Axolotl-Larven schlüpfen nach etwa zwei bis drei Wochen aus dem Laich und sind dann rund einen Zentimeter lang. Von diesem Moment an entscheidet die Wasserqualität über Leben und Tod. Frisch geschlüpfte Larven vertragen weder Strömung noch Filterbakterien in nennenswerter Menge. Ein kleines Behältnis ohne Filter, nur mit täglichem Teilwasserwechsel, ist die sicherste Lösung. Die Temperatur sollte konstant zwischen 16 und 20 Grad Celsius liegen; alles darüber beschleunigt den Stoffwechsel und begünstigt Krankheiten.
Ein häufiger Fehler ist die Fütterung mit Fischfutter oder Flockenfutter. Axolotl können es nicht verdauen und es führt zu Verstopfungen. Auch rohes Fleisch vom Schwein oder Rind ist ungeeignet, weil es Bakterien und zu viel Fett enthält. Futtertiere aus dem Zoohandel sollten immer auf Parasiten geprüft werden. Junge Axolotl brauchen mehrmals täglich kleine Portionen, adulte Tiere nur zwei- bis dreimal pro Woche. Nach dem Fressen folgt eine Ruhephase, in der man nicht stört. Wer diese Regeln beachtet, hält seine Axolotl gesund und verhindert Wasserprobleme.
Vor dem ersten Besatz steht deshalb eine Messreihe. Bestimme mit Tropftests, nicht mit Teststreifen, folgende Werte: pH, KH, GH, Nitrit, Nitrat und Temperatur. Teststreifen sind für Axolotl ungeeignet, weil sie die KH nur grob schätzen und Farbumschläge bei kühlem Wasser schwer abzulesen sind. Miss an drei aufeinanderfolgenden Tagen zur gleichen Uhrzeit, notiere die Werte und vergleiche sie mit dem Leitungswasser. Erst wenn die Werte stabil sind, kommt ein Tier hinein.
Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion wird der Tierarzt meist eine Hautprobe nehmen oder eine Spülung der Kiemen durchführen. Für viele Befunde gibt es keine zugelassenen Medikamente, sodass der Tierarzt auf Erfahrungswerte zurückgreift. Wer einen Tierarzt sucht, sollte vorher telefonisch klären, ob die Praxis Amphibien behandelt und ob sie Kiemenproben selbst auswertet. Ein allgemeiner Kleintierarzt ohne Amphibienerfahrung kann oft nur eine Erstversorgung leisten, aber keine gezielte Behandlung einleiten.
Ein häufiger Fehler ist die Fütterung mit Frostfutter oder Trockenfutter. Beides wird von Larven nicht verdaut und führt zu Verstopfungen. Ebenso problematisch: zu große Portionen auf einmal. Die Larven fressen gierig, spucken aber Überschüssiges wieder aus, was das Wasser zusätzlich belastet.
Beim Herausnehmen tropft Wasser ab, das Tier wird schwerer und rutschiger. Deshalb hält man es dicht über einer Wanne oder einem Behälter mit abgestandenem, temperiertem Wasser. Die Lufttemperatur sollte der Wassertemperatur entsprechen, sonst reagieren Axolotl mit Stress oder Hautproblemen. Direkte Sonne und Zugluft sind zu vermeiden. Ein kurzer Aufenthalt an der Luft ist unproblematisch, solange die Haut feucht bleibt. Längere Trockenphasen führen zu Schäden an der Schleimhaut.
Ein häufiger Fehler ist der Griff zu Antibiotika oder Salzbädern ohne tierärztliche Anweisung. Axolotl reagieren auf viele Wirkstoffe empfindlich, einige handelsübliche Präparate sind für Amphibien giftig. Auch das eigenständige Erhöhen der Wassertemperatur zur „Therapie” beschleunigt den Stoffwechsel und damit die Ausbreitung von Erregern. Ebenso falsch ist es, einen kranken Axolotl in ein Quarantänebecken mit ungefiltertem, frisch angesetztem Wasser zu setzen. Die Nitritspitze tötet das Tier schneller als die ursprüngliche Erkrankung.
Nach der Behandlung gelten klare Regeln: Medikamente nie ins Hauptbecken geben, sondern in ein separates Behandlungsbecken mit täglichem Wasserwechsel. Die Wassertemperatur dort liegt zwischen 16 und 18 Grad. Nach Abschluss der Behandlung wird der Axolotl erst dann zurückgesetzt, wenn er über mindestens eine Woche stabil frisst und keine äußeren Symptome mehr zeigt. Wer diese Frist unterschreitet, riskiert einen Rückfall und eine erneute Behandlung.
Füttern, ohne das Wasser zu ruinieren In den ersten Tagen zehren die Larven vom Dottervorrat. Danach brauchen sie Lebendfutter, das sie auch wahrnehmen können. Artemia-Nauplien sind der Standard, alternativ frisch geschlüpfte Wasserflöhe oder Mikrowürmer. Wichtig ist, dass die Futtertiere kleiner sind als der Kopf der Larve. Füttern zwei- bis dreimal täglich, aber nur so viel, dass nach zehn Minuten nichts mehr zu sehen ist. Reste sofort absaugen, sonst kippt das Wasser innerhalb weniger Stunden.
Vor jedem Tierarztbesuch sollten die Wasserwerte notiert werden: Temperatur, pH-Wert, Ammoniak, Nitrit und Nitrat. Diese Zahlen sind für die Diagnose wichtiger als eine lange Beschreibung des Verhaltens. Wer ohne diese Werte kommt, zwingt den Tierarzt zu raten. Ein Foto des Beckens und ein kurzes Video des Axolotls helfen zusätzlich. Der Transport erfolgt in einem dunklen, gut schließenden Behälter mit Wasser aus dem Becken, nicht mit frischem Leitungswasser. Kühlung während des Transports ist wichtig, aber niemals mit Eis direkt am Behälter.