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Warum lohnt sich ein Besuch in Lehde, Leipe und Burg?

Während der Fahrt sollten Sie das Boot regelmäßig von stehendem Wasser befreien, denn eine angestaute Pfütze kann die Stabilität beeinträchtigen – besonders bei älteren Holzbooten. Nutzen Sie den mitgeführten Schöpfer oder einen großen Schwamm. Achten Sie darauf, dass alle Mitfahrenden ihre Bewegungen langsam und gleichmäßig ausführen, da nasse Oberflächen die Rutschgefahr erhöhen. Vermeiden Sie es, sich während der Fahrt umzudrehen oder abrupt aufzustehen, um das Gleichgewicht des Kahns nicht zu gefährden. Typische Fehler sind auch überladene Boote: Bei Regen wirken die nassen Kleidungsstücke schwerer, und die Manövrierfähigkeit leidet. Halten Sie die Anzahl der Personen und das Gepäck moderat.

Die richtige Ausrüstung entscheidet über Komfort und Sicherheit Die Bekleidung ist das A und O. Statt eines Baumwollpullovers, der sich vollsaugt und auskühlt, empfehlen sich mehrere dünne Schichten aus Funktionsmaterialien. Eine wasserdichte Jacke mit Kapuze gehört ebenso dazu wie eine Hose, die Nässe abweist. Entscheidend sind auch die Schuhe: Offene Sandalen oder glatte Sohlen sind auf nassem Holz oder Metall eine Rutschgefahr. Besser sind geschlossene Schuhe mit griffigem Profil. Zusätzlich schützt eine wasserdichte Tasche oder ein Rucksack mit Regenhülle Ihre Wertsachen und Wechselkleidung. Ein Handtuch in einem wasserdichten Beutel kann nach der Fahrt Wunder wirken.

Der Einstieg ins Boot ist der häufigste Stolperstein. Lassen Sie den Hund erst ins Boot springen, wenn das Kanu oder der Kajak stabil am Steg liegt. Halten Sie das Boot seitlich fest und geben Sie ein klares Kommando wie „Sitz” oder „Bleib”, bevor Sie selbst einsteigen. Viele Hunde geraten in Aufregung, wenn das Boot zu schwanken beginnt. Gewöhnen Sie den Hund deshalb vor der Tour an die Bewegung: Stellen Sie das Boot ins flache Wasser und lassen Sie ihn darin sitzen, während Sie es sanft hin und her bewegen.

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Festmachen an Bäumen oder das Anlegen an steilen Ufern, die bei Regen schlüpfrig werden. Suchen Sie beim Anlegen einen flachen, gut einsehbaren Bereich mit festem Untergrund. Wenn Sie die Ruder oder Staken benutzen, führen Sie diese mit Bedacht, denn nasse Griffe können leicht abrutschen. Planen Sie außerdem kürzere Etappen ein als bei trockenem Wetter, um genügend Puffer für unerwartete Wetterumschwünge zu haben. Es ist besser, eine Stunde früher umzukehren, als in einen heftigen Schauer zu geraten, der die Sicht auf wenige Meter reduziert.

Wenn der Hund unruhig wird oder zu hecheln beginnt, ist das ein Zeichen für Überforderung. Brechen Sie die Fahrt dann nicht ab, sondern suchen Sie eine ruhige Bucht zum Anlegen. Lassen Sie den Hund an Land laufen und geben Sie ihm Zeit, sich zu beruhigen. Nach der Rückkehr sollten Sie das Fell des Hundes gründlich mit klarem Wasser abspülen, um Pflanzenreste und Schmutz zu entfernen. Kontrollieren Sie anschließend die Pfoten auf kleine Verletzungen oder Zecken. Mit dieser Routine wird die Kahnfahrt im Spreewald für beide Seiten zu einem entspannten Erlebnis.

Lehde ist der klassische Ausgangspunkt für Kahnfahrten durch enge, verwinkelte Fließe. Hier sollten Sie morgens ankommen, denn ab dem späten Vormittag stauen sich die Boote an den zentralen Anlegestellen. Wer mit dem eigenen Kanu unterwegs ist, muss unbedingt die Beschilderung beachten: Viele Wege sind Einbahnstraßen für Paddler. Am Nachmittag wird es auf dem Wasser unruhig, besonders wenn Ausflugsgruppen mit musikalischer Begleitung unterwegs sind. Planen Sie für Lehde höchstens zwei bis drei Stunden ein, denn der Ort selbst ist klein.

Auf der Rückfahrt von Lehde nach Burg sollten Sie den Hauptkanal nutzen, der breiter und besser ausgeschildert ist. Viele unterschätzen die Strömung nach Regenfällen – dann kann das Paddeln deutlich anstrengender werden als geplant. Ein bewährter Tipp: Starten Sie nicht später als 10 Uhr, denn bei Wind wird das Manövrieren in den schmalen Fließen schwierig. Tragen Sie immer eine wasserdichte Tasche mit Mobiltelefon, Wechselkleidung und einer kleinen Karte der Wasserwege. Ein Rettungswestenpflicht gibt es für erwachsene Kanuten nicht, aber bei unsicherer Wetterlage ist sie trotzdem sinnvoll.

Konkret bedeutet das: Wähle eine Region, die nicht im Reiseführer aufgeführt ist, etwa ein Waldgebiet zwischen zwei bekannten Tälern. Starte frühmorgens oder am späten Nachmittag, wenn die meisten Tagesausflügler längst weitergezogen sind. Nimm eine Karte im Maßstab 1:25.000 oder eine Offline-Karte auf dem Handy, aber verlasse dich nicht allein darauf. Achte auf natürliche Grenzen wie Bachläufe oder Hecken – sie halten viele Besucher fern, weil sie Umwege erfordern. Wer dann noch darauf verzichtet, laute Musik zu hören, wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Wiese für sich allein haben.

Wer einmal durch überlaufene Wandergebiete gelaufen ist, kennt das Gefühl: Der Weg ist breit, die Luft voller Gespräche, und jede Bank ist besetzt. Dabei liegen nur wenige Kilometer entfernt oft Wiesen, die niemand ansteuert, weil sie nicht auf den ersten Blick zu finden sind. Der Schlüssel liegt nicht in spektakulären Zielen, sondern in der Bereitschaft, die eigene Route umzuplanen. Statt dem geteerten Hauptweg zu folgen, lohnt es sich, auf Forststraßen abzubiegen, die nicht in Wanderkarten als Hauptroute markiert sind – allerdings nur, wenn man bereit ist, auch mal umzukehren.

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