Für eine saubere Ausrichtung im Flur hilft eine einfache Wasserwaage, aber die Technik muss stimmen. Markieren Sie zuerst alle Bohrlöcher mit einem Bleistift, indem Sie die Leiste oder den Haken an die Wand halten. Zeichnen Sie die Löcher an und kontrollieren Sie die Waagerechte mit der Wasserwaage – nicht nur an einer Stelle, sondern über die gesamte Länge. Ein häufiger Fehler ist, nur die obere Kante zu prüfen und dann dennoch schief zu montieren. Wenn Sie mehrere Haken in einer Reihe setzen, arbeiten Sie von der Mitte nach außen. So können Sie Abweichungen besser ausgleichen. Nach dem Bohren aller Löcher setzen Sie zuerst die mittlere Schraube an, dann die äußeren – so bleibt die Garderobe flexibel justierbar.
Setzen Sie die Schrauben nicht mit voller Kraft an, sondern fühlen Sie den Widerstand. Sobald die Schraube spürbar fester wird, stoppen Sie – ein Überdrehen spreizt den Dübel übermäßig und kann die Wand beschädigen. Bei Gipskarton gilt: Eine Umdrehung zu viel, und die Platte bricht aus. Kontrollieren Sie nach dem Eindrehen, ob die Schraube gerade sitzt und nicht schräg herausragt. Ein Tipp gegen verkanntete Schrauben: Drehen Sie die Schraube zuerst gegen den Uhrzeigersinn, bis sie hörbar ins Gewinde fällt, dann erst mit dem Uhrzeigersinn anziehen.
Die größten Lücken schließen: Fenster, Türen und Steckdosen Beginne mit den Stellen, an denen Luft und Schall am leichtesten hindurchströmen: Spalten unter Türen, undichte Fensterrahmen und freiliegende Steckdosen. Eine einfache Methode ist das Anbringen von selbstklebenden Dichtungsbändern an Tür- und Fensterrahmen. Achte darauf, dass die Bänder sauber aufgetragen werden, ohne Falten oder Überlappungen. Bei Steckdosen hilft es, eine dicke Schaumstoffplatte hinter die Abdeckung zu setzen – dabei unbedingt vorher den Strom abschalten und die Isolation nicht beschädigen. Ein typischer Fehler ist es, nur die Innenseite der Tür abzudichten, während der Schall über den Spalt unter der Tür in den Raum gelangt. Dichten Sie auch die Bodenspalte mit einer Türdichtung ab, die Sie am besten im Baumarkt zuschneiden lassen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Ignorieren der Außenseite. Selbst wenn Sie den Kasten von innen dämmen, zieht Kälte über ungedichtete Übergänge zum Mauerwerk in die Bausubstanz. Achten Sie deshalb auch auf die äußeren Fugen. Dichten Sie diese mit einem dauerelastischen Dichtstoff ab, der witterungsbeständig ist. Tragen Sie ihn sorgfältig auf und glätten Sie die Naht mit einem Spachtel. Nach dem Trocknen können Sie die Stelle überstreichen, sodass sie optisch unauffällig bleibt. Diese Maßnahme verhindert nicht nur Zugluft, sondern schützt auch das Mauerwerk vor Feuchtigkeit und Frostschäden.
Wesentlich effektiver als die reine Dämmung ist das Abdichten aller Fugen und Öffnungen. Nutzen Sie dafür eine elastische Dichtmasse, die sich für Altbauten eignet, sowie selbstklebende Dichtungsbänder aus Schaumstoff. Diese bringen Sie an der Kante zwischen Kasten und Wand sowie an der Klappe des Kastens an. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Gurtöffnung: Hier führt der Gurt nach außen, und durch diesen Spalt zieht es besonders stark. Eine einfache Lösung ist ein Bürstendichtband, das Sie in die Öffnung einkleben. Es lässt den Gurt weiterhin hindurchgleiten, verschließt aber die Öffnung fast vollständig. Überprüfen Sie nach dem Anbringen, ob sich der Gurt noch leicht bewegen lässt – eine zu starke Reibung würde den Motor oder Ihre Hand beim Hochziehen unnötig belasten.
Warum das Abdichten der Zugluft wichtiger ist als das Füllen mit Dämmstoff Viele greifen sofort zu Dämmplatten und sprühen Polyurethanschaum in den Kasten. Doch das ist ein folgenschwerer Fehler. Zum einen kann der Schaum den Rollladenmechanismus verkleben, sodass der Rollladen nicht mehr reibungslos läuft oder im schlimmsten Fall blockiert. Zum anderen verhindert eine vollständige Verfüllung die Luftzirkulation, die für die Kondenswasserableitung notwendig ist. Feuchtigkeit bleibt dann im Kasten und kann zu Schimmelbildung führen – sowohl am Kasten als auch an der Wand. Die bessere Alternative ist eine Kombination aus Dämmung und Abdichtung: Verwenden Sie eine Dämmfolie oder dünne Dämmplatten, die Sie an den Innenseiten des Kastens anbringen. Achten Sie dabei darauf, dass der Rollladenpanzer ausreichend Platz behält, um sich ungehindert auf- und abwickeln zu können. Lassen Sie zu den Seiten und nach oben hin mindestens einen Zentimeter Luft.
Der Boden ist eine häufig unterschätzte Schallbrücke: Trittschall von der Wohnung über Ihnen wird über die Decke und anschließend über die Wände in Ihren Raum übertragen. Ein dicker Teppich mit einer rutschfesten Unterlage absorbiert nicht nur Schall im Raum, sondern reduziert auch die Vibrationen, die über den Boden in die Wände gelangen. Achten Sie darauf, einen Teppich zu wählen, der groß genug ist, um die gesamte Fläche vor dem Bett abzudecken. Wenn Sie selbst über einer lauten Wohnung liegen, können Sie zusätzlich Gummimatte unter das Bett oder schwere Möbel legen, um die Übertragung dieser Körperschallwellen zu unterbrechen – dies ist jedoch meist nur in Kombination mit anderen Maßnahmen wirklich effektiv.