Woran man Überdüngung erkennt, bevor die Pflanze einge
Für hartnäckige Fälle hilft ein Platz, der für die Katze attraktiver ist. Ein flacher Karton mit Sand oder eine eigene kleine Kiste mit weicher Erde, direkt neben den Töpfen aufgestellt, lenkt das Grabebedürfnis um. Wichtig: Dieser Ausweichplatz muss regelmäßig gereinigt werden, sonst wird er ignoriert. Bei Wohnungskatzen reicht oft schon ein zweites Katzenklo in der Nähe der Pflanzen, weil viele Tiere nicht dort graben, wo sie sich erleichtern.
Gedüngt wird sparsam. Ein flüssiger Volldünger in halber Konzentration alle sechs bis acht Wochen während der Wachstumsphase von April bis September reicht völlig aus. In den Wintermonaten pausierst du das Düngen komplett, weil die Pflanze dann kaum wächst. Zu viel Dünger führt zu weißen Ablagerungen auf der Erde und zu verbrannten Wurzeln, die sich durch welke Blätter zeigen, obwohl der Boden feucht ist.
Wie oft gedüngt wird, hängt von drei Dingen ab: Wachstumsphase, Topfgröße und Substrat. In der Hauptwachstumszeit von März bis September reicht es bei den meisten Grünpflanzen, alle zwei bis vier Wochen zu düngen. Im Winter, wenn das Licht fehlt und die Pflanze kaum wächst, wird gar nicht oder nur alle sechs bis acht Wochen gedüngt. Frisch umgetopfte Pflanzen, deren Substrat vorgedüngt ist, brauchen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Wer frisch gekaufte Pflanzen sofort düngt, überfüttert sie meist.
Praktisch geht man so vor: Zuerst die Tropfen mit einem sauberen, feuchten Tuch abwischen, damit sich kein Nährboden für Rußtaupilze oder Schimmel bildet. Danach den Topf anheben – fühlt er sich schwer an, obwohl die oberste Erdschicht trocken ist, wartet man mit dem nächsten Gießen. Das Substrat sollte zwischen zwei Wassergaben fast vollständig abtrocknen. Ein Umtopfen in eine Mischung aus Rindeneinlage, Perlite und grober Blumenerde verbessert die Drainage. Tontöpfe mit Abzugsloch und eine Schicht Blähton am Boden verhindern, dass Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Steht die Monstera in einem Übertopf ohne Abfluss, gießt man künftig im Waschbecken, lässt abtropfen und setzt sie erst dann zurück.
Ein häufiger Fehler ist, die Erde einfach festzustampfen. Das hält Katzen nicht ab, schadet aber den Wurzeln, weil die Durchlüftung fehlt. Ebenso falsch ist es, Pfeffer oder Zitrusduft auf die Erde zu streuen. Das reizt die Atemwege der Katze und verflüchtigt sich nach wenigen Tagen. Besser ist eine dauerhafte physische Barriere. Wer mehrere Töpfe besitzt, sollte alle gleich behandeln. Sonst wandert die Katze einfach zum nächsten unbedeckten Topf.
Nach dem Einsetzen wird nicht sofort stark gegossen. Lauwarmes Wasser ohne Dünger, bis es unten austritt, reicht. Danach kommt die Pflanze für ein bis zwei Wochen an einen schattigen, windgeschützten Platz ohne pralle Sonne. Erst wenn neuer Austrieb sichtbar ist, kehrt sie an ihren gewohnten Standort zurück. Typische Fehler: zu früh düngen, zu viel gießen oder den Ballen mit Gewalt auseinanderreißen. Wer diese vier Schritte einhält, verliert keine Blätter und sieht nach zwei Wochen frisches Grün.
Die einfachste Lösung ist eine Abdeckung der Erdoberfläche. Grober Kies, Tonscherben, dekorative Steine oder eine Schicht aus Kokosfasern halten die Krallen fern. Wichtig: Die Abdeckung muss schwer genug sein, dass eine Katze sie nicht einfach zur Seite schiebt. Bei großen Töpfen reicht eine Lage größerer Kieselsteine. Bei kleineren Töpfen bewährt sich eng anliegendes Drahtgitter, das um den Stängel gelegt wird. Der Nachteil: Gießen wird umständlicher, weil das Wasser langsamer einsickert. Also lieber seltener, dafür durchdringend gießen.
Pflanzen schützen, ohne die Katze zu vertreiben Manche Katzen graben nicht in der Erde, sondern reißen die Pflanze aus Neugier heraus. Hier hilft ein Schutz um den Wurzelbereich. Ein engmaschiges Kunststoffnetz, flach auf die Erde gelegt und an den Rändern eingedrückt, verhindert das Ausgraben. Alternativ können empfindliche Pflanzen in einen kleineren Innentopf gesetzt werden, der in den größeren Topf eingelassen ist. So bleibt die Erde der eigentlichen Pflanze unerreichbar, während der äußere Topf weiterhin dekorativ wirkt. Achtung: Der Innentopf braucht ein Abzugsloch, sonst staunt das Wasser.
Wer alle vier Maßnahmen kombiniert – Abdeckung, Wurzelschutz, Ausweichplatz und konsequentes Gießen –, behält seine Pflanzen und seine Nerven. Die Katze lernt nach einigen Wochen, dass der Topf keine interessante Fläche mehr bietet. Kontrolle bleibt trotzdem nötig: Ein umgefallener Topf oder frisch umgetopfte Erde weckt den Instinkt immer wieder neu.
Katzen graben aus zwei Gründen in Töpfen: Sie suchen eine weiche Unterlage für ihr Geschäft, oder sie finden die Erde einfach interessant zum Wühlen. Wer beides unterbindet, ohne die Pflanzen zu verlieren, braucht keine Abwehrsprays und keine lauten Abschreckungsgeräte. Es reicht, die Oberfläche unatraktiv zu machen und die Pflanze selbst zu schützen.