Ein Lehmputz wird in der Regel in zwei Lagen aufgebracht. Die erste Lage, der Unterputz, gleicht Unebenheiten aus. Er darf ruhig etwas dicker sein, sollte aber nicht in einem Zug aufgetragen werden, weil sonst Risse entstehen. Nach dem Antrocknen wird die zweite Lage, der Oberputz, dünner aufgetragen. Die Konsistenz richtet sich nach dem Untergrund: Zu flüssiger Lehm läuft weg, zu fester Lehm lässt sich nicht sauber verstreichen. Wer zum ersten Mal mit Lehm arbeitet, sollte eine kleine Probefläche anlegen. Dort zeigt sich schnell, wie das Material auf den Untergrund reagiert.
Bevor gebohrt wird, lohnt das Gespräch mit der Nachbarschaft und, bei Mietwohnungen, die Rücksprache mit der Verwaltung. Manche Maßnahmen sind genehmigungspflichtig, und ein Eingriff in die Bausubstanz ohne Absprache kann später teuer werden. Wer unsicher ist, ob die Ursache wirklich in der eigenen Wohnung liegt, kann eine fachliche Messung beauftragen. Sie kostet Geld, verhindert aber den häufigsten Fehler: viel Aufwand an der falschen Stelle, während der eigentliche Schallweg unberührt bleibt.
Beginne mit der Innenhöhe. Miss vom Boden bis zur Decke, ziehe fünf Zentimeter Luft ab. Ein Schrank bis knapp unter die Decke bringt eine zusätzliche Ebene, ohne dass sich der Raum drückend anfühlt. Wähle eine Korpusbreite von neunzig bis einhundertzwanzig Zentimetern und eine Tiefe von fünfundfünfzig Zentimetern. Das reicht für Kleiderbügel quer und für gefaltete Wäsche. Alles darüber hinaus ist im Gästezimmer toter Raum.
Eine Nische im Flur wirkt nur dann aufgeräumt, wenn ihre Tiefe zur Nutzung passt. Wer pauschal 30 cm einplant, bekommt später Probleme: Schuhe stehen über den Rand, ein Sitzpolster findet keinen Platz, und Kabel der indirekten Beleuchtung quellen heraus. Vor dem ersten Metallprofil steht deshalb die Frage, was tatsächlich hinein soll. Ein Schuhregal braucht 35 bis 40 cm lichte Tiefe, ein Sitzplatz mindestens 45 cm, ein reines Deko-Fach kommt mit 15 cm aus. Diese Zahl bestimmt den gesamten Aufbau.
Wer in einer Mietwohnung lebt und den Trittschall reduzieren will, stößt schnell auf Teppichboden. Er ist die naheliegendste Lösung, weil er sich ohne bauliche Veränderungen auslegen lässt und beim Auszug einfach entfernt wird. Doch viele Mieter machen denselben Fehler: Sie kaufen einen Teppich nach Optik und Preis, verlegen ihn lose auf den Estrich und wundern sich, dass die Nachbarn unten weiterhin jeden Schritt hören. Trittschall entsteht nicht durch den Tritt selbst, sondern durch die Körperschallübertragung in die Decke. Ein Teppich wirkt nur, wenn er diese Übertragung unterbricht – und das gelingt nicht mit jedem Material gleich gut.
Wenn die Fuge trotz Pflege undicht wird, Risse zeigt oder sich ablöst, hilft nur der Austausch. Alte Fugenreste vollständig entfernen, den Untergrund reinigen und trocknen lassen, dann neu verfugen. Nur so hält die neue Fuge dicht und schimmelfrei. Mit der richtigen Routine aus Reinigung, Trocknung und gelegentlicher Pflege bleiben Silikonfugen im Bad lange sauber und funktionsfähig.
Silikonfugen im Bad sind ständig Feuchtigkeit, Seifenresten und Schimmel ausgesetzt. Wer sie regelmäßig reinigt und pflegt, verlängert ihre Lebensdauer deutlich. Entscheidend ist, welche Mittel verwendet werden und wie oft. Aggressive Reiniger zerstören die Oberfläche, während sanfte Pflege die Fuge geschmeidig hält.
Viele greifen zu chlorhaltigen Reinigern, weil sie schnell wirken. Auf Dauer machen sie das Silikon porös und spröde. Besser ist es, auf sanfte Mittel zu setzen und dafür häufiger zu reinigen. Auch Schimmelentferner mit Bleiche sollten nur im Notfall und verdünnt verwendet werden. Nach der Anwendung immer gut lüften und die Fuge gründlich abspülen, damit keine Rückstände bleiben.
Zur Pflege gehört auch, die Fuge nicht mit scharfen Gegenständen zu bearbeiten. Messer, Schaber oder Stahlwolle hinterlassen Kratzer, in denen sich Schmutz und Keime sammeln. Ebenso schädlich sind Dampfreiniger mit hohem Druck, weil sie das Silikon vom Untergrund lösen können. Wer die Fuge pflegt, sollte sie zweimal pro Woche kurz abwischen und einmal im Monat eine gründliche Reinigung durchführen. So bleibt sie elastisch und optisch ansprechend.
Für die regelmäßige Reinigung reicht lauwarmes Wasser mit einem Spritzer mildem Spülmittel. Die Fuge mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm abreiben, niemals mit einem Scheuerschwamm oder einer Drahtbürste. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen und trocken wischen. So bleiben oberflächliche Verschmutzungen und Seifenreste nicht haften. Bei hartnäckigen Belägen kann eine Paste aus Natron und Wasser aufgetragen, kurz einwirken gelassen und mit einer Zahnbürste abgeschrubbt werden. Danach gründlich abspülen.
Schimmel vermeiden, nicht nur bekämpfen Schimmel in der Fuge entsteht durch dauerhafte Feuchtigkeit. Nach dem Duschen oder Baden sollte die Silikonfuge abgezogen oder trocken gewischt werden. Ein Handtuch oder ein Abzieher genügt. Zusätzlich hilft regelmäßiges Lüften, idealerweise Stoßlüften für fünf bis zehn Minuten. Ist der Schimmel bereits tief eingedrungen, hilft oft nur das Entfernen der alten Fuge. Oberflächlicher Schimmel kann mit einer Mischung aus Wasser und Essigessenz (1:1) behandelt werden. Essig greift Silikon weniger an als Chlorreiniger, tötet aber Sporen ab. Nach der Einwirkzeit abspülen und trocknen.