Der größte Vorteil eines Duschvorhangs ist seine Flexibilität. Sie können ihn bei Nichtgebrauch zur Seite schieben, sodass die Badewanne oder der Duschbereich optisch offen wirkt. Das vergrößert den Raum visuell, was in kleinen Bädern Gold wert ist. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Vorhang nicht direkt an der Wand klebt, wenn Wasser läuft. Hängen Sie ihn so, dass er etwa fünf Zentimeter über dem Wannenrand endet – so bleibt die Feuchtigkeit im Inneren, und Sie vermeiden, dass Wasser auf den Boden läuft. Ein häufiger Fehler ist der Kauf zu kurzer Vorhänge, die dann beim Duschen an den Beinen kleben und unangenehm ziehen. Messen Sie daher die tatsächliche Höhe von der Stange bis zum Wannenrand und addieren Sie einen kleinen Sicherheitszuschlag.
Welche Fehler führen zu instabilen Wänden? Der häufigste Fehler ist ein zu großer Abstand der Ständerprofile. Bei normaler Belastung genügt ein Raster von 62,5 Zentimetern, bei höheren Anforderungen oder schweren Objekten reduzieren Sie den Abstand auf 40 oder 50 Zentimeter. Ein weiterer Klassiker: Die Profile werden nicht mit dem Boden- und Deckenprofil verschraubt, sondern nur eingeklemmt. Das hält nicht – jede Platte drückt die Wand später aus der Senkrechten. Nutzen Sie für die Verbindung der Profile immer spezielle Bohrschrauben, die ohne Vorbohren in das Blech greifen.
Diese einfache Wartung gehört übrigens zu den Aufgaben, die Mieter selbst übernehmen können – ohne den Vermieter zu belästigen. Sie sparen Zeit und vermeiden, dass ein Handwerker kommen muss. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Vermieter vorher, ob das Entlüften ausdrücklich erlaubt ist. In den meisten Mietverträgen ist das aber ausdrücklich als Mieterpflicht genannt. Mit diesem Wissen sind Sie für die nächste Heizperiode gut gerüstet – und müssen nicht frieren, nur weil ein paar Liter Luft im System sind.
Die eigentliche Ausgleichsarbeit erfordert Geduld. Mischen Sie die Ausgleichsmasse exakt nach Anleitung – zu viel Wasser macht sie zu dünn, zu wenig führt zu Klumpen. Gießen Sie die Masse in Bahnen und verteilen Sie sie mit einer Glättkelle. Arbeiten Sie zügig, denn die Masse bleibt nur kurze Zeit fließfähig. Mit einer Entlüftungsrolle stoßen Sie Luftblasen aus, die sonst die Oberfläche schwächen. Nach dem Trocknen – meist nach 24 Stunden – prüfen Sie erneut mit der Richtlatte. Wenn noch kleine Wellen bleiben, können Sie diese mit einer weiteren, dünnen Schicht ausgleichen. Aber Achtung: Die Gesamtschichtdicke sollte die Herstellerangaben nicht überschreiten, sonst reißt die Masse.
Vor der Beplankung sollten Sie alle Leitungen für Elektro oder Sanitär in den Hohlraum legen und mit Schellen fixieren. Denken Sie auch an Dämmmaterial – es verbessert nicht nur den Schallschutz, sondern verhindert auch ein „Trommeln” der Wand. Für die Beplankung wählen Sie Gipsplatten mit einer Dicke von 12,5 Millimetern für normale Wände. Bei hohen Feuchträumen wie Bädern verwenden Sie spezielle imprägnierte Platten (grün eingefärbt). Die Platten schrauben Sie mit einem Abstand von 25 Zentimetern an den Rändern und 40 Zentimetern in der Fläche an – die Schraubenköpfe müssen leicht versenkt sein, ohne das Papier zu durchstoßen.
Ein weiterer Punkt ist die Abdichtung an den Rändern. Bei einem Rahmen müssen Sie die Gummidichtung regelmäßig kontrollieren. Sie wird mit der Zeit spröde und bildet Risse, durch die Insekten eindringen. Bei einem Rollo sind es die seitlichen Führungsschienen – sie setzen sich oft mit Staub zu. Reinigen Sie sie mit einem Staubsaugeraufsatz. Beim Plissee sind es die Klettbänder, die mit der Zeit an Haftkraft verlieren. Ersetzen Sie sie, sobald das Gewebe nicht mehr sauber anliegt. Wer diese Punkte beachtet, hat viele Jahre Ruhe vor Insekten – ohne dass der Schutz im Weg ist.
Ein typischer Fehler beim Verschrauben ist zu hoher Anpressdruck, wodurch die Platte an der Schraube bricht. Arbeiten Sie deshalb mit einem Akkuschrauber mit Drehmomentbegrenzung oder einer Tiefenanschlag-Einheit. Die Plattenstöße sollten versetzt angeordnet sein, also nicht kreuzweise aufeinandertreffen. Lassen Sie zwischen den Platten und dem Boden einen Abstand von etwa zehn Millimetern, damit die Wand später nicht auf Feuchtigkeit reagiert. Nach dem Verschrauben spachteln Sie die Fugen mit einem geeigneten Fugenfüller und bewahren die Bewehrungsstreifen (Glasfasergewebe) sauber ein – sie verhindern Risse an den Stoßkanten.
Welche Bauart passt zu welcher Situation? Ein fest montierter Rahmen ist die stabilste Lösung, aber er ist ortsgebunden. Wenn Sie den Schutz nur im Sommer brauchen und das Fenster im Winter ungehindert öffnen wollen, ist ein Rollo oder ein Plissee die bessere Wahl. Rollos werden oben am Fensterrahmen befestigt und lassen sich bei Bedarf nach unten ziehen. Sie eignen sich besonders für große Fensterfronten, weil sie wenig Platz einnehmen. Achten Sie darauf, dass die Führungsschienen seitlich sauber aufliegen – sonst wellt sich das Gewebe und es entstehen Lücken.