Der Vorhang trägt die Akzentfarbe in die Vertikale. Ein häufiger Fehler: Der Vorhang wird in der Akzentfarbe gewählt, aber die Kissen bleiben neutral. Dann hängt die Farbe isoliert an der Wand und wirkt wie ein Fremdkörper. Besser ist es, den Vorhang etwas zurückhaltender zu wählen und die kräftigere Nuance über Kissen und Decke zu verteilen. Wer mutig ist, nimmt den Vorhang als Hauptträger und hält Kissen sowie Decke in einem helleren oder dunkleren Ton derselben Farbfamilie.
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, ein Verdunkelungsvorhang allein mache den Raum vollständig dunkel. Restlicht durch Rollläden, Jalousien oder undichte Fensterrahmen bleibt bestehen. Wer absolute Dunkelheit braucht, kombiniert den Vorhang mit einer zweiten Ebene: einem Rollo direkt am Glas oder einer Schiene mit Deckenmontage, die den Vorhang an die Wand drückt. Auch die Farbe spielt eine Rolle — helle Rückseiten reflektieren Licht nach innen, dunkle oder beschichtete Rückseiten schlucken es. Prüfe deshalb, ob der Stoff beidseitig dunkel ist oder nur von außen.
Ein häufiger Fehler ist, das Gewicht des Vorhangs zu unterschätzen. Ein blickdichter Verdunkelungsvorhang aus schwerem Stoff wiegt schnell sechs bis zehn Kilogramm, ein Theatervorhang mit Futter noch mehr. Dazu kommt die dynamische Belastung beim Öffnen und Schließen: Wird der Vorhang schwungvoll zur Seite gezogen, entstehen kurzzeitig deutlich höhere Kräfte. Auch Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit können Dübel und Wand langfristig schwächen. Deshalb sollten schwere Vorhänge nicht an einer Stange hängen, die nur für leichte Gardinen ausgelegt ist. Ein Blick in die Montageanleitung der Stange oder eine Nachfrage beim Hersteller gibt Aufschluss über die maximale Last – allerdings ohne Gewähr, denn die Wand entscheidet mit.
Farbwahl nach dem Grundton, nicht nach dem Kontrastmuster. Enthält der Vorhang drei oder mehr Farben, wählt man für die Kissen die unauffälligste davon. Das ist meist ein gedämpftes Grau, ein warmes Beige oder ein tiefes Blau. Diese Farbe wirkt ruhig, weil sie im Vorhang nur als Nebenklang vorkommt. Ein häufiger Fehler ist, die auffälligste Farbe des Vorhangs im Kissen zu wiederholen. Dann konkurrieren beide Flächen, und der Raum verliert seine Mitte.
Die dritte Farbe ist der Akzent und darf klein bleiben. Sie darf kontrastieren, aber nur auf kleiner Fläche: ein Kissen von rund dreißig Zentimetern, gerne mit Struktur statt Muster. Wichtig ist, dass diese dritte Farbe nicht als vierter Ton im Raum auftaucht. Wer noch ein zweites kleines Kissen möchte, nimmt es in einer der beiden bereits verwendeten Farben, nicht in einer neuen. Genau hier entsteht sonst der Fehler, dass das Sofa wie eine Auslage wirkt.
Ein häufiger Fehler ist die Konzentration auf die Haustür. Terrassentüren und bodentiefe Fenster sind im Erdgeschoss die schwächeren Stellen. Wer dort nachrüstet, sollte auf Verriegelungen an mehreren Punkten setzen, nicht nur auf einen zusätzlichen Riegel in der Mitte. Wichtig ist auch der Rahmen: Ein stabiler Flügel nützt wenig, wenn das Mauerwerk daneben weich ist. Bei Altbauten lohnt der Blick auf die Befestigung der Scharniere.