Bei Trockenbauwänden aus Gipskarton ist der Aufwand am geringsten. Hinter der Wand verläuft eine Tragkonstruktion aus Metallprofilen, dazwischen liegt Hohlraum. Mit einem Endoskop oder einem dünnen Draht prüfst du, ob der Bereich frei ist. Dann bohrst du oben und unten je ein Loch, führst ein Zugseil oder einen stabilen Draht ein und ziehst das Kabel durch. Achte darauf, dass du keine Dämmung oder Dampfsperre durchtrennst. Für Steckdosen und Anschlussdosen setzt du Hohlraumdosen, die von hinten gegen die Gipskartonplatte geklemmt werden.
Ein Kochfeld einzubauen ist kein Hexenwerk, aber es verzeiht keine ungenauen Maße. Wer die Arbeitsplatte zuschneidet, bevor das Gerät neben der Platte liegt und die Ausschnittmaße tatsächlich nachgemessen wurden, produziert schnell einen zu großen Ausschnitt. Ein zu großer Ausschnitt lässt sich nicht rückgängig machen, ein zu kleiner schon. Deshalb gilt: Erst das Kochfeld auspacken, die mitgelieferte Schablone auflegen und die Maße mit einem Zollstock überprüfen, nicht mit dem Lineal aus dem Drucker.
Zwischen Fliese und Spiegel gehört immer eine dauerelastische Fuge. Silikon oder Acryl in passender Farbe verhindert, dass Spannungen vom Spiegel direkt auf die Fliese wirken. Klebt den Spiegel niemals mit starrem Montagekleber direkt auf die Fliese. Der Kleber hält zwar sofort, aber bei Temperaturschwankungen reißt die Fliese oder der Spiegel. Besser sind Spiegelhalter oder eine Klebebefestigung mit elastischem Kleber, die kleine Bewegungen zulässt. Bei sehr schweren Platten über zehn Kilogramm sind zwei Personen und eine zusätzliche Sicherung gegen Herabfallen Pflicht.
Der elektrische Anschluss gehört in die Hände einer Fachkraft. Wer dennoch selbst arbeitet, muss vorher die Sicherung abschalten und mit einem Spannungsprüfer nachweisen, dass kein Strom mehr anliegt. Das Kochfeld wird nach dem Schaltplan des Herstellers angeschlossen, nicht nach Vermutungen. Falsch angeklemmte Phasen führen dazu, dass das Gerät nicht heizt oder die Sicherung sofort fällt. Nach dem Anschluss wird eingeschaltet und jede Kochzone einzeln getestet, am besten mit einem Topf Wasser. So zeigt sich sofort, ob eine Zone kalt bleibt.
Wer an der Klappplatte sitzen will, braucht mindestens 70 Zentimeter freie Fläche vor der Wand, sonst stößt der Stuhl gegen die Tür oder die gegenüberliegende Regalwand. Die Arbeitshöhe liegt bei etwa 72 bis 75 Zentimetern über dem Boden, gemessen von der Oberkante der ausgeklappten Platte. Ist die Kammer zu schmal für einen festen Stuhl, kann ein klappbarer Hocker an der Wand hängen. Wichtig ist, dass die Platte im ausgeklappten Zustand waagerecht liegt. Eine leichte Neigung nach vorne lässt Stifte und Tassen herunterrollen. Mit einer Wasserwaage wird die Wandschiene ausgerichtet, bevor die ersten Schrauben festgezogen werden.
Die Raumhöhe unter der Schräge ändert sich meist linear. Das lässt sich ausnutzen, indem Sie den Schrank nicht als einen Block bauen, sondern in zwei Bereiche teilen: einen hohen Teil mit Kleiderstange und einen niedrigen Teil mit Regalen. Dazwischen liegt die Übergangszone – dort passen Hosen, die auf Bügeln hängen, oder Schuhe in flachen Boxen. Messen Sie die Übergangshöhe genau aus: Sie liegt oft nur wenige Zentimeter über der Standardhöhe für Kleiderstangen.
Zuerst wird geprüft, wie die Fliese befestigt ist. Klopft mit dem Knöchel vorsichtig gegen die Fliese. Klingt es hohl, sitzt sie nur auf wenigen Kleberpunkten und ist ungeeignet. Klingt es dumpf und fest, ist die Fliese vollflächig verklebt. Auch dann gilt: Der Dübel muss im Mauerwerk oder Beton dahinter halten, nicht in der Fliese. Bei Gipskartonwänden hinter den Fliesen braucht ihr spezielle Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte spreizen. Normale Kunststoffdübel versagen dort.
Vor dem Einsetzen wird die Dichtung geprüft. Viele Kochfelder haben einen umlaufenden Dichtungsrahmen. Fehlt er, muss mit hitzebeständigem Silikon abgedichtet werden, aber nur am Rand, nicht flächig unter dem Gerät. Ein häufiger Fehler ist zu viel Silikon: Dann liegt das Kochfeld nicht plan auf und wackelt beim Kochen. Anschließend wird das Gerät vorsichtig eingesetzt, nicht fallen gelassen. Die Halteklammern werden von unten festgeschraubt, aber nur handfest. Zu starker Druck bricht die Glasplatte oder verformt den Rahmen.
Bevor du die Wand endgültig verschließt, teste die Verbindung. Schließe die Lautsprecher provisorisch an und höre bei mittlerer Lautstärke, ob beide Kanäle sauber klingen. Erst danach spachtelst oder deckst du ab. Wer Löcher für Dosen bohrt, sollte den Staub mit einem Staubsauger direkt auffangen, sonst verteilt er sich im ganzen Raum. Nach dem Verschließen dokumentierst du den Verlauf mit einem Foto oder einer Skizze. Das erspart späteres Rätselraten, wenn ein Kabel beschädigt ist oder ein zusätzlicher Anschluss geplant wird.
Holzfliesen aus Robinie, Lärche oder Thermoesche sind der wärmste Belag unter den Füßen. Sie werden als Klickfliesen mit Kunststoff- oder Aluminium-Trägerrost verlegt, sodass der Boden schwimmen kann und Wasser darunter abläuft. Wichtig ist ein Gefälle von mindestens zwei Prozent vom Haus weg, sonst steht das Wasser auf dem Belag oder in den Fugen. Typische Fehler: Fliesen direkt auf den Beton legen, ohne dass Luft zirkuliert, und zu enge Stoßfugen lassen. Beides führt zu Schimmel und Verzug. Unter dem Trägerrost gehören Stellfüße, damit das Holz nicht dauerhaft im Nassen liegt.