Bei hartnäckigen Verkrustungen kann die Lösung auch einige Minuten einwirken. Wichtig ist, das Bügeleisen dabei nicht eingeschaltet zu lassen, sondern vorher abkühlen zu lassen. Nach dem Reinigen sollte man den Dampfstoß testen, indem man auf ein Tuch dampft. Kommen keine weißen Partikel mehr mit, war die Reinigung erfolgreich. Zeigen sich weiterhin Rückstände, kann der Vorgang wiederholt werden. Zwischen den Reinigungen empfiehlt es sich, ausschließlich destilliertes oder entkalktes Wasser zu verwenden, um neue Ablagerungen zu vermeiden.
Die einfachste Methode ist eine Mischung aus warmem Wasser und einem Spritzer Geschirrspülmittel. Diese Lösung in die Vase oder Karaffe füllen, den Hals mit dem Daumen verschließen und kräftig schütteln. Die Flüssigkeit wirbelt an der Innenwand entlang und löst lockere Rückstände. Bei schmalen Öffnungen hilft es, nur wenig Wasser zu nehmen, damit die Bewegung intensiver wird. Nach dem Schütteln ausgießen und mit klarem Wasser nachspülen. Bei starken Rändern reicht das allerdings nicht.
Kalkflecken auf Armaturen entstehen, weil im Wasser gelöste Calcium- und Magnesiumsalze beim Verdunsten auskristallisieren. Diese Kristalle sind härter als viele Oberflächen und wirken beim Reiben wie Schleifpapier. Wer mit trockenem Tuch oder gar Scheuermilch arbeitet, drückt den Kalk in den Werkstoff und hinterlässt matte Kratzspuren, die sich nicht mehr entfernen lassen. Entscheidend ist deshalb nicht Kraft, sondern Chemie: Säure löst den Kalk, Wasser spült ihn weg, und die Armatur bleibt unbeschädigt.
Zur Vorbeugung reicht es, die Armatur nach jeder Nutzung mit einem trockenen Tuch abzuziehen. Kalk braucht Wasser, um auszukristallisieren. Wer die Tropfen entfernt, bevor sie verdunsten, hat deutlich weniger Arbeit. Alle ein bis zwei Wochen eine kurze Behandlung mit verdünnter Zitronensäure hält die Oberfläche glänzend, ohne dass sich Schichten aufbauen. Wichtig ist, säurehaltige Mittel niemals auf Marmor, Naturstein oder emaillierten Flächen einzusetzen, da diese dauerhaft angeätzt werden.
Die dauerhafte oder permanente Härte, also Calciumsulfat und Magnesiumsulfat, lässt sich durch Kochen überhaupt nicht beeinflussen. Sie bleibt vollständig gelöst und bildet keinen Niederschlag. Deshalb ist Abkochen keine Methode zur Wasserenthärtung, egal wie lange man es betreibt. Es ist reine Verschwendung von Energie und Zeit, wenn das Ziel weicheres Wasser sein soll.
Kalk im Wasser verschwindet nicht dadurch, dass man es erhitzt. Wer glaubt, abgekochtes Wasser sei weicher, verwechselt zwei völlig verschiedene Dinge: die Keimfreiheit und die Wasserhärte. Abkochen tötet Bakterien und Viren ab, lässt aber die gelösten Calcium- und Magnesiumionen unangetastet. Diese Ionen sind für die Härte verantwortlich, und sie bleiben nach dem Kochen exakt in derselben Konzentration im Wasser zurück.
Abschließend gilt: Vorbeugen ist einfacher als Entfernen. Ein Blick auf die Düsen nach jedem Bügeln, die Verwendung von entkalktem Wasser und gelegentliches Ausdampfen auf einem alten Tuch halten das Gerät sauber. So bleiben Hemden, Blusen und Kleider frei von unschönen Kalkflecken, und das Bügeln wird wieder zu einer routinesicheren Angelegenheit.
Für hartnäckige Verkrustungen an Strahlregler und Duschkopf lohnt sich das Einweichen. Schraube den Strahlregler ab, lege ihn in eine Schüssel mit warmer Zitronensäurelösung und lasse ihn über Nacht stehen. Die Düsen lassen sich danach mit einer alten Zahnbürste durchbürsten. Bei festen Duschköpfen füllt man einen Beutel mit Lösung, stülpt ihn über den Kopf und befestigt ihn mit einem Gummiband. Nach dem Einweichen kurz durchspülen, damit gelöste Rückstände aus den Düsen verschwinden.
Beginne mit der mildesten Methode: Essigessenz oder Zitronensäure. Mische einen Teil Essigessenz mit zwei Teilen Wasser. Bei Zitronensäure genügen zwei Teelöffel Pulver auf einen halben Liter warmes Wasser. Tränke ein weiches Tuch oder Küchenpapier, lege es auf die betroffenen Stellen und lasse es zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Das Papier hält die Säure am Kalk, statt sie ablaufen zu lassen. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen und mit einem Mikrofasertuch trockenwischen. Mikrofaser nimmt Restwasser auf, ohne zu kratzen.
Was beim Erhitzen tatsächlich passiert, ist eine Umverteilung. Calciumhydrogencarbonat, das sogenannte temporäre oder Carbonathärte, zerfällt ab etwa 60 Grad Celsius in Calciumcarbonat, Kohlendioxid und Wasser. Das Kohlendioxid entweicht als Gas, das Calciumcarbonat ist praktisch unlöslich und fällt als feiner weißer Niederschlag aus. Diesen Vorgang nennt man Kalkausfällung. Er setzt sich als Kesselstein an Heizstäben, in Wasserkochern und in Leitungen ab.
Zuerst muss die Maschine vollständig abkühlen und vom Stromnetz getrennt werden. Das gilt besonders für Geräte mit Heizblock, denn im heißen Zustand kann Entkalker spritzen oder Dampf entweichen. Danach den Wassertank entnehmen, den Restwasserbehälter leeren und die Brühgruppe sowie den Tresterbehälter herausnehmen, sofern das Modell dies zulässt. Bei vielen Vollautomaten sitzt der Kalk genau dort, wo das Wasser in die Brühkammer läuft. Ein Blick mit einer Taschenlampe in den Einfüllschacht zeigt oft schon weiße oder gräuliche Ablagerungen.