Nach dem Verlegen der Fliesen kommt die eigentliche Herausforderung: das Anpassen der Höhe an den restlichen Boden. Fliesen in der Dusche sollten dieselbe Dicke haben wie der umgebende Belag. Wenn Sie unterschiedliche Materialien verwenden, entsteht eine Stufe, die das Gehen erschwert und den optischen Effekt zunichte macht. Planen Sie die Dicke von Fliese und Kleber bereits bei der Bestellung des Duschboards ein. Ein weiterer Punkt ist die Wahl des Ablaufs: Ein schmaler Rinnenablauf an der Wand oder mittig in der Dusche ist nicht nur modern, sondern lässt sich einfacher reinigen als ein klassischer Punktablauf. Achten Sie darauf, dass die Rinne eine abnehmbare Haube hat, damit Sie Haare und Seifenreste regelmäßig entfernen können.
Planen Sie konkrete Aktivitäten, die den Platz des Fernsehers einnehmen. Lesen, Gesellschaftsspiele, Handarbeiten oder Musik hören sind naheliegende Alternativen. Stellen Sie dafür benötigte Utensilien in dekorativen Körben oder Boxen bereit, damit sie schnell zur Hand sind. Wenn Sie Gäste empfangen, können Sie den Fokus auf Gespräche lenken, indem Sie die Sitzmöbel so anordnen, dass sich alle ansehen können. Ein runder Tisch in der Mitte erleichtert die Kommunikation. Ein Fehler wäre, die alten Medienmöbel einfach stehen zu lassen – verkaufen oder verschenken Sie sie, um Platz für neue Lösungen zu schaffen.
Abschließend lohnt sich der Blick auf die Details: Schraubenabdeckungen, die nahtlos in den Rahmen übergehen, oder abgerundete Ecken wirken hochwertiger als scharfkantige Modelle. Wenn Sie unsicher sind, fordern Sie Musterstücke an und legen Sie diese direkt an die Wand – das zeigt besser als jeder Katalog, wie das Licht auf dem Material spielt. Nach der Montage sollten Sie alle Schalter und Steckdosen einer Sichtprüfung unterziehen: Sind die Rahmen bündig, sitzen die Wippen gerade und lassen sich alle Funktionen leichtgängig betätigen? Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind, fügt sich die Elektroinstallation harmonisch in das Gesamtbild ein und wird zum unauffälligen, aber funktionalen Bestandteil Ihres Zuhauses.
Parallel zur Höhenplanung müssen Sie die Abdichtung sorgfältig ausführen. Eine bodengleiche Dusche ist eine Nasszelle, bei der Wasser bis an die Wand oder auf den Boden laufen kann. Verwenden Sie ausschließlich flüssige Abdichtungsbahnen oder Dichtbänder, die mit dem Untergrund verklebt werden. Besonders kritisch sind die Übergänge zwischen Boden und Wand sowie die Ecken hinter der Dusche. Ein häufiger Fehler ist es, die Abdichtung erst nach dem Verlegen der Duschboard aufzubringen – das führt später unweigerlich zu Feuchtigkeitsschäden. Arbeiten Sie die Dichtung bis etwa zehn Zentimeter über die spätere Duschfläche hinaus und verbinden Sie sie mit einer Dichtmanschette am Drainage-System.
Zusammenfassend gilt: Reduzieren Sie die Anzahl der Farben auf zwei oder drei Töne, die in der Helligkeit nahe beieinanderliegen. Setzen Sie auf indirekte Beleuchtung mit mehreren Ebenen und achten Sie auf die Farbtemperatur. Und testen Sie immer zuerst mit kleinen Lichtquellen und Farbmustern an der Wand, bevor Sie große Veränderungen vornehmen. Denn Licht verhält sich nie so, wie man es sich theoretisch vorstellt – erst das Ausprobieren zeigt, was den Raum wirklich größer macht.
Eine clevere Alternative sind Hängeschränke über der Waschmaschine: Sie nutzen die Höhe und lassen den Boden frei. Achten Sie darauf, dass die Türen nach oben oder zur Seite öffnen und nicht mit dem Gerät kollidieren. In der Höhe von 1,80 Metern bleiben auch große Flaschen gut erreichbar. Wer wenig basteln möchte, nutzt einen schmalen Rollwagen, der sich bei Bedarf in die Lücke schieben und auch im Rest der Wohnung verwenden lässt.
Die richtige Abstimmung von Farben, Materialien und Proportionen Beginnen Sie bei der Farbwahl: Weiße Schalter wirken in modernen, minimalistischen Räumen oft aufdringlich, während sie in Altbauten mit weißen Zierleisten selbstverständlich sind. Greifen Sie zu Farbtönen, die entweder exakt der Wandfarbe entsprechen oder einen bewussten Kontrast setzen. Aluminium, Edelstahl oder Glas bieten eine edle Optik, verlangen aber eine regelmäßige Reinigung, da Fingerabdrücke schnell sichtbar werden. Kunststoff in matter Ausführung ist pflegeleichter und in vielen RAL-Tönen erhältlich – ideal, um die Schalter an Türrahmen oder Fußleisten anzugleichen.
Wer ein Bad saniert, steht oft vor der Frage, wie sich Dusche und Duschboard am besten in den Raum integrieren lassen. Eine bodengleiche Dusche wirkt nicht nur großzügig, sondern erleichtert auch den Einstieg – besonders für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Wechsel von einer herkömmlichen Duschtasse zu einer ebenen Dusche ist jedoch kein einfaches Unterfangen. Es erfordert präzise Planung, handwerkliches Geschick und ein klares Verständnis für die baulichen Gegebenheiten. Dieser Artikel zeigt, worauf es bei der Umsetzung ankommt und welche Fehler sich vermeiden lassen.