Ein häufiger Irrtum: Der seidige Glanz entsteht nicht durch eine Beschichtung, sondern durch die glatte Faseroberfläche, die das Licht gleichmäßig reflektiert. Diese Oberfläche ist sehr empfindlich. Reibung, Hitze und falsche Reinigungsmittel zerstören sie schnell. Schon ein Waschgang bei 40 Grad mit normalem Vollwaschmittel kann den Glanz dauerhaft nehmen, weil die Faser aufquillt und die Oberfläche aufraut. Wer sein Stück erhalten will, wäscht es am besten von Hand in kaltem oder handwarmem Wasser (maximal 30 Grad) mit einem milden, pH-neutralen Waschmittel oder einem Schuss Essig. Einweichen sollte man vermeiden, weil die Faser dann besonders instabil wird.
Prüfe den Abstand im Sitzen, nicht im Stehen. Stelle dich neben den Tisch, schätze die Höhe und gehe davon aus, dass es passt – so entstehen die meisten Fehlkäufe. Miss stattdessen mit einem Zollstock vom tiefsten Punkt der Sitzfläche senkrecht nach oben bis zur Unterkante der Platte. Wiederhole das an mindestens zwei Stellen, weil Böden uneben sind und Stühle unterschiedlich tief einsinken. Ein Unterschied von zwei Zentimetern zwischen links und rechts ist kein Messfehler, sondern ein Hinweis auf eine schiefe Unterlage.
Wenn sich die Ecken nach mehreren Tagen immer noch nicht legen, kann das an einer dauerhaften Verformung durch zu langes Lagern in der Rolle liegen. In diesem Fall hilft nur Geduld: Den Teppich flach auslegen, die Ecken mit schweren Büchern beschweren und alle zwei Tage kontrollieren. Bei sehr starken Wellen kann ein professionelles Aufspannen auf einem Rahmen sinnvoll sein, aber das ist die Ausnahme. In den meisten Fällen reichen Zeit, Feuchtigkeit und gleichmäßiger Druck, damit der Flor an den Ecken flach aufliegt.
Typische Fehler sind schnell aufgezählt. Erstens wird nur der Flor gemessen und der Rücken vergessen. Zweitens wird der Spalt an der Tür nicht an der engsten Stelle geprüft, sondern mittig – dort ist er fast immer größer. Drittens werden Ecken mit Gewalt heruntergedrückt, statt den Untergrund zu prüfen. Viertens wird ein Hochflorteppich unter Möbeln verlegt, deren Füße einsinken und den Flor dauerhaft platt drücken. Wer diese Punkte beachtet, spart sich Nacharbeit und Ärger.
Viele unterschätzen die Bewegung im Schlaf. Ein Hund streckt sich, rollt sich ein, schlägt mit der Rute, steht abrupt auf. Rechnet man nur mit der Liegeposition, wirkt der Abstand ausreichend. Rechnet man mit der Aufwachbewegung, ist er zu knapp. Wer den Platz neu einrichtet, sollte den Hund einmal bewusst beobachten: Wo landet die Rute, wo der Kopf, wo die Vorderpfoten beim Aufstehen? Diese gedachte Fläche plus eine Handbreit Reserve ist der tatsächliche Mindestabstand. Alles darunter führt dazu, dass der Hund beim Aufstehen gegen Leinen stößt, sich erschreckt und den Platz meidet.
Nach dem Trocknen bleibt die Kontrolle: Sitzt das Kleidungsstück noch in der Form, wurde die Temperatur richtig gewählt und das Wasser korrekt dosiert. Hat sich die Größe verändert, lag es meist an zu warmem Wasser oder am Auswringen. Ein letzter Hinweis betrifft die Wanne selbst: Rückstände von Badezusätzen, Ölen oder Reinigungsmitteln setzen sich in den Fasern fest. Vor der Handwäsche sollte die Wanne deshalb gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden – ein Schritt, der in der Hektik oft vergessen wird und den gesamten Wascheffekt zunichtemacht.