Wer in einer Bestandswohnung die Innentüren austauschen möchte, steht vor einer grundlegenden Entscheidung: die alte Zarge (Türzarge, also der Rahmen) mitzuverwenden oder eine komplett neue Zarge zu setzen. Die Renovierungszarge ist ein dünnes Profil, das über die vorhandene Zarge geklebt oder geschraubt wird. Sie ist die schnellste Lösung, aber nur dann sinnvoll, wenn der alte Rahmen gerade, stabil und nicht zu stark beschädigt ist. Eine Neuzarge bedeutet dagegen, den alten Rahmen komplett zu demontieren und den Mauerausschnitt neu zu vermessen. Das ist aufwendiger, aber die einzige saubere Lösung, wenn die alte Zarge verzogen, verrottet oder aus einem nicht mehr verfügbaren Maß stammt.
Die Wartung beginnt mit dem Wechselintervall des Filtermediums – das variiert je nach Wassertyp und Nutzung, meistens alle drei bis sechs Monate. Notieren Sie das Einbaudatum auf dem Gehäuse oder stellen Sie eine Erinnerung im Telefon ein. Beim Wechsel schrauben Sie den Behälter ab, entsorgen das alte Element und spülen den neuen Filter gemäß Herstellerangabe. Kontrollieren Sie dabei die O-Ringe auf Risse und fetten Sie sie mit Silikonfett ein, um späteres Festsetzen zu vermeiden. Reinigen Sie gleichzeitig den Bereich unter der Spüle: Staub und Feuchtigkeit begünstigen Kalkablagerungen im Anschluss.
Die wichtigste Regel: Höhen und Abstände nicht dem Zufall überlassen Die genormte Höhe von 30 Zentimetern über dem Fertigfußboden ist nur ein Richtwert. Für den Fernsehbereich benötigen Sie eine Dose in etwa 110 bis 130 Zentimetern Höhe, wenn der Fernseher an der Wand hängt. Über der Arbeitsplatte im Home Office sind 90 bis 100 Zentimeter üblich, unter dem Schreibtisch 30 Zentimeter für den Computer und die Ladegeräte. Denken Sie auch an die Seiten: Eine Steckdose direkt hinter dem Sofa verliert ihren Zweck, weil Sie die Couch wegen des Kabels nicht an die Wand schieben können. Planen Sie daher lieber zwei Dosen an den Sofaenden und eine in der Nähe des Fensters für eine Stehleuchte.
Für die smarte Steuerung sind Kombinationen sinnvoll: Eine Steckdose mit USB-Port ersetzt nicht den dringend benötigten Schalter, aber sie reduziert die Anzahl der Netzteile. Planen Sie für Rollladen, Licht und Heizung zentrale Steuerstellen ein – zum Beispiel einen Schalter am Eingang, der alle Lichter im Raum ausschaltet. Wenn Sie Smart-Home-Komponenten nachrüsten möchten, achten Sie auf neutrale Leiter (N) an den Schalterdosen. Zusätzliche Taster lassen sich später nur schwer ergänzen, wenn der Kabelweg nicht vorbereitet ist.
Bevor Sie anfangen, Altbaufenster abzudichten, lohnt ein genauer Blick auf den Ist-Zustand. Viele greifen sofort zu Dichtungsband und Silikon, übersehen aber, dass sich die Flügel gesetzt haben. Ein Fenster, das sich nicht mehr sauber schließen lässt, kann keine Dichtung retten – im Gegenteil, die Dichtung wird nur gequetscht und verliert schnell ihre Funktion. Prüfen Sie zunächst, ob der Rahmen verzogen ist, ob die Bänder (Scharniere) festsitzen und ob der Schließmechanismus einwandfrei arbeitet. Erst wenn die Mechanik stimmt, lohnt es sich, über Abdichtung nachzudenken.
Ein typischer Fehler ist, einfach eine neue Dichtung in die vorhandene Nut zu drücken, ohne die alte zu entfernen. Das führt dazu, dass die Dichtung nicht tief genug sitzt und der Flügel nicht mehr richtig anliegt. Nehmen Sie die alte Dichtung vollständig heraus, reinigen Sie die Nut gründlich von Staub und alten Kleberesten, und messen Sie dann die Breite und Tiefe der Nut. Altbaufenster haben oft ungewöhnliche Maße – kaufen Sie Dichtungsmaterial also erst nach dem Messen. Achten Sie darauf, dass das Profil weich genug ist, um Unebenheiten im Rahmen auszugleichen, aber nicht so weich, dass es bei Kälte verhärtet und bricht.
Bei der Neuzarge wird der alte Rahmen mit einem Kuhfuß oder einer Brechstange entfernt. Dabei muss die Wandoberfläche geschützt werden, sonst entstehen große Putzschäden. Nach dem Ausbau wird der Mauerausschnitt gereinigt und, falls nötig, die Laibung mit Mörtel oder Gips gespachtelt. Die neue Zarge wird dann montiert: in der Regel als Blockzarge, die im Ganzen eingesetzt wird. Sie muss mit Keilen und Wasserwaage exakt ausgerichtet werden – sowohl in der Vertikalen als auch in der Diagonalen. Viele Heimwerker unterschätzen, dass die Zarge auch seitlich nicht kippen darf. Ein Laser oder eine lange Wasserwaage ist hier unerlässlich. Die Montage erfolgt mit Schrauben durch die Zarge in die Mauer, wobei Dübel nur bei weichen Baustoffen nötig sind.
Wenn Sie neue Dichtungen anbringen, arbeiten Sie in Abschnitten von etwa zehn Zentimetern. Drücken Sie das Profil gleichmäßig in die Nut – nicht ziehen oder rucken, sonst wellt es sich. Stoßstellen an Ecken sollten Sie nicht kleben, sondern überlappen lassen und mit einem scharfen Messer auf Gehrung schneiden. Vermeiden Sie es, Dichtmasse zusätzlich aufzutragen – die Dichtung allein soll die Arbeit machen. Wenn nach dem Einsetzen immer noch Zugluft spürbar ist, liegt es fast immer an der Einstellung der Scharniere oder daran, dass das Dichtungsprofil zu dünn ist. Messen Sie dann nochmals nach und tauschen Sie gegebenenfalls das Profil.