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Lehmwände regulieren Feuchtigkeit – so nutzt du das im Altbau

Beginne mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Miss die Wandabschnitte zwischen Türrahmen, Heizkörpern und Lichtschaltern aus und notiere, welche Strecken täglich passiert werden. Alles, was weniger als sechzig Zentimeter tief ist, eignet sich nur für flache Regale oder Haken. Tiefere Nischen lassen sich mit Schränken füllen, solange die Türblätter noch vollständig aufgehen. Ein häufiger Fehler ist der Schrank direkt hinter der Eingangstür: Er blockiert den Schwung und wird nach kurzer Zeit zum Ärgernis.

Die Verarbeitung ist körperlich anstrengend, aber technisch einfach. Lehmputz wird in zwei Lagen aufgetragen: eine Grundlage von etwa einem Zentimeter und eine feinere Oberlage von drei bis fünf Millimetern. Zwischen den Lagen muss die erste Lage leicht antrocknen, aber nicht komplett durchtrocknen. Ein typischer Fehler ist zu schnelles Trocknen durch offene Fenster oder Heizungsluft. Dann entstehen Risse, weil der Lehm zu schnell schwindet. Besser ist eine langsame Trocknung bei geschlossenen Fenstern und mäßiger Raumtemperatur. Risse lassen sich später mit Lehmspachtel ausbessern, sie sind kein Mangel, sondern ein Zeichen dafür, dass der Baustoff arbeitet.

Die Grundlage ist trockener Kaffeesatz. Frischer Satz schimmelt schnell und riecht unangenehm, deshalb muss er vor der Verarbeitung vollständig getrocknet werden. Verteile ihn dünn auf einem Backblech oder einem Tuch und lasse ihn bei Zimmertemperatur oder bei niedriger Temperatur im Ofen trocknen. Wichtig ist, dass keine Feuchtigkeit zurückbleibt. Anschließend den Satz grob zerkleinern, damit keine klumpigen Stücke entstehen. Für die spätere Form brauchst du einen Rahmen aus Holz, eine Rückwand aus dünnem Sperrholz oder fester Pappe und ein luftdurchlässiges Frontgewebe.

5. Nacken- und Schulterkreisen im Stehen. Lass die Arme hängen, ziehe die Schultern einmal hoch, lass sie mit einem Seufzen fallen. Kreise dann die Schultern zehnmal rückwärts, danach zehnmal vorwärts. Zum Schluss den Kopf langsam nach rechts und links drehen, ohne ihn nach hinten zu kippen.

Die Tiefe der Schränke entscheidet, nicht die Brei

So entsteht ein einfacher Absorber aus Kaffeesatz Baue zuerst einen flachen Kasten mit einer Tiefe von etwa fünf bis zehn Zentimetern. Je tiefer der Hohlraum, desto besser werden tiefere Frequenzen gedämpft. Fülle den getrockneten Kaffeesatz locker ein, aber stopfe ihn nicht zusammen. Verdichtetes Material reflektiert den Schall stärker und verliert seine poröse Wirkung. Verschließe die Vorderseite mit einem dünnen Baumwollstoff oder einem Akustikvlies, damit nichts herausrieselt. Der Stoff darf den Schall nicht blockieren. Hänge den fertigen Absorber an einer Wand auf, an der der Schall zuerst auftrifft, etwa gegenüber der Sitzposition oder in Raumecken zwischen zwei Wänden.

Ein weiterer Vorteil: Lehm speichert Wärme. Eine Wand aus Lehmsteinen oder ein dicker Lehmputz gibt die am Tag aufgenommene Wärme in der Nacht langsam ab. Das glättet Temperaturschwankungen und senkt die Heizkosten, wenn im Winter nicht ständig nachgeheizt werden muss. In einem Altbau mit dünnen Wänden kann eine zusätzliche Lehmbauplatte von zwei bis drei Zentimetern den Effekt bereits deutlich verbessern. Wichtig ist, dass die Wand nicht von außen gedämmt wird, ohne die Feuchtigkeit nach innen abzuführen – sonst sammelt sich Wasser im Mauerwerk und der Lehm wird dauerhaft feucht.

Für Allergiker ist Lehm besonders interessant, weil er Staub bindet und keine Nährstoffe für Schimmelpilze bietet. Vorausgesetzt, die Wand bleibt trocken. Wird Lehm dauerhaft feucht, kann er aufweichen und seine Struktur verlieren. Deshalb gilt: Bei aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Boden zuerst eine Horizontalsperre einbauen, bevor Lehm verarbeitet wird. Lehm ist kein Heilmittel gegen Baumängel, aber ein wirksamer Klimaregler in trockenen Räumen. Wer die Grundregeln beachtet, bekommt eine Wand, die im Sommer kühlt, im Winter wärmt und das ganze Jahr über die Luftfeuchtigkeit ausgleicht.

Ein häufiges Problem ist der Zeitpunkt. Abwischbare Farbe braucht etwa eine Woche, bis sie ihre endgültige Härte erreicht. Wer zu früh mit feuchtem Schwamm arbeitet, drückt Pigmente in die Oberfläche und erzeugt Schlieren, die nie mehr verschwinden. Ein weiterer Fehler: aggressive Reiniger. Allzweckreiniger mit Lösungsmitteln greifen die Oberfläche an und machen sie stumpf. Lauwarmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel genügt. Bei hartnäckigen Kreidespuren hilft ein Radiergummi für Tafeln, kein Scheuerschwamm.

Lehm ist kein Baustoff der Vergangenheit, sondern ein aktiver Regler für das Raumklima. Anders als Gips oder Zement kann Lehm Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dass sich die Oberfläche feucht anfühlt. In einem Raum mit Lehmputz sinkt die relative Luftfeuchtigkeit bei normalem Wohnverhalten spürbar, weil der Tonmineralanteil Wasserdampf in seine Schichtstruktur einlagert. Wer in einer Wohnung mit hoher Luftfeuchtigkeit lebt, etwa im Erdgeschoss oder in der Nähe eines Bades, merkt den Unterschied innerhalb weniger Tage: Die Luft wirkt trockener, ohne dass geheizt oder gelüftet werden muss.

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