Erst mit etwa vier bis sechs Monaten sind die Tiere so weit, dass sie in normale Becken umziehen können. Bis dahin entscheidet nicht die Menge der Eier über den Erfolg, sondern die Konstanz bei Temperatur, Wasserqualität und Fütterung. Wer diese drei Größen kontrolliert, bringt regelmäßig gesunde Nachzuchten durch.
Ein frisch gekaufter Axolotl sitzt oft stundenlang regungslos am Boden und rührt kein Futter an. Viele Halter greifen dann sofort zu Würfeln, Frostfutter oder Lebendfutter und werfen alles ins Becken. Genau das ist der häufigste Fehler: Ein Tier, das durch Transport, Umsetzen und neue Wasserwerte gestresst ist, frisst nicht, weil es satt ist, sondern weil es noch nicht angekommen ist. Die erste Fütterung entscheidet weniger über den Hunger als über den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.
Was viele unterschätzen: Die Fütterung von rohem Fisch aus dem Supermarkt. Er ist meist mit Konservierungsmitteln behandelt oder enthält Thiaminase, ein Enzym, das Vitamin B1 zerstört. Ein Mangel daran zeigt sich erst nach Wochen durch Appetitlosigkeit, Zittern und Krämpfe. Wer auf Dauer nur Muskelfleisch ohne Knochen und Innereien gibt, erzeugt einen Kalziummangel. Die Folge sind weiche Knochen und Skelettverformungen.
Warum grober Kies zusätzlich die Wasserwerte belast
Hitze, Bakterien und Verletzungen als Auslös
Die Fütterung ist unkompliziert, aber nicht beliebig. Geeignet sind Regenwürmer, gefrorene Mückenlarven, kleine Süßwassergarnelen oder spezielle Pellets. Trockenfutter für Fische ist ungeeignet, da es oft pflanzliche Füllstoffe und zu wenig Protein enthält. Jungtiere brauchen mehrmals täglich kleine Portionen, ausgewachsene Tiere zwei- bis dreimal pro Woche. Überfütterung ist ein häufiges Problem: Der Bauch wird dick, die Kiemenäste können sich zurückbilden. Besser ist eine schlanke Linie – man erkennt sie daran, dass der Körper breiter als der Kopf ist.
Häufige Fehler sind die Vergesellschaftung der Larven mit adulten Tieren, zu starke Strömung im Aufzuchtbecken und das Übersehen der ersten Häutung. Jungtiere häuten sich schon in den ersten Wochen und sind danach empfindlich. Wer Larven unterschiedlicher Größe zusammensetzt, verliert die kleineren an Kannibalismus. Deshalb früh nach Größe sortieren und getrennt aufziehen.
Axolotl sind Fleischfresser. Ihr Verdauungssystem ist auf proteinreiche, fettarme Kost ausgerichtet, die sie im Wasser aufnehmen. Viele Halter greifen aus Bequemlichkeit oder Unwissen zu Lebensmitteln, die für Fische, Reptilien oder Säugetiere gedacht sind. Genau hier entstehen die meisten gesundheitlichen Probleme. Wer falsch füttert, riskiert Verstopfungen, Vitaminmangel, Organversagen und im schlimmsten Fall den Tod des Tieres. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was gar nicht in den Napf gehört.
Ein häufiger Fehler ist das Verfüttern von Futterfischen aus dem Zoohandel. Diese Fische stammen oft aus Massenzuchten und können Parasiten oder Bakterien einschleppen. Zudem fehlen ihnen wichtige Vitamine. Ähnliches gilt für Regenwürmer aus dem Garten, wenn diese gedüngt wurden oder auf behandelten Böden lebten. Auch gefrorene Futterwürfel für Süßwasserfische sind keine geeignete Dauerlösung, weil ihnen die nötige Nährstoffdichte fehlt.
Ein weiteres Problem sind lebende Futtertiere, die zu groß sind oder einen harten Panzer haben. Mehlwürmer, Käfer oder Garnelen mit scharfen Kanten können den Darm verletzen. Auch Schnecken aus dem Teich sollten niemals verfüttert werden, da sie Zwischenwirte für Parasiten sind. Selbst wenn das Axolotl die Beute zunächst ausspuckt, bleibt oft ein Teil im Maul hängen und verrottet dort.
Axolotl vermehren sich in Gefangenschaft nur, wenn die Haltungsbedingungen stimmen. Entscheidend sind ein klarer Temperaturreiz, ausreichend conditionierte Tiere und ein Verhältnis von mindestens einem Männchen zu zwei Weibchen. Wer diese drei Punkte vernachlässigt, wartet oft monatelang auf Nachwuchs.
Futtermittel, die Axolotl nicht verwerten können Fleisch von warmblütigen Tieren wie Rind, Schwein, Huhn oder Lamm ist ungeeignet. Axolotl verdauen diese Proteine nur schwer, und rohes Schweinefleisch kann Viren übertragen. Auch Leber und andere Innereien sind zu fettreich und führen schnell zu Fettleber. Katzen- und Hundefutter enthält Getreide, Zucker und Konservierungsstoffe, die den empfindlichen Darm reizen. Brot, Nudeln, Reis und andere Kohlenhydrate bleiben unverdaut im Magen liegen und gären. Obst und Gemüse liefern kaum verwertbare Nährstoffe und verursachen Durchfall oder Verstopfung.
Der Auslöser für die Fortpflanzung ist eine kühle Phase. Über mehrere Wochen wird das Wasser auf etwa 12 bis 16 Grad Celsius abgesenkt. Danach folgt eine langsame Erwärmung auf 18 bis 20 Grad. Dieser Temperatursprung simuliert den Jahreszeitenwechsel und bringt die Tiere in Paarungsstimmung. Männchen setzen dann Spermatophoren ab, kleine Gallertkegel mit Samenpaketen, die das Weibchen mit der Kloake aufnimmt.