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Wenn Läuse den Stamm besiedeln, hilft nur Mechanik

Der Nährstoffbedarf hängt von der Art, dem Licht und der Wachstumsphase ab. Eine Grünpflanze im schattigen Flur braucht deutlich weniger als eine blühende Pflanze am Südfenster. Als grobe Orientierung gilt: In der Hauptwachstumszeit von März bis September alle zwei bis vier Wochen düngen, in der dunklen Jahreszeit gar nicht oder höchstens alle acht Wochen. Langzeitdünger in Form von Granulat oder Kugeln gibt man ein- bis zweimal pro Saison, weil sie ihre Nährstoffe über Monate freisetzen.

So lösen sich die Läuse vom Stamm Beginnen Sie oben und arbeiten Sie sich nach unten. Feuchten Sie die Bürste an und streichen Sie mit leichtem Druck in Längsrichtung der Rinde, nicht quer. Das schont die Leitungsbahnen und schiebt die Läuse aus den Ritzen. Sitzen die Tiere sehr fest, weicht ein Baumwolltuch, um den Stamm gewickelt und mit warmem Wasser befeuchtet, den Panzer an. Nach zehn bis fünfzehn Minuten lassen sich die Schilde mit dem Holzspatel vorsichtig abheben. Zwischendurch die Bürste immer wieder in klarem Wasser ausspülen, sonst verteilt man die Tiere nur neu.

Andere Hausmittel sind ähnlich zwiespältig. Eierschalen liefern Calcium, aber erst nach Monaten, wenn sie zersetzt sind. Bananenschalen enthalten Kalium, ziehen aber Fruchtfliegen an und verrotten oberflächlich. Kaffeesatz mit Eierschalen gemischt ist kein Allheilmittel. Wer düngen will, sollte lieber auf reifen Kompost setzen. Er ist ausgewogen, humusreich und für fast alle Pflanzen verträglich. Hausmittel ersetzen keinen vollwertigen Dünger, sie ergänzen ihn höchstens.

Für die mechanische Entfernung braucht man wenige, aber passende Werkzeuge. Eine Bürste mit mittelharten Kunststoffborsten, ein Holzspatel, ein Baumwolltuch und ein Eimer mit lauwarmem Wasser genügen. Keine Drahtbürste verwenden, denn sie verletzt das Kambium und öffnet Pilzen Tür und Tor. Auch scharfes Kratzen mit dem Messer ist tabu. Arbeiten Sie bei trockenem Wetter, damit die Rinde nach der Behandlung abtrocknen kann. Vor dem Start den Stamm ringsum prüfen, auch unterhalb des Bodens bis zum Wurzelhals, denn dort sitzen die Tiere gern versteckt.

Für robuste Pflanzen ist das Abduschen in der Dusche oder Badewanne die gründlichste Methode. Die Wassertemperatur sollte handwarm sein, etwa 25 bis 30 Grad. Kalter Strahl aus der Leitung schockt tropische Arten, heißes Wasser zerstört das Blattgewebe. Man hält die Pflanze schräg, damit das Wasser ablaufen kann, und spült zuerst die Blattoberseiten, dann die Unterseiten ab – dort sitzen Spinnmilben und andere Schädlinge. Nach dem Duschen muss die Erde gut abtropfen. Staunässe im Topf führt innerhalb weniger Tage zu Wurzelfäule, besonders bei Pflanzen, die in Übertöpfen ohne Abzugsloch stehen.

Der neue Topf sollte nur eine Nummer größer sein als der alte. Ein zu großer Topf hält Wasser, das die Wurzeln nicht erreichen, und begünstigt Fäulnis. Frisches Substrat muss zur Pflanze passen: Kübelpflanzen brauchen strukturstabile Mischungen, Sukkulenten eine mineralische Basis. Fülle eine Schicht Substrat ein, setze den Ballen so ein, dass die Oberkante etwa zwei Fingerbreit unter dem Topfrand liegt. Drücke das Substrat mit den Fingern an, nicht mit der Faust. Klopfe den Topf mehrfach auf den Tisch, damit Hohlräume ver schwinden.

Die richtige Dosierung richtet sich immer nach dem Produkt, nicht nach dem Gefühl. Flüssigdünger wird meist im Verhältnis eins zu zehn mit Gießwasser verdünnt, das steht auf dem Etikett. Häufig reicht schon die halbe angegebene Menge, besonders bei Pflanzen mit langsamem Wuchs. Nie auf trockene Erde düngen: Zuerst angießen, dann die Nährstofflösung geben, sonst verbrennen die feinen Wurzeln. Wer mehrere Pflanzen versorgt, beschriftet am besten den Kalender, um den Überblick zu behalten.

Vor dem eigentlichen Austopfen sollte der Ballen leicht trocken sein. Ein frisch gegossener Topf ist schwer und der Ballen klebt am Rand. Trockenes Substrat löst sich fast von selbst. Drehe den Topf auf die Seite, halte den Stamm mit einer Hand und klopfe mit der anderen kräftig gegen den Topfboden. Bei Tontöpfen reicht oft ein Schlag mit der flachen Hand. Sitzt der Ballen fest, fahre mit einem schmalen Holzstab innen am Rand entlang, um die Verbindung zu lösen. Ziehe niemals am Stängel — das reißt feine Wurzeln ab.

Zimmerpflanzen wachsen in einem begrenzten Substrat, das nach einigen Wochen seine Nährstoffe verliert. Wer regelmäßig gießt, spült zusätzlich Mineralien aus. Düngen ist deshalb notwendig, aber die Menge und der Rhythmus entscheiden darüber, ob eine Pflanze gedeiht oder Schaden nimmt. Zwei Fehler treten dabei am häufigsten auf: zu selten und zu viel.

Ein weiterer häufiger Fehler ist Düngen ohne Pause. Pflanzen brauchen im Winter eine Ruhephase, in der sie kaum Nährstoffe aufnehmen. Wer trotzdem weitermacht, sammelt Salze im Substrat an. Ebenso problematisch: frisch umgetopfte Pflanzen sofort düngen. Die frische Erde enthält bereits Nährstoffe für sechs bis acht Wochen. Erst danach wieder mit dem gewohnten Rhythmus beginnen.

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