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Tapetentrends 2024: Was jetzt in deutschen Wohnzimmern wirklich funktioniert

Ein echtes Highlight für mich ist ein Bett mit integriertem Stauraum, besonders wenn man eine Wohnung für Familie mit Kindern einrichtet. Die Kinder sammeln so viel Zeug an: Kuscheltiere, Bücher, Decken. Und wohin damit? In einer kleinen Wohnung ist jeder Zentimeter kostbar. Ich habe in meinem Kinderzimmer ein Etagenbett mit Schubladen darunter. Darin verstauen wir die Winterdecken und die Gästebettwäsche. Das ist praktisch und sieht ordentlich aus. Aber auch im Elternschlafzimmer kann man nicht genug Stauraum haben. Ich empfehle immer ein Bett mit einem geräumigen Bettkasten. Dort verschwinden die sperrigen Kissen und die dicken Decken. So bleibt das Zimmer aufgeräumt. Und wenn die Kinder älter werden, können sie dort ihre eigenen Sachen verstauen. Das gibt ihnen ein Gefühl von Verantwortung, ohne dass alles im ganzen Zimmer herumliegt.

Die Küche war der schwierigste Raum. Auf zwanzig Quadratmetern sollte alles Platz finden: Esstisch für sechs Personen, Kochinsel und genug Arbeitsfläche. Ich verzichtete auf Hängeschränke und setzte stattdessen auf offene Regale aus Eichenholz. Dort stehen Teller, Gläser und Kochbücher – alles griffbereit und gleichzeitig dekorativ. Der Esstisch ist ausziehbar von 120 auf 200 cm, mit einer Platte aus massivem Kirschbaum. Die Stühle haben Sitzkissen aus Baumwolle, die ich bei Flecken einfach in die Waschmaschine werfe.

Die Materialwahl ist entscheidend für den täglichen Gebrauch. Ich liebe Tapicerka Welurowa, weil sie sich samtig anfühlt und gleichzeitig robust ist. Ein Kissen mit dieser Oberfläche nimmt keine Katzenhaare an und lässt sich mit einem feuchten Tuch reinigen. Das ist Gold wert, wenn man wie ich ständig Kaffee auf der Couch trinkt. Aber auch Leinen oder grob gewebte Baumwolle haben ihren Reiz – sie wirken natürlicher und passen perfekt zu einer Couch mit einem mechanizmu DL, der die Rückenlehne flach klappen lässt. Die Kissen sollten dann aber nicht zu dick sein, sonst drücken sie beim Zusammenklappen.

Im Kinderzimmer hing das Problem an der Wand: Die Kleinen wachsen so schnell, dass jedes Möbelstück bald zu klein ist. Statt eines klassischen Hochbetts wählte ich eine wersalka mit zwei Schlafplätzen. Tagsüber dient sie als gemütliche Leseecke, nachts wird sie zum Bett für die Geschwister. Die Matratze ist fest genug für Kinder, aber weich genug für gelegentliche Vorlesestunden. Der Rahmen aus massiver Buche hält auch wilden Tobespielen stand – und das Holz lässt sich bei Bedarf abschleifen und neu lackieren.

Farben und Muster sollten aber nicht nur schön aussehen, sie müssen auch funktional sein. In einem Haushalt mit Kindern oder Haustieren sind glatte, abwischbare Tapeten die bessere Wahl. Es gibt heute Vinyltapeten, die wie echte Stofftapeten aussehen, aber viel robuster sind. Das nimmt den Druck aus der täglichen Nutzung. Ich rate meinen Kunden immer, die Tapete an der Wand zu testen, bevor sie sich festlegen. Ein kleines Musterstück an der Stelle für ein paar Tage aufzuhängen, zeigt, wie das Licht im Tagesverlauf die Farbe verändert. Das ist viel wertvoller als jeder Katalog. Gerade bei dunklen Tönen, die aktuell sehr angesagt sind, kann das schnell in eine Falle führen. Ein dunkles Blau kann abends sehr edel wirken, aber tagsüber drückend. Die richtige Wahl hängt also stark von der Himmelsrichtung des Raumes ab.

Ein häufiges Problem in meiner Beratung ist der kleine Raum, in dem alles funktional sein muss. Wenn Sie wenig Platz haben, kann ein Bodenbelag mit integrierter Funktion Wunder wirken. Denken Sie zum Beispiel an eine Sitzbank mit Stauraum unter dem Fenster, aber der Boden selbst bleibt frei. Oder Sie wählen einen Parkettboden, der zeitlos ist und zu vielen Stilen passt. Ich habe einmal eine Kundin, die in ihrer 30-Quadratmeter-Wohnung ein Doppelbett brauchte. Sie entschied sich für eine Schlafcouch, die tagsüber als Sitzgelegenheit dient. Der Bodenbelag war ein helles Vinyl in Betonoptik, das pflegeleicht ist und den Raum nicht überladen wirken lässt. Vinyl hat den Vorteil, dass es wasserresistent ist, falls mal ein Glas umkippt. Aber achten Sie auf die Qualität: Billiges Vinyl kann sich wellen oder Risse bekommen. Ich rate immer zu einer mittleren Preiskategorie, die eine gute Trittschalldämmung mitbringt. So vermeiden Sie, dass die Nachbarn unter Ihnen jedes Geräusch hören. Ein weiterer Tipp: Legen Sie einen dünnen Läufer vor die Couch, der den Boden schützt und gleichzeitig als Farbtupfer dient. Das ist praktisch und sieht gemütlich aus.

Flure und Treppenhäuser werden oft vernachlässigt, dabei sind sie die verbindenden Elemente eines Hauses. In unserem Flur steht eine schmale Kommode aus den 1950er Jahren, die ich auf Flohmärkten gefunden habe. Darüber hängt ein großer Spiegel in einem goldfarbenen Rahmen – er lässt den engen Gang viel breiter wirken. Rechts davon habe ich eine Sitzbank mit integrierten Schuhfächern platziert. Die Bank ist nur 80 cm breit, aber darunter passen acht Paar Schuhe. Jetzt stapeln sich keine Turnschuhe mehr im Eingangsbereich.

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