Nun drehen Sie die Wand um und beplanken die zweite Seite. Hier ist der wichtigste Tipp: Die Fugen der zweiten Lage dürfen niemals auf den Fugen der ersten Lage liegen. Versetzen Sie die Platten um mindestens 20 Zentimeter. So entsteht eine steife, doppelte Beplankung. Bei Türen oder Fenstern in der Wand müssen Sie die Profile entsprechend anpassen und zusätzliche Ständer einbauen. Nach dem Verschrauben tragen Sie auf der zweiten Seite ebenfalls Spachtelmasse auf, diesmal großzügiger. Lassen Sie die Masse vollständig trocknen – das dauert je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit zwölf Stunden.
Bevor Sie Paneele kaufen, sollten Sie den Raum analysieren. Messen Sie die Nachhallzeit: Klatschen Sie in die Hände und hören Sie, wie lange der Schall nachklingt. In Wohnzimmern liegt die ideale Zeit bei etwa 0,4 bis 0,6 Sekunden, im Home Office bei 0,3 bis 0,5 Sekunden. Liegt sie deutlich darüber, helfen Paneele. Achten Sie auf die Fläche: Eine einzelne wandgroße Paneelwand bringt mehr als viele kleine Inseln. Planen Sie die Anordnung so, dass Sie die erste Reflexion von Lautsprechern oder dem Monitor treffen – also die Wand hinter den Boxen oder die Seitenwände.
Typische Fehler vermeiden Sie, wenn Sie auf die Fugen achten. Stoßen Sie die Paneele ohne Abstand aneinander, entstehen Spannungsrisse, sobald die Holzfeuchte arbeitet. Lassen Sie eine Dehnungsfuge von 3 bis 5 Millimetern – sie verschwindet optisch, wenn Sie die Paneele in der gleichen Farbe streichen. Ein weiterer Fehler: Sie kleben Paneele hinter Heizkörper oder auf feuchte Wände. Feuchtigkeit lässt den Kleber schimmeln; kontrollieren Sie vorher mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Und: Vergessen Sie nicht die Kanten. Ein sauberer Schnitt an der Sockelleiste wirkt professionell, notfalls mit einer Zierleiste.
Nachdem die zweite Spachtelschicht getrocknet ist, schleifen Sie erneut. Kontrollieren Sie die Wand im seitlichen Licht auf Tropfen, Riefen oder Schatten. Anschließend können Sie die Wand grundieren und streichen oder tapezieren. Ein typischer Anfängerfehler ist es, die Trockenbauwand als fertig zu betrachten, sobald sie weiß ist. Ohne Grundierung zieht die Oberfläche aber unterschiedlich viel Farbe auf, und die Fugen werden sichtbar. Nehmen Sie daher nach dem Schleifen eine gute Grundierung und prüfen Sie vor dem letzten Anstrich die Ebenheit mit einem langen Lineal.
Alte Silikonfugen in der Dusche sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch zu Feuchtigkeitsschäden führen. Wenn sich schwarze Flecken, Schimmel oder Risse zeigen, ist es höchste Zeit, das Silikon zu entfernen und neu aufzutragen. Doch der Austausch ist heikler, als viele denken: Reißt man die alte Fuge falsch heraus, kann die Fliese beschädigt werden. Und wird der neue Silikonstrang zu dünn oder zu dick aufgetragen, hält er nicht dicht. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Handgriffen gelingt die Erneuerung aber auch ohne Profi-Werkzeug.
Vor dem Einbau müssen alle Öffnungen im Kasten verschlossen werden. Oft finden sich an den Seiten oder am Boden ungenutzte Durchführungen für Gurt oder Kabel. Diese ritzen Sie mit Bauschaum oder einem geeigneten Klebeband ab. Ebenfalls wichtig: Der Dämmstoff darf die Führungsschiene des Rollladens nicht berühren oder blockieren. Messen Sie daher den Abstand zwischen Kasteninnenwand und Gurtwickler genau aus. Ein häufiger Fehler ist, die Dämmung direkt auf die Welle zu legen. Dadurch wird der Rollladen entweder langsamer oder bleibt ganz hängen. Sichern Sie die Platten stattdessen mit einigen Klebepunkten an der Oberseite und an den Seitenwänden, niemals am beweglichen Teil.
Welche Abstände sollten Sie zwischen Teppich und Möbeln einhalten? Der Couchtisch sollte vollständig auf dem Teppich stehen, idealerweise mit einem Abstand von 25 bis 40 Zentimetern zur Sofakante. Zu wenig Abstand wirkt gequetscht, zu viel trennt die Sitzgruppe unnötig. Achten Sie darauf, dass der Teppich an allen Seiten gleich weit übersteht – ein asymmetrischer Rand ist ein häufiger Fehler. Messen Sie auch den Abstand zu Wänden: Zwischen Teppichkante und Wand sollten mindestens 30 Zentimeter Fußboden sichtbar bleiben, sonst wirkt der Teppich wie ein Sperrgebiet.
Welche Reihenfolge beim Beplanken verhindert unschöne Fugen? Bevor Sie die erste Gipsplatte anbringen, führen Sie die Dämmwolle zwischen den CW-Profilen ein. Stopfen Sie sie nicht zu fest – sie soll die Hohlräume ausfüllen, aber nicht die Profile verbiegen. Beginnen Sie mit der Beplankung an einer Seite der Wand. Setzen Sie die Platten stoßversetzt, also nicht zentriert, sondern so, dass die Fugen versetzt liegen. Schrauben Sie die Platten alle 25 Zentimeter an, beginnend in der Plattenmitte und dann nach außen. Versenken Sie die Schraubenköpfe minimal, ohne die Pappe zu durchstoßen. Ist die erste Lage vollständig verschraubt, verspachteln Sie alle Fugen und Schraubenstellen mit Spachtelmasse. Legen Sie dabei einen Bewehrungsstreifen in die frisch aufgetragene Masse und drücken Sie ihn leicht an.