Der knappste Punkt in kleinen Küchen ist fast immer die Tiefe. Hinter dem Gerät verlaufen oft Wasseranschluss, Abfluss und Steckdose. Ein Zulaufschlauch braucht einen Bogen, sonst knickt er ab und das Gerät zieht kein Wasser. Der Ablaufschlauch muss mit einem Siphon verbunden werden, der einen Geräteanschluss besitzt. Fehlt dieser Anschluss, lässt sich ein passender Siphon nachrüsten, ohne die Wand aufzustemmen. Achten Sie darauf, dass der Schlauch nicht höher als etwa 60 Zentimeter über dem Boden geführt wird, sonst läuft das Wasser nicht ab und die Pumpe arbeitet gegen den Widerstand.
Für sehr kleine Bäder gibt es eine dritte Möglichkeit: die Kombination aus kurzer fester Wand und Vorhang an der offenen Seite. Diese Lösung hält den Spritzbereich klein und lässt trotzdem genug Bewegungsfreiheit. Wichtig ist, dass der Vorhang nicht gegen die feste Wand drückt, sondern auf einer eigenen Schiene läuft. Planen Sie den Duschbereich so, dass die Tür des Bades noch vollständig zu öffnen ist – das wird bei der Montage häufig übersehen.
Ein häufiger Fehler ist die Bestellung auf den exakten Millimeter. Ein Regalboden braucht Spiel, sonst lässt er sich bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht mehr einsetzen oder ausbauen. In der Praxis sind ein bis zwei Millimeter Gesamtluft verteilt auf beide Seiten sinnvoll, bei Massivholz eher zwei bis drei Millimeter. Der Zuschnitt selbst sollte immer auf einer Plattenaufteilsäge oder mit einer Führungsschiene erfolgen. Freihand mit der Stichsäge entstehen wellige Kanten, die später nicht dicht abschließen und die Auflagefläche verkleinern.
Vor dem Sägen die Platte auf beiden Seiten abkleben, damit die Sägekante keine Kratzer bekommt. Stichsäge mit feinem Blatt, langsam führen, Späne sofort absaugen. Für den Spülenausschnitt zuerst mit einem Forstnerbohrer die Ecken bohren, dann gerade sägen. Wer die Platte auf einer Unterlage aus Reststücken lagert, vermeidet Kratzer auf der Unterseite. Ein häufiger Fehler: den Ausschnitt spiegelverkehrt anzeichnen. Deshalb die Platte vor dem Sägen einmal probeweise auflegen und die Ausrichtung mit einem Bleistift markieren.
Spüle und Kochfeld: Ausschnitt vor der Bestellung festlegen Der Ausschnitt für die Spüle ist der kritische Punkt. Wer die Platte tauscht und die alte Spüle behalten will, braucht deren exakte Ausschnittmaße, nicht nur die Beckengröße. Die stehen in der Montageanleitung oder auf einem Aufkleber an der Unterseite. Fehlt das Maß, hilft nur nachmessen am ausgebauten Becken. Wichtig: Der Ausschnitt muss zur neuen Platte passen, denn nicht jede Platte verträgt einen Ausschnitt an derselben Stelle. Bei Massivholz oder Schichtstoff liegt die Mindestrandbreite bei mehreren Zentimetern, sonst bricht die Kante. Ein Kochfeld mit größerem Ausschnitt als die alte Platte lässt sich nicht einfach einsetzen; dann muss die neue Platte komplett neu ausgeschnitten werden.
Nach dem Schnitt werden die Kanten mit Schleifpapier geglättet. Bei lackierten oder furnierten Türen ist es ratsam, die offene Unterseite sofort mit passendem Lack oder einer Grundierung zu versiegeln. Sonst kann Feuchtigkeit eindringen und das Holz aufquellen lassen. Wer die Kante sauber versiegelt, verhindert außerdem, dass sich die Tür später verzieht. Bei einer Röhrenspan- oder Wabentür sollte man nur so viel abschneiden, dass die Stabilität erhalten bleibt.
Ein häufiger Fehler ist das Festziehen in einem Zug. Dadurch wandert die Platte seitlich, und die Bohrungen passen nicht mehr. Ein weiterer Fehler: das Gestell vor dem Aufsetzen der Platte bereits in die höchste Position zu fahren. Das erschwert die Montage, weil die Befestigungspunkte schwer erreichbar sind. Besser ist es, das Gestell zunächst ganz abzusenken und erst nach dem Verschrauben elektrisch oder manuell auf die gewünschte Höhe zu bringen.
Die Montage beginnt mit dem Zuschnitt der Länge. Bei Platten mit Dekor oder Nut und Feder immer von der sichtbaren Kante her schneiden, damit die Schnittkante später an der Wand oder unter einem Abschlussprofil verschwindet. Die Platte auf die Unterschränke legen, ausrichten, dann von unten mit Schrauben durch die Traversen befestigen. Nicht direkt durch die Plattenoberseite schrauben. Zwischen Platte und Wand bleibt eine Dehnungsfuge, die mit Silikon oder einem Abschlussprofil abgedeckt wird.
Der Duschvorhang ist die flexibelste Lösung. Er lässt sich in Nischen, unter Dachschrägen und vor freistehenden Wannen montieren, ohne dass Wände oder Fliesen angebohrt werden müssen. Entscheidend ist die Länge: Der Vorhang sollte bis etwa zwei Zentimeter über dem Boden reichen, sonst spritzt Wasser seitlich heraus. Ein häufiger Fehler ist ein zu kurzer Vorhang – dann läuft das Wasser über die Wanne auf den Boden. Ebenso problematisch: ein zu leichter Stoff, der bei jedem Luftzug an der Haut klebt. Schwere, wasserabweisende Gewebe mit Gewichtsband am Saum bleiben ruhiger und trocknen schneller ab.