Beim Einrichten gibt es typische Fehler. Häufig wird Kies gewählt, weil er günstig ist oder optisch gefällt. Ebenso problematisch sind dekorative Elemente mit kleinen Steinchen, etwa Mosaiksteine oder beklebte Höhlen. Diese Kleinteile lösen sich mit der Zeit und landen im Becken. Prüfe jedes Dekostück, indem du mit der Hand darüberfährst: Alles, was sich löst oder kleiner als der Axolotlkopf ist, gehört nicht ins Wasser. Ein weiterer Fehler ist das Nachfüllen von Kies nach einer Reinigung, ohne die Korngröße zu kontrollieren.
Tageslicht, das seitlich durch ein Fenster in den Raum fällt, erreicht ein Aquarium nie so, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Scheibe reflektiert einen Teil, die Wasseroberfläche wirft je nach Blickwinkel weitere Anteile zurück, und erst der Rest dringt ins Wasser ein. Für die Beleuchtung im Axolotl-Aquarium bedeutet das: Das Fensterlicht ist kein Ersatz für eine Lampe, sondern ein zusätzlicher, schwer kalkulierbarer Faktor. Wer ihn ignoriert, bekommt entweder Algen oder einen gestressten Axolotl – oft beides.
Rote Mückenlarven sind fettreich und werden sehr gern gefressen. Sie eignen sich als Ergänzung, nicht als Hauptfutter. Das Problem: Sie leben oft in belasteten Gewässern und können Krankheitserreger einschleppen. Wer sie verfüttert, sollte sie vorher einige Tage in sauberem Wasser hältern und nur tiefgekühlte oder gefriergetrocknete Ware verwenden. Weiße Mückenlarven sind fettärmer und für die tägliche Fütterung besser geeignet. Beide Sorten schwimmen an der Oberfläche – Axolotl fressen jedoch am Boden. Man muss die Larven vorsichtig mit einer Pipette in Bodennähe absetzen, sonst gehen sie verloren und belasten das Wasser.
Stress durch falsche Vergesellschaftung oder zu kleine Becken führt ebenfalls zu Kiemenproblemen. Axolotl sind Einzelgänger und reagieren auf Artgenossen oft mit Bissen, die Kiemen kosten. Ein Becken von mindestens 80 Zentimetern Länge für ein Tier, mit Verstecken und weichem Bodengrund, senkt das Risiko. Auch grelles Licht meiden die Tiere; sie sind dämmerungsaktiv und ziehen sich zurück, wenn es zu hell ist. Kiemen, die dauerhaft nach vorne geklappt sind, zeigen Stress an – dann muss die Ursache gesucht werden, nicht nur das Symptom.
Wer Axolotl vergesellschaften will, sollte ehrlich abwägen: Der Stress für alle Beteiligten ist hoch, die Verluste sind meist vorprogrammiert. Am sichersten ist die Einzelhaltung oder eine Gruppe von Axolotln gleicher Größe. Wer Garnelen dazusetzt, akzeptiert, dass sie als Futter enden. Wer Fische dazusetzt, handelt fahrlässig. Prüfe vor jedem Besatz die Wassertemperatur, die Endgröße beider Arten und die Fressgewohnheiten. Nur wenn alle drei Punkte passen, hat die Vergesellschaftung eine Chance – und selbst dann bleibt sie ein Experiment.
Axolotl sind Einzelgänger. Wer sie mit anderen Tieren in ein Becken setzt, muss mit Verlusten rechnen – meist auf Seiten der Mitbewohner. Der Grund liegt in der Natur der Tiere: Sie fressen alles, was in ihr Maul passt, und ihr Maul ist breiter, als viele denken. Ein ausgewachsener Axolotl schluckt Fische bis zu einer Körperlänge von mehreren Zentimetern problemlos. Wer trotzdem vergesellschaften will, sollte zuerst verstehen, welche Kombination überhaupt eine Chance hat und welche von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Wenn bereits Kies im Becken liegt, sollte er vollständig entfernt werden. Das bedeutet: Axolotl in einen separaten Behälter mit aquariumtemperiertem Wasser umsetzen, Becken leeren, Kies absaugen oder ausschöpfen, Glasboden gründlich spülen und erst dann neu einrichten. Achte darauf, dass der Filter während der Aktion weiterläuft oder die Filtermedien in Beckenwasser gelagert werden, damit die nützlichen Bakterien nicht absterben. Nach dem Neueinrichten die Wasserwerte einige Tage kontrollieren, bevor die Tiere zurückkommen.
Warum zu flaches Wasser die Kiemen schädigt Steht das Wasser nur wenige Zentimeter hoch, sinkt die Sauerstoffkonzentration schnell, besonders bei warmen Temperaturen. Die Kiemen der Axolotl werden dann länger und dünner, um mehr Sauerstoff aufzunehmen – ein Zeichen für Stress. Gleichzeitig konzentrieren sich Ausscheidungen in einer kleinen Wassermenge, und die Belastung durch Ammonium und Nitrit steigt schneller, als der Filter ausgleichen kann. Ein weiterer Fehler: Viele Halter füllen das Becken bis zum Rand, weil sie glauben, mehr Wasser sei automatisch besser. Doch Axolotl sind keine guten Schwimmer und geraten in zu tiefem Wasser leichter in Panik, wenn sie zum Luftholen nach oben müssen.
Garnelen sind die beste Wahl, wenn überhaupt. Amanogarnelen werden bis zu fünf Zentimeter groß, sind schnell und weichen aus. Sie putzen Futterreste weg und greifen den Axolotl nicht an. Allerdings frisst der Axolotl Jungtiere und geschwächte Garnelen. Ein dicht bepflanztes Becken mit Verstecken erhöht die Überlebenschance. Wer viele Garnelen einsetzt, muss mit Ausfällen rechnen – das ist kein Miteinander, sondern ein Fressen und Gefressenwerden.