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Wenn der Raum knapp wird: den Hauswirtschaftsraum richtig planen

Bevor Sie neues Material auftragen, muss die Fläche absolut trocken sein. Feuchtigkeit ist der häufigste Grund, warum neue Fugen nicht halten. Prüfen Sie auch, ob die Fugen tief genug sind. Für Zementfugen reicht eine Tiefe von etwa zwei Dritteln der Fliesendicke. Bei Silikonfugen sollte der Spalt an den Rändern gleichmäßig sein, damit das Silikon später sauber abzieht. Falls nötig, entfernen Sie Reste von altem Mörtel mit einem schmalen Meißel. Arbeiten Sie dabei nicht zu aggressiv, sonst brechen die Fliesenkanten aus.

Diese Arbeiten sollten Sie einplanen Zuerst steht die Entkernung an: Alte Bodenbeläge, Tapeten, Fliesen und gegebenenfalls abgehängte Decken müssen vollständig entfernt werden. Dabei zeigt sich oft, ob darunter Schäden wie Feuchtigkeit oder Risse verborgen sind. Prüfen Sie außerdem den Zustand von Elektrik und Wasserleitungen. In Altbauten sind diese häufig nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Erneuern Sie Leitungen großzügig, bevor Sie neue Oberflächen aufbringen – nachträgliche Eingriffe in frisch verputzte Wände sind unnötig aufwendig.

Im Bereich der kleinen Elektroarbeiten sollten Sie sich klare Grenzen setzen. Das Austauschen einer Steckdose oder eines Lichtschalters ist erlaubt, sofern die Sicherung vorher herausgedreht und die Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Spannungsprüfer festgestellt wurde. Notieren Sie sich die Kabelbelegung, bevor Sie die alte Dose entfernen. Arbeiten an der Unterverteilung, das Verlegen neuer Leitungen oder das Anschließen eines Herdes gehören jedoch strikt in die Hände einer Elektrofachkraft. Ein Fehler hier kann lebensgefährliche Folgen haben und die Versicherung zahlt im Schadensfall nicht.

Die Kosten setzen sich aus Material, Werkzeug und Arbeitszeit zusammen. Hochwertige Wandfarben – auch im mittleren Preisniveau – sind in der Regel ergiebiger als Billigprodukte, da sie mehr Pigmente enthalten und besser decken. Rechnen Sie die benötigte Literzahl mal den Literpreis, dazu kommen Grundierung, Abdeckfolie, Malerkrepp und gegebenenfalls neue Pinsel und Rollen. Wenn Sie selbst streichen, sparen Sie die Handwerkerkosten, aber kalkulieren Sie Ihre Zeit ein – gerade im Flur mit Ecken und Türen dauert das Streichen länger als gedacht.

Bevor Sie mit dem Umbau beginnen, sollten Sie den Raum exakt ausmessen und die Position von Wasseranschlüssen, Abflüssen und Steckdosen notieren. Diese Fixpunkte bestimmen, wo Waschmaschine und Trockner stehen können. Ein häufiger Fehler ist es, die Geräte an das andere Ende des Raums zu stellen und dann lange Schläuche und Verlängerungskabel zu verlegen. Das sieht nicht nur unordentlich aus, sondern erhöht auch die Gefahr von Wasserschäden und Stolperfallen.

Die Wahl der richtigen Flurfarbe entscheidet über den ersten Eindruck Ihrer Wohnung. Doch bevor Sie zum Pinsel greifen, sollten Sie die besonderen Anforderungen dieses Raums kennen: viel Verkehr, wenig Tageslicht und oft schmale Flächen. Hier zählt nicht nur die Optik, sondern auch die praktische Seite: Wie viel Farbe benötigen Sie wirklich, und welche Kosten entstehen? Mit der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie typische Fehler und sparen Zeit und Geld.

Nach der Reinigung tragen Sie die neue Fugenmasse auf. Drücken Sie die Masse mit einer Fugenkelle oder einem Gummispachtel fest in die Fugen. Wichtig ist, dass keine Lufteinschlüsse entstehen. Ziehen Sie die Masse anschließend glatt ab. Für Silikonfugen verwenden Sie eine Kartuschenpistole und schneiden die Spitze schräg an. Führen Sie die Spitze gleichmäßig entlang der Fuge und vermeiden Sie Unterbrechungen. Zum Glätten eignet sich ein Fugenglätter oder ein Spezialwerkzeug, das Sie mit etwas Spülmittel befeuchten können. Das verhindert, dass das Silikon kleben bleibt.

Ein weiterer Punkt ist die Elektroinstallation. Verlegen Sie alle Leitungen vor dem Schließen der Wände. Planen Sie ausreichend Steckdosen, auch für Staubsauger und elektronische Geräte. Denken Sie an die Beleuchtung – gerade unter Dachschrägen sind Deckenlampen schwierig zu montieren. Nutzen Sie die Schrägen für Einbauschränke, um Platz zu sparen. Für die Heizung prüfen Sie, ob die vorhandene Anlage die zusätzliche Fläche versorgen kann. Bei einer Fußbodenheizung müssen Sie die Aufbauhöhe einplanen – das reduziert die Raumhöhe.

Nach dem Trocknen der Wände folgen die Gewerke, die man oft erst am Ende sieht: das Verlegen von Elektroleitungen, das Setzen neuer Steckdosen und Schalter sowie die Vorbereitung für Wasseranschlüsse. Diese Arbeiten sollten von Fachleuten ausgeführt werden, da hier Sicherheitsvorschriften gelten. Achten Sie darauf, dass alle Anschlüsse den aktuellen Normen entsprechen. Wenn Sie selbst Hand anlegen, dokumentieren Sie jede Änderung genau und lassen Sie die Arbeiten abnehmen. Ein weiterer häufiger Fehler ist, zu wenig Steckdosen einzuplanen – überlegen Sie vorher, wo später Geräte stehen sollen.

Ein typischer Fehler ist, die neuen Fugen zu früh zu belasten. Zementfugen brauchen je nach Produkt mehrere Stunden bis Tage zum Aushärten. Silikon trocknet zwar schneller, aber auch hier sollten Sie die Fuge mindestens einen Tag lang nicht nass werden lassen. Lüften Sie das Bad während der Trocknungszeit gut, um die Feuchtigkeit abzuführen. Nach dem Aushärten können Sie die Fugen mit einem feuchten Schwamm abwischen. Eine Imprägnierung ist nicht zwingend nötig, schützt aber vor neuen Verfärbungen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Produkte für den Nassbereich geeignet sind und keine Lösungsmittel enthalten.

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