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Was schützt Kellerfenster wirklich vor Hangwasser?

Was beim Spaltlüften wirklich zählt Wer die Justierung abgeschlossen hat, sollte sich der Dichtung widmen. Gummidichtungen sind Verschleißteile, die mit der Zeit porös werden oder sich verhärten. Ein einfacher Test: Ein Blatt Papier wird zwischen Flügel und Rahmen geklemmt. Lässt es sich herausziehen, ist die Dichtung fällig. Die alte Dichtung lässt sich meist ohne Werkzeug herausziehen, die Nut sollte vorher mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Beim Einsetzen der neuen Dichtung auf die richtige Länge achten: Sie wird leicht gestaucht eingedrückt, nicht gedehnt. An den Ecken die Dichtung nicht abschneiden, sondern sauber stoßen lassen.

Fenster, die klemmen, ziehen oder deren Griff sich schwergängig dreht, sind ein Ärgernis. Oft liegt es nicht am Fenster selbst, sondern an der Beschlagtechnik, die sich durch Nutzung oder Temperaturschwankungen verstellt hat. Bevor man einen Handwerker ruft, lohnt der Blick auf die Mechanik. Fast jedes Fenster hat an der Seite und oben Exzenterbolzen, die in die Schließbleche greifen. Diese Bolzen lassen sich mit einem Inbusschlüssel oder einer Zange um wenige Millimeter drehen. Ein leichter Druck auf den Exzenter erhöht den Anpressdruck, wodurch der Rahmen dichter am Flügel anliegt. Wichtig ist, immer alle Beschläge gleichmäßig zu justieren, sonst verzieht sich der Flügel.

Ein weiterer Fehler ist das Überdrehen der Exzenterbolzen. Wenn der Widerstand beim Schließen zu hoch ist, arbeitet die Dichtung gegen den Rahmen und verliert schnell ihre Elastizität. Der Anpressdruck soll so eingestellt sein, dass der Flügel sich mit einem leichten, aber spürbaren Widerstand schließen lässt. Gleiches gilt für die Scharniere: Sind sie zu fest angezogen, kann sich der Flügel nicht mehr in der Waage halten. Wer hier korrigiert, sollte immer zuerst die unteren Bänder lösen, dann die oberen. Nur so lässt sich ein Verziehen vermeiden.

Nach dem Grobschliff folgt der Zwischenschliff mit einer Körnung von 80 bis 100. Dieser Schritt glättet die Oberfläche und entfernt die Riefen des ersten Durchgangs. Achten Sie darauf, dass Sie die Schlifrichtung nicht ändern, sondern immer parallel zur Faser arbeiten. Querschliff hinterlässt feine Kratzer, die beim Ölen stark hervortreten. Bei Eiche empfiehlt es sich, zwischen den Körnungen die Fläche mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Das aufquellende Holz stellt die feinen Fasern auf – nach dem Trocknen können Sie mit der nächsten feineren Körnung diese Fasern sauber abtragen. Dieser Zwischenschliff mit 120 bis 150 ist entscheidend für ein gleichmäßiges Schleifbild.

Wer im Sommer eine kühle Wohnung haben will, dreht meist zuerst am Ventilator und schließt die Rollläden. Doch die Reihenfolge der Maßnahmen entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Der häufigste Fehler: Fenster tagsüber weit öffnen, sobald die Sonne scheint. Das lässt warme Luft herein, die sich in Wänden und Möbeln festsetzt. Stattdessen gilt: Die Hitze muss draußen bleiben, bevor sie drinnen ankommt.

Planen Sie die Arbeiten bei trockenem Wetter und möglichst im Spätsommer, wenn der Grundwasserspiegel niedrig ist. Messen Sie vor dem Einbau die Feuchtigkeit der Kellerwand mit einem Gerät, um den Ist-Zustand zu dokumentieren. Wenn die Wand bereits durchfeuchtet ist, hilft keine Innenschale von außen – dann muss zuerst die Drainage rund um das Gebäude erneuert werden. Abschließend gehört eine Abdeckung über die Lichtschachtgrube, die als Gitter oder Glasplatte ausgeführt wird. Sie hält Laub und Tiere fern und reduziert die Verdunstung, die ansonsten zu Kondenswasser an der Innenschale führt.

Elektrische Geräte sind heimliche Wärmequellen. Ein Fernseher, ein Computer oder gar ein Trockner, der tagsüber läuft, erhitzt die Räume spürbar. Schalten Sie Geräte im Standby-Modus vollständig aus und kochen Sie wenn möglich auf dem Balkon oder mit Deckel, damit die Küche nicht zum Saunaersatz wird. Wer den Kühlschrank mit viel leerem Raum betreibt, verschwendet ebenfalls Energie und erzeugt Abwärme – ein gut gefüllter Kühlschrank hält die Temperatur besser und verbraucht weniger Strom. Diese Maßnahmen kosten nichts und senken die Raumtemperatur um ein bis zwei Grad – mehr als jeder Ventilator allein erreicht.

Beginnen Sie mit der Sickerpackung. Dazu wird das Erdreich um das Fenster bis unter die Sohle der Lichtschachtgrube ausgehoben. Die Grube sollte mindestens 30 Zentimeter breiter sein als das Fenster. Verfüllen Sie sie mit gewaschenem Kies oder Splitt, niemals mit Lehm oder humosem Boden. Der Kies muss eine Körnung von 16 bis 32 Millimetern haben, damit das Wasser schnell versickern kann. Legen Sie auf den Kies ein Vlies als Trennungsschicht, damit später kein Feinerde eindringt und die Poren verstopft.

Der größte Fehler im Sommer ist das falsche Abdunkeln am Tag. Wer die Fenster mit dunklen, dicken Vorhängen verhängt, verwandelt die Wohnung in einen Backofen, sobald die Sonne auf den Stoff trifft. Die Wärme wird direkt in den Raum abgestrahlt. Helle, reflektierende Materialien – etwa ein Rettungsdecken-Streifen hinter dem Vorhang – werfen die Strahlung zurück. Auch Außenjalousien sind ideal, aber in Mietwohnungen oft nicht erlaubt. Erlaubt sind dagegen Fensterfolien, die man ohne Bohren anbringt und im Herbst wieder abzieht – sie blockieren einen Großteil der Wärmestrahlung, ohne das Tageslicht zu nehmen.

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