Beim Anschluss der Elektronik sollten Sie auf die Stromversorgung achten. Viele Modelle nutzen Batterien, die im Gehäuse sitzen. Ein Fehler ist es, die Batterien erst nach der Montage einzusetzen – dann kann das Schloss beim Einrasten nicht testen, ob der Riegel wirklich schließt. Kalibrieren Sie das System immer mit der Tür im geschlossenen Zustand. Manche Geräte lernen über eine Selbstlernfunktion die Endposition des Riegels. Überspringen Sie diesen Schritt, verriegelt das Schloss unvollständig oder meldet fälschlich „offen”. Testen Sie anschließend mindestens zehnmal das Öffnen und Schließen, auch mit der mechanischen Notentriegelung von innen.
Rechtlich ist die Lage klarer, als viele glauben. Der Vermieter muss einer Nachrüstung zustimmen, wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen. Verlangen Sie die Erlaubnis schriftlich, bevor Sie bohren. Ohne Zustimmung riskieren Sie, beim Auszug die Tür in den Originalzustand versetzen zu müssen – inklusive neuer Tür, falls die Substanz beschädigt wurde. In Eigentumswohnungen entscheidet die Hausordnung, ob eine Änderung der Wohnungstür erlaubt ist. Vergessen Sie auch nicht: Das Schloss muss im Notfall für Feuerwehr und Rettungsdienst zugänglich sein. Ein rein elektronisches System, das ohne Strom und ohne mechanischen Schlüssel nicht öffnet, kann im Brandfall lebensgefährlich sein.
Bevor Sie die Leisten befestigen, verlegen Sie die Kabel im Kanalraum. Achten Sie darauf, dass die Kabel nicht gequetscht oder scharf geknickt werden – besonders an den Ecken. Falls Sie mehrere Kabel führen, binden Sie sie mit Kabelbindern zusammen, aber nicht zu fest. Ziehen Sie die Abdeckung auf, bevor Sie die Leiste an die Wand bringen, denn das Einfädeln nach der Montage ist umständlich. Bei unebenen Wänden empfiehlt es sich, die Leiste mit Montagekleber zu fixieren statt mit Schrauben – das gleicht kleine Unebenheiten aus.
Die eigentliche Befestigung erfolgt je nach Wandtyp: Bei Trockenbauwänden verwenden Sie Dübel, bei Beton oder Mauerwerk genügen Schrauben mit passenden Dübeln. Setzen Sie die Dübel in einem Abstand von maximal 40 Zentimetern – zu große Abstände führen dazu, dass sich die Leiste später wellt. Drücken Sie die Leiste fest an, aber überdrehen Sie die Schrauben nicht, sonst bricht das Material. Wenn Sie mit Kleber arbeiten, verwenden Sie einen Montagekleber, der für Sockelleisten geeignet ist, und fixieren Sie die Leiste für kurze Zeit mit Malerkrepp, bis der Kleber abgebunden hat.
Die Sicherheit hängt nicht nur von der Elektronik ab, sondern vom gesamten Türsystem. Ein smartes Schloss ist nutzlos, wenn die Türzarge weich ist oder der Türspion fehlt. Verstärken Sie die Zarge mit einem stabilen Schließblech und setzen Sie einen Querriegel ein, wenn Ihre Tür das zulässt. Ein typischer Fehler ist es, das smarte Schloss als Allheilmittel zu betrachten – Einbrecher umgehen oft die Tür selbst, indem sie den Zylinder abreißen. Wählen Sie einen Zylinder mit Sicherungskarte und einer Bauart, die sich nicht mit Zangen entfernen lässt. Nur wenn Mechanik und Elektronik zusammenspielen, ist die Nachrüstung wirklich ein Gewinn.
Bei der Neuzarge wird der alte Rahmen mit einem Kuhfuß oder einer Brechstange entfernt. Dabei muss die Wandoberfläche geschützt werden, sonst entstehen große Putzschäden. Nach dem Ausbau wird der Mauerausschnitt gereinigt und, falls nötig, die Laibung mit Mörtel oder Gips gespachtelt. Die neue Zarge wird dann montiert: in der Regel als Blockzarge, die im Ganzen eingesetzt wird. Sie muss mit Keilen und Wasserwaage exakt ausgerichtet werden – sowohl in der Vertikalen als auch in der Diagonalen. Viele Heimwerker unterschätzen, dass die Zarge auch seitlich nicht kippen darf. Ein Laser oder eine lange Wasserwaage ist hier unerlässlich. Die Montage erfolgt mit Schrauben durch die Zarge in die Mauer, wobei Dübel nur bei weichen Baustoffen nötig sind.
Wer eine Kühl-Gefrierkombination kauft, steht vor drei Fragen: Wie groß darf sie sein, wie laut wird sie, und was kostet sie wirklich? Die meisten entscheiden sich nach dem Fassungsvermögen und vergessen dabei, dass die Aufstellung und die Türanschlagrichtung den Alltag mehr bestimmen als die Literzahl. Messen Sie vor dem Kauf die Nische, in der das Gerät stehen soll – nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe mit einem eventuellen Oberschrank. Rechnen Sie fünf Zentimeter Luft nach hinten und an den Seiten hinzu, sonst können Sie die Türen nicht richtig öffnen oder das Gerät schiebt sich nicht in die Lücke. Ein typischer Fehler ist, die Tiefe zu ignorieren: Manche Modelle haben eine höhere Bautiefe als die Nische erlaubt, und dann schließt die Küchenzeile nicht ab.
Ein weiterer Punkt ist die Türblattbreite. Bei einer Renovierungszarge bleibt die alte Öffnungsbreite erhalten, sodass man ein Türblatt in der bisherigen Größe kaufen kann. Bei einer Neuzarge kann man die Öffnung eventuell geringfügig anpassen, aber das ist in einer Bestandswohnung selten sinnvoll, weil die Wände tragend sein können. Das Aufmaß sollte deshalb vor dem Kauf des Türblatts erfolgen. Ein grober Fehler ist es, das alte Türblatt zu messen und daraus die Zargengröße abzuleiten. Die Zarge bekommt ein anderes Maß als das Türblatt – nämlich die lichte Öffnung plus zweimal die Zargenstärke. Wer das verwechselt, bestellt eine Zarge, die nicht in die Wand passt.