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4 Elemente für eine Kuschelecke, die wirklich hält

Bevor Bücher hineinziehen, sollte das Regal leer getestet werden. Belaste einen Boden in der Mitte mit dem Gewicht, das später etwa zwei Reihen Taschenbücher haben. Knarzt es, biegt sich die Auflage sichtbar durch oder springt ein Bodenträger heraus, ist das Regal für schwere Bücher ungeeignet. Ein häufiger Fehler ist, diese Prüfung nur mit wenigen Büchern zu machen und dann nach und nach aufzufüllen. Die Verformung entsteht schleichend, und irgendwann fällt der Boden mitsamt Inhalt heraus.

Worauf beim Umbau zu achten ist Der häufigste Fehler: Die Kommode wird zu hoch, wenn der Wickelaufsatz nicht ganz entfernt wird. Ein Sturz vom erhöhten Möbel ist gefährlich, wenn darauf geklettert wird. Prüfen Sie nach jedem Umbau, ob alle Verbindungen fest sitzen. Lose Schrauben ziehen Sie nach, aber nicht zu fest, sonst reisst das Holz. Besonders wichtig ist der Kindersicherungsschutz: Schubladen mit Auszugsperren versehen, damit das Möbel nicht kippt, wenn ein Kind sie öffnet und sich daran hängt. Eine Wandbefestigung ist bei jeder Nutzung Pflicht, egal ob als Kommode oder als Regal. Wer streicht, verwendet Lacke auf Wasserbasis, die nach dem Trocknen geruchsneutral sind. Lösungsmittelhaltige Farben riechen wochenlang und belasten die Raumluft.

Zusätzlich können Sie scharfe Kanten mit einem weichen Teppich oder einer Spielmatte abdecken, wenn sie sich in Bodennähe befinden. Für Kanten an Wänden oder Heizkörpern gibt es spezielle Abdeckungen aus Kunststoff oder Metall, die abgerundet sind. Achten Sie darauf, dass diese fest montiert sind und keine scharfen Kanten mehr aufweisen. Bei Unsicherheit ziehen Sie eine Fachperson hinzu, die das Zimmer sicherheitstechnisch überprüft. So schaffen Sie eine Umgebung, in der sich Ihr Kind frei bewegen kann, ohne sich zu verletzen.

Kissen sind der zweite Schritt, aber nicht alle sind geeignet. Große, feste Kissen in Rückenlehnenhöhe stützen den Rücken, kleine, weiche Kissen dienen als Auflage für Kopf und Arme. Wer nur dekorative Minikissen verwendet, stellt nach kurzer Zeit fest, dass die Ecke zum Sitzen unbequem ist. Die Kissen sollten einen abnehmbaren Bezug haben, sonst wird das Waschen mühsam. Für den Bodenbelag gilt: alles, was nicht waschbar ist, gehört nicht in eine Kuschelecke, die täglich genutzt wird. Ein häufiger Fehler ist es, die Kissen direkt an die Wand zu lehnen. Die Wand ist hart, und nach einer Stunde tun die Schultern weh. Ein Keilkissen oder ein zusammengerolltes Wollplaid zwischen Wand und Rücken löst das Problem.

Kissen geben der Ecke ihre Form, aber nur, wenn sie unterschiedlich groß sind. Ein gleichmäßiger Stapel aus vier identischen Kissen sieht ordentlich aus und fühlt sich steif an. Bewährt hat sich eine Mischung: zwei große Kissen als Rückenlehne an der Wand, zwei mittlere zum Anlehnen, ein kleines zum Greifen. Wichtig ist die Füllung. Federkissen sinken schnell zusammen, Schaumstoff behält die Form länger. Wer Allergien hat, greift zu waschbaren Bezügen und wäscht sie alle paar Wochen mit, sonst staubt die Ecke zu.

Weiterverwenden heisst: Das Möbel bleibt im Kinderzimmer, bekommt aber eine neue Aufgabe. Wickelkommoden haben oft eine praktische Höhe und viele Fächer. Als Kleiderschrank für ein Kind im Vorschulalter reicht die Tiefe meist aus. Als Bücherregal oder für Spiele ist die Kommode ebenfalls brauchbar. Wer sie im Bad nutzt, sollte auf Feuchtigkeitsbeständigkeit achten: unbehandeltes Holz quillt auf, lackierte Flächen halten besser. Ein weiterer Vorteil: Die vorhandenen Fächer sparen den Kauf eines neuen Regals.

Ein bequemer Platz muss nicht teuer sein, aber er muss passen. Ein Kind kann auf einem Erwachsenensessel nicht entspannen, weil die Füße in der Luft hängen. Besser sind ein niedriger Sitzsack, ein Bodenkissen mit Rückenlehne, ein kleines Sofa oder eine Matratze in einer Ecke. Wichtig sind eine Rückenstütze und eine Sitzhöhe, bei der die Füße den Boden oder ein Kissen berühren. Achten Sie darauf, dass daneben Platz für ein Getränk bleibt, aber nicht direkt über den Büchern – umgekippte Becher sind der häufigste Grund für wellige Seiten.

Beim Aufbau passieren dieselben Fehler immer wieder. Der häufigste: zu viel hineinstellen. Sobald Regale, Pflanzen und Lampen in der Ecke stehen, ist es keine Kuschelecke mehr, sondern ein Abstellplatz. Der zweite Fehler ist die Höhe. Das Dach sollte nicht tiefer als etwa einen Meter über der Sitzfläche beginnen, sonst wird es beim Aufstehen zum Hindernis. Der dritte Fehler ist die Position direkt neben einer Heizung oder in Zugluft, wo niemand freiwillig sitzt. Wer diese drei Punkte vor dem Aufbau prüft, spart sich späteres Umbauen.

Am Ende entscheidet der Zustand. Eine Kommode mit fest verleimtem Aufsatz lässt sich schlecht umbauen, aber gut weiterverwenden. Eine mit vielen Kratzern und gequollenen Kanten geben Sie besser weiter, statt Zeit in eine Reparatur zu stecken. Wer Platz hat, behält sie als Zweitmöbel. Wer knapp wohnt, findet über Kleinanzeigen oder im Bekanntenkreis schnell einen Abnehmer. Wichtig ist nur: Nicht einfach in den Keller stellen und vergessen. Nach zwei Jahren Feuchtigkeit ist das Holz meist verdorben.

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