Vor dem eigentlichen Verlegen muss das Vinyl mindestens einen Tag im Raum liegen. So passt es sich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. Klicksysteme brauchen eine Dehnungsfuge an allen Wänden, sonst wölbt sich der Belag. Klebevinyl wird vollflächig verklebt, wobei die Bahnen Stoß an Stoß liegen. Ein Andrückroller sorgt dafür, dass der Kleber gleichmäßig haftet. Wer hier schludert, bekommt später Blasen oder abstehende Kanten.
Erst wenn die Grundierung trocken ist, kann gestrichen werden. Ein kurzer Test mit dem Handrücken zeigt, ob die Fläche noch klebt oder bereits staubtrocken ist. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich späteres Nachbessern und erhält einen gleichmäßigen, deckenden Anstrich, der deutlich länger hält.
Farbe nicht direkt aus dem Eimer auf die Wand rollen, sondern zuerst gleichmäßig auf der Rolle verteilen. Dazu die Rolle in der Abstreifvorrichtung des Eimers abstreifen, damit sie gesättigt, aber nicht tropfend ist. Dann die Farbe in mehreren Bahnen auf einer Fläche von etwa einem Quadratmeter kreuzweise verteilen – zuerst senkrecht, dann waagerecht, ohne zwischendurch abzusetzen. Erst wenn die Fläche gleichmäßig benetzt ist, mit parallelen Zügen in eine Richtung nachrollen. Wichtig: die Rolle nie trocken über bereits angezogene Farbe ziehen, das erzeugt sofort Kanten.
Die Tiefe richtig ausnutz
Was vor dem ersten Handgriff geklärt sein muss Bevor Werkzeug zum Einsatz kommt, sind drei Dinge zu prüfen: die Einbaulänge des Zylinders, die Lage der Stulpschraube und die Frage, ob es sich um einen einfachen oder einen doppelten Zylinder handelt. Die Länge wird von der Außenkante des Beschlags bis zur Mitte der Stulpschraube gemessen, und zwar auf beiden Seiten getrennt. Wer hier schätzt, kauft regelmäßig einen Zylinder, der entweder übersteht oder zu kurz ist und sich nicht mehr greifen lässt. Die Stulpschraube sitzt meist seitlich in der Türkante, manchmal verdeckt unter einer Abdeckschraube oder einem Beschlag. Ohne passenden Inbusschlüssel oder Schraubendreher geht hier nichts. Auch die Frage nach Bohrschutz oder Not- und Gefahrenfunktion sollte vor dem Kauf geklärt sein, denn ein Zylinder ohne diese Merkmale lässt sich im Notfall nicht von außen öffnen, wenn innen ein Schlüssel steckt.
Teppiche wirken vor allem gegen Trittschall und gegen Nachhall. Ein dicker Teppich mit Filz- oder Schaumrücken auf dem Boden nimmt einen Teil des Luftschalls auf, der sonst zwischen Wänden hin und her reflektiert. Das macht den Raum ruhiger, beseitigt aber nicht den Lärm, der durch die Wand kommt. Wer einen Teppich verlegt, sollte auf die Unterlage achten: Eine zu weiche Unterlage unter einem schweren Teppich führt zum Wellenbilden und verliert nach kurzer Zeit die Wirkung. Teppich plus dichte Unterlage ist wirksamer als ein noch dickeres Obermaterial allein.
Typische Fehler kosten Zeit und Geld. Häufig wird die Stulpschraube zu fest angezogen, wodurch sich der Zylinder nicht mehr drehen lässt. Ein weiterer Fehler ist der Einbau eines Zylinders, der auf der Außenseite mehr als drei Millimeter übersteht. Das erleichtert Aufbruchversuche mit Zange oder Rohrzange erheblich. Wer die Not- und Gefahrenfunktion ignoriert, steht irgendwann vor der verschlossenen Tür, weil der innen steckende Schlüssel den Außenzylinder blockiert. Und wer den alten Zylinder entsorgt, statt ihn für den Auszug aufzubewahren, riskiert Ärger mit dem Vermieter und zusätzliche Kosten.
Nach dem Einbau folgt der Funktionstest. Mehrfach auf- und zuschließen, dabei prüfen, ob der Schlüssel in beiden Stellungen sauber greift und ob die Tür ohne Widerstand schließt. Danach die Stulpschraube nur handfest anziehen, nicht mit Gewalt. Wer sich unsicher ist, ob der Zylinder zur Tür und zur Schließanlage des Hauses passt, sollte vor dem Kauf ein Foto der Türkante und die ausgebauten Maße mitnehmen. In vielen Fällen ist der Austausch in einer halben Stunde erledigt, sofern die Vorbereitung stimmt.
Zunächst den Untergrund gründlich prüfen. Eine Richtlatte oder ein langes Lineal zeigt, wie tief die Unebenheiten wirklich sind. Feine Rillen und kleine Krümel sind harmlos, alles über zwei Millimeter auf einem Meter Länge wird zum Problem. Auch alte Kleberreste, lose Estriche oder Feuchtigkeit müssen vor dem Verlegen beseitigt werden. Ein Feuchtigkeitsmessgerät oder die Folienmethode gibt Aufschluss darüber, ob der Boden überhaupt trocken genug ist.
Typische Fehler sind zu schnelles Arbeiten, fehlendes Absaugen des Untergrunds und das Verlegen über sichtbare Feuchtigkeit. Auch das Zuschneiden der Bahnen ohne Randabstand rächt sich. Bei Unebenheiten einfach mehr Kleber zu nehmen, ist keine Lösung – der Untergrund muss vorher plan sein. Wer diese Reihenfolge einhält, erhält einen Belag, der auch nach Jahren noch fest und ruhig liegt.
Der eigentliche Wechsel ist unspektakulär. Zuerst wird die Tür geöffnet, damit beide Zylinderseiten zugänglich sind. Dann die Stulpschraube lösen, aber nicht vollständig herausdrehen, sonst fällt sie leicht in den Türkörper. Den Schlüssel innen einstecken und leicht drehen, damit sich der Zylinder aus der Nuss löst. Anschließend den Zylinder vorsichtig herausziehen. Sitzt er fest, hilft ein sanfter Druck mit einem Kunststoffkeil, niemals mit einem Metallhebel, der den Beschlag verkratzt. Den neuen Zylinder vor dem Einsetzen auf gleiche Länge prüfen und die Nussstellung beachten. Beim Einschieben darf der Schlüssel nicht im Zylinder stecken, sonst blockiert die Nuss.