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Zu selten gereinigt: Blätter verlieren Glanz und Photosynthese

Wer früh erkennt, kann gezielt handeln, statt die ganze Pflanze zu behandeln. Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie die Blattunterseiten regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen – Spinnmilben meiden feuchte Bedingungen. Bei stärkerem Befall hilft es, die Triebe kräftig mit einem Wasserstrahl abzuspülen, bevor die eigentliche Behandlung beginnt. Kontrollieren Sie benachbarte Pflanzen mit, denn Spinnmilben wandern über Berührung und über Luftströmungen weiter.

Schädlinge sind ein Symptom, keine Ursache. Spinnmilben treten fast nur bei trockener Luft auf. Wer die Luftfeuchtigkeit stabil hält, beugt ihnen vor. Ein Befall zeigt sich an feinen Gespinsten und silbrigen Punkten. Helfen kann Abwischen der Blätter mit lauwarmem Wasser und eine kurzfristige Erhöhung der Feuchtigkeit. Chemische Mittel sind selten nötig, wenn der Standort stimmt. Thripse erkennt man an silbrigen Streifen; auch hier ist die beste Maßnahme, die Pflanze nicht zu trocken zu halten.

Licht ist der zweite Stolperstein. Calathea verträgt keine direkte Mittagssonne. Schon eine Stunde hinter Glas kann Blätter verbrennen. Ein halbschattiger Platz nach Norden oder Osten ist gut, ein Vorhang vor einem Südfenster ebenfalls. Gleichzeitig braucht die Pflanze Helligkeit, sonst verliert sie die charakteristische Zeichnung. Wer den Topf regelmäßig dreht, verhindert einseitiges Wachstum. Im Winter ist zusätzliches Licht über einer gewöhnlichen Lampe meist nicht nötig, solange der Standort hell genug bleibt.

Beginnen wir beim Gießen. Calathea will feucht, aber nie nass stehen. Ein üblicher Fehler: täglich ein kleiner Schluck Wasser. Das führt zu Staunässe Beleuchtung im Wohnzimmer unteren Topfbereich und zu Wurzelfäule. Besser ist es, den Topf alle zwei bis drei Tage anzuheben. Ist er leicht, wird durchdringend gegossen, bis Wasser unten austritt. Danach mindestens zehn Minuten abtropfen lassen. Kalkhaltiges Wasser schadet den . Abgekochtes, gefiltertes oder Regenwasser ist die einfachere Lösung.

Typische Fehler sind zu viel Druck und zu große Flächen in einem Durchgang. Wer die gesamte Rinde an einem Tag abschabt, öffnet sie für Pilze und lässt sie austrocknen. Ein weiterer Fehler ist das Arbeiten bei Nässe: Feuchte Rinde quillt auf, der Schild sitzt dann fester und reißt beim Abheben Holzfasern mit. Auch das Abspritzen mit hartem Wasserstrahl bringt wenig, weil der Schild nicht aufweicht, sondern nur die Umgebung sauber wird. Wer ausschließlich bürstet, übersieht die tiefer sitzenden Tiere in Ritzen und an der Stammbasis.

Typische Fehler entstehen auch durch die Annahme, alle Tassen seien gleich groß. Tatsächlich variieren Kaffeebecher, Gläser und Schüsseln erheblich. Ein weiterer Stolperstein ist die Temperatur: Warmes Wasser dehnt sich minimal aus, was bei kleinen Mengen kaum ins Gewicht fällt, bei größeren jedoch eine Rolle spielen kann. Zudem wird oft vergessen, dass sich Wasser in einem Gefäß nicht gleichmäßig verteilt, wenn dieses schräg gehalten wird. Ein ruhiger, waagerechter Stand ist deshalb wichtig.

Beim Abmessen ohne Messgerät kommt es auf die richtige Technik an. Wasser sollte stets bis zum Rand des gewählten Maßes gefüllt werden, ohne dass etwas überläuft. Bei der Handmethode ist darauf zu achten, dass die Finger nicht gespreizt sind, sonst läuft das Wasser seitlich ab und die Menge stimmt nicht. Wer mit Löffeln arbeitet, sollte diese nicht überhäufen, sondern glatt abstreichen. Ein häufiger Fehler ist das Schätzen nach Augenmaß, ohne die Referenzgröße vorher geeicht zu haben.

Ein weiterer typischer Fehler ist das Umtopfen in zu großen Töpfen. Calathea mag enge Verhältnisse. Ein Topf, der nur zwei bis drei Zentimeter größer ist als der Wurzelballen, reicht. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Torf, Rinde und Perlite. Gedüngt wird nur von April bis September, alle vier Wochen mit niedrig dosiertem Flüssigdünger. Wer im Winter düngt, riskiert Salzablagerungen an den Wurzeln. Umtopfen ist am besten im Frühjahr, wenn die Pflanze ohnehin neu austreibt.

Harmlos ist die Erscheinung, wenn sie vereinzelt nach dem Gießen, nach dem Umtopfen oder an warmen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit auftritt. Die Pflanze reguliert damit ihren Innendruck. Kritisch wird es, wenn die Tropfen dauerhaft, über Wochen, an vielen Blättern auftreten und zusätzlich Blätter gelb werden, braune Spitzen bekommen oder der Wurzelballen modrig riecht. Dann liegt meist eine Überwässerung vor: Das Substrat ist zu dicht, der Topf hat keine Drainage oder es wird zu häufig gegossen. Staunässe führt zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln, die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen, und gleichzeitig steigt der Salzgehalt in der Restfeuchtigkeit.

Gefäße und ihre versteckten Skalen Viele Küchenhelfer haben ein festes, bekanntes Fassungsvermögen. Eine handelsübliche Kaffeetasse fasst meist 150 bis 200 Milliliter, ein handelsüblicher Becher für Tee etwa 250 Milliliter. Ein klassisches Trinkglas mit geradem Rand liegt oft bei 200 bis 250 Millilitern. Auch der Deckel eines Topfes oder eine Konservendose können als Maß dienen, wenn man ihr Volumen einmal ermittelt hat. Wichtig ist, immer dasselbe Gefäß zu verwenden und sich dessen Grenzen einzuprägen.

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