Auch das richtige Werkzeug ist entscheidend. Verwenden Sie für das Auftragen der Reparaturmasse einen flexiblen Spachtel aus Kunststoff, der die Fliese nicht verkratzt. Für den Lack eignet sich ein kleiner Pinsel mit feinen Borsten oder ein Schwämmchen. Achten Sie darauf, dass der Arbeitsbereich staubfrei ist, bevor Sie lackieren – Staubkörner setzen sich in der Lackschicht ab und machen die Reparatur sichtbar. Wenn Sie mehrere Löcher haben, arbeiten Sie von oben nach unten und warten Sie zwischen den Schichten ausreichend lange.
Bohrlöcher in Fliesen sind unschön, aber kein Grund, die gesamte Wand neu zu fliesen. Mit der richtigen Technik und den passenden Materialien lassen sich die Löcher so kaschieren, dass sie kaum noch auffallen. Entscheidend ist die Frage, ob Sie eine Reparaturmasse verwenden oder direkt mit Lack arbeiten. Beide Wege haben ihre Berechtigung, doch sie führen zu unterschiedlich haltbaren Ergebnissen.
Für die Verkleidung eignen sich Sperrholz-, MDF- oder HDF-Platten, die auf Maß geschnitten werden. Wichtig ist, dass die Platten vor der Montage im Raum akklimatisieren – mindestens 48 Stunden bei normaler Raumtemperatur und mittlerer Luftfeuchtigkeit. Sonst arbeiten sie nach dem Anbringen und können sich wellen. Beim Zuschnitt sollte man die Fensterbank und die seitlichen Gewände exakt ausmessen. Ein häufiger Fehler ist, nur eine Seite zu messen und die andere blind zu übernehmen, denn Altbauten sind selten rechtwinklig. Deshalb jede Seite einzeln abnehmen und die Platten leicht größer zuschneiden, um später mit der Handoberfräse oder dem Schleifpapier den letzten Millimeter anzupassen.
Wann lohnt sich der Verzicht auf Grundierung wirklich? Nicht jede Altbauwand ist gleich. Wenn der Putz stark kreidet, also bei Berührung weiße Rückstände hinterlässt, sollte man besser doch eine Grundierung verwenden. Das Sparen an dieser Stelle führt später zu Abrieb und Flecken. Wenn die Wand jedoch nur mäßig saugend und fest ist, funktioniert die Verdünnungstechnik zuverlässig. Prüfen Sie den Untergrund vorher: Wischen Sie mit einem feuchten Schwamm darüber. Bleibt die Wand nach dem Trocknen sauber und ohne Risse, können Sie ohne Grundierung arbeiten. Zeigen sich dunkle Wasserflecken oder Salzausblühungen, ist ein Spezialprodukt unvermeidlich.
Wie Sie mit Profilleisten eine schlichte Tür in ein Schmuckstück verwandeln Die dritte Methode verleiht einer einfachen Tür eine ganz neue Struktur: das Aufbringen von Profilleisten. Sie kaufen im Baumarkt dünne Leisten aus Holz oder Kunststoff, schneiden sie auf Maß und kleben sie mit Montagekleber auf die Türfläche. So entsteht der Eindruck einer aufwendig gearbeiteten Kastentür. Achten Sie darauf, dass die Leisten exakt gerade aufgeklebt werden – nutzen Sie eine Wasserwaage und markieren Sie die Positionen mit Bleistift. Drücken Sie die Leisten einige Minuten lang an, bis der Kleber greift. Nach dem Trocknen können Sie alles gemeinsam streichen oder lasieren. Das Ergebnis sieht täuschend echt aus und lässt sich bei Bedarf auch wieder entfernen, ohne die Tür zu beschädigen. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung zu dicker Leisten, die dann wie aufgesetzt wirken. Wählen Sie eher flache Profile, die nur wenige Millimeter hoch sind.
Die erste Methode ist das Streichen oder Lasieren der bestehenden Tür. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung: Die Türfläche muss absolut fettfrei sein, sonst haftet die Farbe nicht. Schleifen Sie die Oberfläche mit feinem Schleifpapier an, um den alten Glanz zu entfernen. Tragen Sie dann eine Grundierung auf, die zum Material passt – bei Holz eignet sich eine Holzgrundierung, bei lackierten Flächen eine Haftvermittlerrolle. Erst nach dem Trocknen folgt die eigentliche Farbe. Ein häufiger Fehler ist, zu viel Farbe auf einmal aufzutragen, was zu Läufern führt. Arbeiten Sie lieber in zwei dünnen Schichten. Wenn Sie eine Lasur wählen, sehen Sie die Maserung weiterhin durch – das wirkt edler als eine deckende Farbe und ist auch bei Kratzern später leichter auszubessern.
Der Schlüsselhaken sollte nie auf Augenhöhe angebracht werden – das ist unpraktisch, denn Sie suchen den Schlüssel meist im Vorbeigehen. Montieren Sie ihn in einer Höhe von etwa 1,20 Meter, diagonal zur Türklinke oder in der Nähe der Tür, aber nicht direkt dahinter. Eine kleine Ablage in Form eines schmalen Bretts unter den Haken verhindert, dass der Schlüssel auf den Boden fällt. Achten Sie beim Dübeln auf die Wandbeschaffenheit: In alten Altbauten mit Gipskarton brauchen Sie spezielle Dübel, die das Gewicht von Jacken und Taschen tragen. Testen Sie die Wand vor dem Bohren mit einem Klopfen – klingt es hohl, verwenden Sie eine Metallunterlegscheibe oder einen Rahmen, der die Last verteilt.
Der häufigste Fehler ist, die erste Schicht zu dick aufzutragen. Viele denken, eine kräftige Schicht spart Arbeit. Doch beim stark saugenden Altbau führt das zu einer Haut, die oben trocknet, während unten noch Feuchtigkeit nachzieht. Es entstehen Blasen oder eine krisselige Struktur. Ein weiterer Fehler ist die Verwendung von billiger Dispersionsfarbe ohne Qualitätsnachweis. Sie bindet weniger Pigmente und füllt die Poren nicht gleichmäßig. Greifen Sie zu einer Farbe mit hohem Bindemittelanteil, auch wenn sie etwas teurer ist – sie trägt entscheidend zur Haftung bei.