist, dass du die Bretter nicht direkt über den Anschlüssen anbringst, sondern versetzt. Ein typischer Fehler ist es, die Scharniere zu schwach zu wählen und dann schwere Vorräte auf die Klappen zu legen. Verwende deshalb immer Beschläge, die das doppelte Gewicht des geplanten Inhalts tragen können.
Hinter der Waschmaschine liegt oft toter Raum, der beim Renovieren leicht übersehen wird. Dabei lässt sich dieser Bereich mit einfachen Mitteln in einen praktischen Stauraum verwandeln. Bevor du mit dem Bau beginnst, musst du jedoch die Zugänglichkeit aller Anschlüsse und Ventile sicherstellen. Ein fest verschraubtes Regal, das die komplette Nische ausfüllt, versperrt im Ernstfall den Weg zum Wasserhahn. Plane daher von Anfang an bewegliche oder herausnehmbare Elemente ein.
Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, messen Sie die Raumhöhe und die Breite des Bereichs, den Sie teilen möchten. Achten Sie auf die Deckenbeschaffenheit: Bei abgehängten Decken aus Gipskarton sind Spanngurte riskant, da sie Druck ausüben können. Besser eignen sich dann freistehende Elemente. Auch der Boden spielt eine Rolle: Auf empfindlichen Parkettböden sollten Sie Filzgleiter unter die Standfüße legen, um Kratzer zu vermeiden. Typische Fehler sind, die statische Belastung zu unterschätzen oder den Raumteiler nicht ausreichend zu sichern – das führt schnell zu wackeligen Konstruktionen.
Eine schlichte, aber effektive Variante sind schmale Regale oder Sideboards, die Sie direkt hinter das Sofa stellen. Achten Sie darauf, dass die Tiefe nicht die gesamte Lücke ausfüllt, sondern etwa zehn Zentimeter Abstand zur Wand bleibt. So vermeiden Sie Druckstellen an der Wand und erleichtern die Reinigung. Nutzen Sie die oberste Fläche für Pflanzen, Bücher oder eine Lampe – das schafft eine natürliche Raumteilerwirkung, ohne den offenen Charakter zu zerstören. Für die unteren Fächer eignen sich Körbe oder Boxen, in denen Zeitschriften, Decken oder Kinderspielzeug verschwinden.
Für Dinge, die noch gut erhalten sind, lohnt sich der Verkauf. Kleidung, Bücher, Elektronik oder Möbel finden über Kleinanzeigen oder Flohmärkte neue Besitzer. Wichtig ist, ehrlich über den Zustand zu informieren und realistische Preise zu nennen. Wer zu hoch einsteigt, wartet lange – und wer zu niedrig ansetzt, verschenkt Geld. Ein guter Anhaltspunkt ist, den Neupreis zu recherchieren und dann etwa ein Drittel bis die Hälfte zu verlangen, je nach Alter und Abnutzung. Bei sperrigen Möbeln kann ein Abholservice sinnvoll sein, aber achten Sie darauf, dass die Kosten den Erlös nicht übersteigen. Oft lohnt es sich, mehrere Artikel zu einem Paket zu schnüren.